{"id":104181,"date":"2026-04-15T15:10:08","date_gmt":"2026-04-15T15:10:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/104181\/"},"modified":"2026-04-15T15:10:08","modified_gmt":"2026-04-15T15:10:08","slug":"steuerliche-beguenstigung-fuer-arbeiten-in-der-pension-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/104181\/","title":{"rendered":"Steuerliche Beg\u00fcnstigung f\u00fcr Arbeiten in der Pension kommt"},"content":{"rendered":"<p>            Von<\/p>\n<p>              .<\/p>\n<p>            &#8211;<\/p>\n<p>              15.04.2026 14:43<\/p>\n<p>              (Akt. 15.04.2026 16:39)<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ABD0086-20260415-4-3-2081317341301-1734x1301.jpg\"   alt=\"Arbeiten im Alter wird steuerlich beg\u00fcnstigt.\" title=\"Arbeiten im Alter wird steuerlich beg\u00fcnstigt.\"\/><\/p>\n<p>                    Arbeiten im Alter wird steuerlich beg\u00fcnstigt.<br \/>\n                     \u00a9APA\/HANS KLAUS TECHT<\/p>\n<p>\n        Die Regierung f\u00fchrt eine neue Steuerverg\u00fcnstigung f\u00fcr Senioren ein, die weiterhin arbeiten. Ab n\u00e4chstem Jahr erhalten Selbstst\u00e4ndige einen j\u00e4hrlichen Freibetrag von 15.000 Euro. Der Dienstnehmerbeitrag zur Sozialversicherung wird gestrichen, der Arbeitgeberbeitrag bleibt unver\u00e4ndert.\n      <\/p>\n<p>Um die Beg\u00fcnstigung zu erhalten, muss der Pensionsantritt aufgrund der Erwerbst\u00e4tigkeit verschoben oder zur Pension hinzuverdient werden. M\u00e4nner ben\u00f6tigen daf\u00fcr 480 Versicherungsmonate, Frauen 408. Ab 2028 wird die erforderliche Anzahl f\u00fcr Frauen j\u00e4hrlich um zw\u00f6lf Monate erh\u00f6ht, sodass 2033 dieselben Bedingungen wie f\u00fcr M\u00e4nner gelten. Dann ist auch die Angleichung des Pensionsalters zwischen den Geschlechtern abgeschlossen.<\/p>\n<p>\n            Steuerliche Beg\u00fcnstigung soll Anreiz f\u00fcr Arbeiten in der Pension schaffen\n          <\/p>\n<p>Beg\u00fcnstigungen gibt es auch im Bereich der Sozialversicherung. F\u00fcr jene, die schon im Regelpensionsalter sind, sowie f\u00fcr jene, die die Pension aufschieben, sind keine Beitr\u00e4ge der Arbeitnehmer-Seite (10,25 Prozent) mehr zu entrichten. Sozialministerin Korinna Schumann (SP\u00d6) betonte im Pressefoyer nach dem Ministerrat, man erm\u00f6gliche ohne Zwang, dass am Ende des Monats deutlich mehr Geld lukriert werden k\u00f6nne. So handle es sich um einen echten Anreiz, den Pensionsantritt aufzuschieben oder in der Pension weiter zu arbeiten.<\/p>\n<p>VP-Klubobmann August W\u00f6ginger argumentierte, dass viele Menschen es als Ungerechtigkeit empfunden h\u00e4tten, dass es eine zu hohe Besteuerung gebe und man auch weiter Pensionsbeitr\u00e4ge bezahlen habe m\u00fcssen, obwohl man im Pensionsalter arbeite. Aktuell w\u00fcrden 150.000 Menschen von der Neuerung profitieren, k\u00fcnftig w\u00fcrden es wohl mehr werden. Wer etwa 2.000 Euro Pension habe und den selben Betrag dazu verdiene, werde sich 7.000 Euro im Jahr sparen, rechnete W\u00f6ginger vor.<\/p>\n<p>NEOS-Klubchef Yannick Shetty betonte, dass jene, die noch arbeiten wollten, bisher bestraft worden seien. Daher sei es notwendig gewesen, die geltenden Regelungen zu entb\u00fcrokratisieren und zu attraktivieren. Gleichzeitig machte Shetty klar, dass die NEOS weiter f\u00fcr eine Anhebung des gesetzlichen Antrittsalters seien. Dies sei keine Frage des Ob sondern des Wann. Er geht davon aus, dass es sp\u00e4testens in der kommenden Legislaturperiode so weit sein werde.<\/p>\n<p>\n            Sanfter Druck auf Betriebe f\u00fcr Besch\u00e4ftigung \u00e4lterer Arbeitnehmer\n          <\/p>\n<p>Was die Besch\u00e4ftigung \u00e4lterer Arbeitnehmer angeht, wird auf Betriebe sanfter Druck ausge\u00fcbt. Jene Unternehmen, die im Branchen- und Bundesl\u00e4nder-Vergleich einen geringen Anteil an Arbeitnehmern zwischen 60 und 64 besch\u00e4ftigen, erhalten j\u00e4hrlich &#8222;zielgerichtete Informationen&#8220;. In diesen wird auf spezifische Beratungs- und F\u00f6rderangebote des AMS f\u00fcr diese Altersgruppe hingewiesen. Zudem wird ein Arbeitsmarkt-Transformationsfonds geschaffen, um Arbeitslose wie Arbeitnehmer bei der Bew\u00e4ltigung der durch Digitalisierung und KI bedingten Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu unterst\u00fctzen. Weiters werden laut Schumann 100 Millionen in einen Ma\u00dfnahmenmix gesteckt, der \u00e4ltere Arbeitslose, speziell Langzeit-Arbeitslose, wieder in Besch\u00e4ftigung bringen soll.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtpaket inklusive Arbeitsmarkt-Ma\u00dfnahmen werden 2027 immerhin 470 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung gestellt. Eine Evaluierung ist f\u00fcr das Jahr 2030 geplant. Die gesetzlichen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Paket sollen am Donnerstag in Begutachtung gehen.<\/p>\n<p>\n            Gemischte Reaktionen auf steuerliche Beg\u00fcnstigung f\u00fcr Arbeiten in der Pension\n          <\/p>\n<p>Von Sozialpartner-Seite gab es am Mittwoch schon einmal Vorschuss-Lorbeeren. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei jede zus\u00e4tzliche Arbeitskraft entscheidend, meinte Wirtschaftskammer-Pr\u00e4sidentin Martha Schultz. Zufrieden war sie, dass die Regelung auch f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige gelten wird, was im Vorfeld noch umstritten war. Positiv ist der Schritt f\u00fcr die Industriellenvereinigung. Deren Generalsekret\u00e4r Christoph Neumayer h\u00e4lt jedoch zus\u00e4tzlich eine schrittweise Anhebung des Pensionsalters f\u00fcr notwendig.<\/p>\n<p>Mit der Aktivpension sei eine sozial vertr\u00e4gliche L\u00f6sung erarbeitet worden, um Arbeiten im Alter aktiv zu f\u00f6rdern, die Normal- und Geringverdienern zugutekomme, befand GPA-Chefin Barbara Teiber. Noch mehr freut sie der Arbeitsmarkt-Transformationsfonds im Bereich der Digitalisierung und KI. Die Seniorenorganisationen h\u00e4tten sich eine bessere Regelung f\u00fcr Frauen gew\u00fcnscht. Seniorenbund-Chefin Ingrid Korosec sieht eine klare Benachteiligung der Frauen, weil &#8222;ihre Situation zu wenig ber\u00fccksichtigt wird&#8220;. 34 Versicherungsjahre mit j\u00e4hrlichen Steigerungen als Voraussetzung seien f\u00fcr viele Frauen unrealistisch, meinte dann auch die Vorsitzende des Pensionistenverbands Birgit Gerstorfer.<\/p>\n<p>F\u00fcr FP\u00d6-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch sind die Ma\u00dfnahmen in Wahrheit ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Zudem sieht sie in Shettys Ank\u00fcndigungen die Vorbereitung auf eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters in der n\u00e4chsten Legislaturperiode. Gr\u00fcnen-Sozialsprecher Markus Koza sieht die Neuerung als teures Steuer-Geschenk. Er erkennt eine &#8222;arbeitsmarktpolitisch weitgehend sinnlose und verteilungspolitisch fragw\u00fcrdige Ma\u00dfnahme&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von . &#8211; 15.04.2026 14:43 (Akt. 15.04.2026 16:39) Arbeiten im Alter wird steuerlich beg\u00fcnstigt. \u00a9APA\/HANS KLAUS TECHT Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":104182,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[7214,46,42,44,8232,269,43,45,37940],"class_list":{"0":"post-104181","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-oesterreich","8":"tag-arbeit","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-oesterreich","12":"tag-pension","13":"tag-politik","14":"tag-republic-of-austria","15":"tag-republik-oesterreich","16":"tag-steuerliche-beguenstigung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116409363762700646","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=104181"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/104181\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/104182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=104181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=104181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}