{"id":108067,"date":"2026-04-17T12:26:16","date_gmt":"2026-04-17T12:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108067\/"},"modified":"2026-04-17T12:26:16","modified_gmt":"2026-04-17T12:26:16","slug":"folgen-des-iran-kriegs-koennten-neue-konflikte-ausloesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108067\/","title":{"rendered":"Folgen des Iran-Kriegs k\u00f6nnten neue Konflikte ausl\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p>Selbst wenn der Konflikt im Nahen Osten heute enden w\u00fcrde, k\u00f6nnten seine Folgewirkungen neue Konflikte beg\u00fcnstigen, warnt der Leiter des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo, in der Euronews-Morgensendung Europe Today.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Als ersten Schritt m\u00fcsse man den Krieg beenden oder zumindest die Schifffahrtswege in der Stra\u00dfe von Hormus wieder halbwegs normalisieren, sagte der fr\u00fchere belgische Premierminister.<\/p>\n<p>Er warnte, selbst bei einem sofortigen Waffenstillstand brauche es wirtschaftspolitische Eingriffe, sonst w\u00fcrden ganze L\u00e4nder und Bev\u00f6lkerungen auf Dauer in die Armut zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Ein aktueller UNDP-Bericht warnt, die anhaltende milit\u00e4rische Eskalation im Nahen Osten k\u00f6nnte weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut st\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Internationale Finanzinstitutionen m\u00fcssten deshalb makro\u00f6konomische Hilfen bereitstellen, erkl\u00e4rte De Croo \u2013 etwa zeitlich befristete, gezielte Direktzahlungen f\u00fcr Betroffene oder kostenlosen Zugang zu Treibstoff und Kochgas.<\/p>\n<p>Ohne solche gezielten und rechtzeitigen makro\u00f6konomischen Eingriffe werde es deutlich mehr Folgesch\u00e4den geben, so De Croo gegen\u00fcber Euronews.<\/p>\n<p>\u00dcber die Folgewirkungen von Armut und Ern\u00e4hrungsunsicherheit habe man noch gar nicht gesprochen. Daraus k\u00f6nnten neue Konflikte entstehen, mehr Vertreibung und Migrationsbewegungen \u2013 und damit wiederum neue Formen von Extremismus.<\/p>\n<p>Der UNDP-Bericht h\u00e4lt zudem fest: Die unmittelbaren Folgen konzentrieren sich auf die direkt betroffenen Staaten und auf L\u00e4nder, die stark von Energieimporten abh\u00e4ngen. Dennoch gebe es Hinweise auf erhebliche Langzeitsch\u00e4den in \u00e4rmeren Staaten, die gar nicht direkt in den Konflikt verwickelt sind.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen reichten weit \u00fcber die Region hinaus, sagte De Croo. Subsahara-Afrika leide stark unter der Lage im Nahen Osten. Und in kleinen Inselstaaten im Pazifik gebe es bereits Inseln, denen der Treibstoff ausgeht. Der Krieg und die damit verbundene Blockade hinterlie\u00dfen tiefe Spuren.<\/p>\n<p>Solche Entwicklungen zeigten, so De Croo, dass Krieg \u201eEntwicklung im R\u00fcckw\u00e4rtsgang\u201c sei.<\/p>\n<p>Menschen aus der Armut zu holen, dauere Jahrzehnte. Sie in die Armut zur\u00fcckzusto\u00dfen, dauere sechs Wochen, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>\u201eKeine Glaskugel\u201c<\/p>\n<p>Euronews sprach mit De Croo vor dem Hintergrund von Ger\u00fcchten \u00fcber eine neue Gespr\u00e4chsrunde zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. US-Pr\u00e4sident Donald Trump erkl\u00e4rte, beide Seiten st\u00fcnden einem Abkommen \u201esehr nahe\u201c und Gespr\u00e4che mit Iran k\u00f6nnten m\u00f6glicherweise schon an diesem Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad wieder beginnen.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob er zuversichtlich sei, dass die USA und Iran eine diplomatische L\u00f6sung finden, antwortete De Croo: \u201eBin ich zuversichtlich? Ich habe keine Glaskugel. Bin ich hoffnungsvoll? Ja.\u201c<\/p>\n<p>In der Nacht zu Donnerstag trat eine zehnt\u00e4gige Waffenruhe zwischen Israel und Libanon in Kraft. Sie weckt die Hoffnung, dass Vertreter beider Seiten \u00fcber ein dauerhaftes Sicherheits- und Friedensabkommen verhandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese Waffenruhe sei \u201edringend n\u00f6tig\u201c, betonte De Croo. Im Libanon mussten rund 1,2 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, weil Israel seit dem 2. M\u00e4rz Gebiete bombardiert, nachdem sich die Hisbollah dem regionalen Krieg angeschlossen und Raketen auf Israel abgefeuert hatte.<\/p>\n<p>\u201eDas menschliche Leid ist enorm, aber auch die materiellen Verluste sind gewaltig\u201c, so De Croo. \u201eIm Libanon hat die internationale Gemeinschaft viel investiert, um das Land zu stabilisieren: in Krankenh\u00e4user, Schulen und andere Infrastruktur. All das wird jetzt zerst\u00f6rt. Das sind Steuergelder, die in milit\u00e4rischen Aktionen buchst\u00e4blich in die Luft gesprengt werden.\u201c<\/p>\n<p>Er hoffe au\u00dferdem, dass die Waffenruhe diesem Begriff auch gerecht werde und nicht nur eine \u201eReduzierung des Feuers\u201c sei, wie man es etwa in Gaza erlebt habe.<\/p>\n<p>Organisationen, die in Gaza arbeiten, darunter M\u00e9decins Sans Fronti\u00e8res (MSF), berichten, die israelischen Streitkr\u00e4fte setzten ihre Angriffe fort und weiteten ihre milit\u00e4rische Kontrolle \u00fcber den Streifen aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Selbst wenn der Konflikt im Nahen Osten heute enden w\u00fcrde, k\u00f6nnten seine Folgewirkungen neue Konflikte beg\u00fcnstigen, warnt der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108068,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,37748,10181,91,94,44,10200,93,92,9017],"class_list":{"0":"post-108067","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-entwicklungshilfe","14":"tag-iran-krieg","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-oesterreich","18":"tag-strasse-von-hormus","19":"tag-unternehmen","20":"tag-unternehmen-maerkte","21":"tag-vereinte-nationen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116420043409793576","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108067"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108067\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=108067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}