{"id":108219,"date":"2026-04-17T13:49:07","date_gmt":"2026-04-17T13:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108219\/"},"modified":"2026-04-17T13:49:07","modified_gmt":"2026-04-17T13:49:07","slug":"linzer-unternehmensumfrage-ein-drittel-plant-expansion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108219\/","title":{"rendered":"Linzer Unternehmensumfrage: ein Drittel plant Expansion"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Eine Linzer Unternehmensumfrage hat ergeben: Rund 72 Prozent sind mit dem Standort Linz (sehr) zufrieden.\u00a0 <\/p>\n<p>Knapp 1.000 kleinere und mittlere Unternehmen aus Linz beteiligten sich im Oktober 2025 an der Online-Umfrage. Neben Fragen zum Standort Linz wurden auch die wirtschaftliche Entwicklung und zuk\u00fcnftige Herausforderungen thematisiert.\u00a0Aus dem Ergebnis geht hervor: Rund 72 Prozent sind mit dem Standort Linz (sehr) zufrieden. <\/p>\n<p>\u201eDie hohe Zufriedenheit zeigt deutlich: Linz ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig sehen wir in den Ergebnissen auch die Auswirkungen der wirtschaftlich herausfordernden Jahre. Das best\u00e4rkt uns darin, weiterhin gemeinsam mit den Unternehmen an den besten Rahmenbedingungen zu arbeiten\u201c, betont B\u00fcrgermeister Dietmar Prammer. <\/p>\n<p>Stadtrat Thomas Gegenhuber, von dem die Umfrage ausging, h\u00e4lt fest: \u201eDie Ergebnisse dieser umfassenden Befragung liefern uns wertvolle Erkenntnisse und bilden eine wichtige Grundlage f\u00fcr weitere Ableitungen.\u201c<\/p>\n<p>Starker Industriestandort in zentraler Lage<\/p>\n<p>Aus der Umfrage geht hervor, dass Betriebe mit mindestens 100 Mitarbeitern den h\u00f6chsten Anteil an Zufriedenheit aufweisen. Jene Branche, die am zufriedensten ist, ist die der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleister (zB. Vermietung von Kraftwagen etc., Vermittlung von Arbeitskr\u00e4ften, Reiseb\u00fcros, Wach- und Sicherheitsdienste, usw.) mit 76 Prozent, gefolgt von der IT- und Telekommunikationsbranche und den sonstigen Dienstleistern wie beispielsweise Interessensvertretungen (Wirtschafts- und Arbeitgeberverb\u00e4nde, Reparatur und Instandhaltung von Datenverarbeitungsger\u00e4ten und Gebrauchsg\u00fctern, Pers\u00f6nliche Dienstleistungen wie W\u00e4scherei, Fris\u00f6r- und Kosmetiksalons, etc.). <\/p>\n<p>Am wenigsten zufrieden mit dem Unternehmensstandort Linz ist der Handel, wobei selbst hier knapp zwei Drittel (61,5 Prozent) der befragten Unternehmen zufrieden sind, gefolgt vom Bau und der Herstellung von Waren.<\/p>\n<p>Als besondere St\u00e4rken des Standorts gegen\u00fcber anderen St\u00e4dten geben Linzer Unternehmer vor allem den \u201eIndustriestandort und Standortentwicklung\u201c und die \u201ezentrale Lage, Verkehrsanbindung\u201c an.\u00a0<\/p>\n<p>Verhalten positiv was die Zukunft angeht\u00a0<\/p>\n<p>Bei der Frage zur Entwicklung des Standorts machen sich die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre bemerkbar. So ist knapp jedes zweite Unternehmen mit der Entwicklung in den letzten f\u00fcnf Jahren zufrieden oder sehr zufrieden.<\/p>\n<p>Verhaltener sind die Einsch\u00e4tzungen in Hinblick auf die Entwicklung in den kommenden f\u00fcnf Jahren: Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen ist der Ansicht, dass sich Linz positiv oder eher positiv entwickeln wird, ein weiteres Drittel geht davon aus, dass die Entwicklung gleichbleibend sein wird. 21,9 % bzw. 5,1 % sind der Ansicht, dass sich Linz eher negativ bzw. negativ entwickeln wird.<\/p>\n<p>Ein Drittel der gr\u00f6\u00dferen Unternehmen plant Expansion<\/p>\n<p>Die 62 teilnehmenden Unternehmen, mit mehr als 100 Besch\u00e4ftigten, wurden zus\u00e4tzlich gefragt, ob in den kommenden f\u00fcnf Jahren Ver\u00e4nderungen im Fl\u00e4chenbedarf geplant sind: Trotz der getr\u00fcbten Aussichten plant ein Drittel eine Expansion am Standort Linz. <\/p>\n<p>Der h\u00e4ufigste Grund (80 Prozent) daf\u00fcr ist, dass k\u00fcnftig mehr Personal ben\u00f6tigt wird. Weiters plant fast jedes zweite Unternehmen, das mit einer Expansion rechnet, eine Modernisierung, wodurch die Ver\u00e4nderung im Fl\u00e4chenbedarf begr\u00fcndet wird. <\/p>\n<p>\u201eDass die Unternehmen trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den Standort investieren wollen, ist ein starkes Signal. Diese Investitionen sind die Basis f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze und Wohlstand in unserer Region\u201c, zeigt sich B\u00fcrgermeister Prammer erfreut.<\/p>\n<p>Digitalisierungsoffensive wird positiv bewertet<\/p>\n<p>Am zufriedensten mit der Linzer Stadtverwaltung sind die Unternehmen mit der M\u00f6glichkeit der digitalen Abwicklung, gefolgt von der Dauer der Bearbeitung. Bei beiden Punkten gaben jeweils rund 45 Prozent der befragten Unternehmen an, eher oder sehr zufrieden damit zu sein. <\/p>\n<p>\u201eDie vollst\u00e4ndige Digitalisierung der Bauverfahren bringt Verbesserungen genau dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden: Sie verk\u00fcrzt lange Wartezeiten, vereinfacht komplexe Abl\u00e4ufe und macht das Verfahren sowohl f\u00fcr unsere Kundinnen und Kunden als auch intern deutlich effizienter\u201c, erkl\u00e4rt Stadtrat Gegenhuber. Durch organisatorische Ma\u00dfnahmen konnte die Verfahrensdauer bei den Bauverfahren um f\u00fcnf Wochen reduziert werden.<\/p>\n<p>Auch die Verst\u00e4ndlichkeit von Formularen, die Klarheit der Zust\u00e4ndigkeit und die zeitgerechte R\u00fcckmeldung wurden ebenfalls von mehr als 40 Prozent \u00fcberwiegend positiv bewertet. B\u00fcrgermeister Prammer betont, dass die begonnene Digitalisierungsoffensive auch im Jahr 2026 konsequent fortgesetzt und das digitale Angebot f\u00fcr B\u00fcrger und Unternehmen Schritt f\u00fcr Schritt erweitert wird: \u201e Der n\u00e4chste Schritt ist die digitale Abwicklung von Genehmigungen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Raum \u2013 von Veranstaltungen \u00fcber Schanig\u00e4rten bis zu Werbema\u00dfnahmen. Ein neuer Fl\u00e4chenkalender macht transparent, welche Bereiche wann verf\u00fcgbar sind, was besonders der Gastronomie und Eventplanung zugutekommt. Die Verfahrensdauer bei Betriebsanlagen haben wir bereits um zehn Wochen reduziert, deren vollst\u00e4ndige Digitalisierung folgt im vierten Quartal 2026.\u201c<\/p>\n<p>Stadtrat Gegenhuber kritisiert jedoch, dass das Land Initiativen setzt, die der Deregulierung und Entb\u00fcrokratisierung im Weg stehen. \u201eAuch der Bundes- und Landesgesetzgeber sind gefordert, sich proaktiv einzubringen und zentrale Rechtsgrundlagen zu vereinfachen, damit Verfahren rascher abgewickelt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Gewinnung von Fachkr\u00e4ften als Herausforderung<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Arbeitskosten sowie die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften gelten unter den teilnehmenden Unternehmen als die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen in den kommenden f\u00fcnf Jahren: Jeweils 55,3 bzw. 55,2 Prozent der befragten Unternehmen nannten einen dieser beiden Punkte. <\/p>\n<p>\u201eJedes zweite Unternehmen sieht die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften als zentrale Herausforderung an. Diese R\u00fcckmeldung aus der Wirtschaft ist f\u00fcr mich ein klarer Handlungsauftrag, bestehende Angebote zu intensivieren und neue Ma\u00dfnahmen zu setzen. Es gilt einerseits bereits bestehende Fachkr\u00e4fte durch eine lebenswerte Stadt zu behalten, andererseits gilt es neue Fachkr\u00e4fte auszubilden, zu f\u00f6rdern und zu gewinnen\u201c, betont B\u00fcrgermeister Prammer.<\/p>\n<p>Leistbarer Wohnraum und Unterst\u00fctzung f\u00fcr internationale Fachkr\u00e4fte<\/p>\n<p>Etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen gab an, dass die Schaffung von Wohnraum durch gemeinn\u00fctzige Wohnbautr\u00e4ger sehr (24,2 Prozent) oder eher (40,3 Prozent) wichtig f\u00fcr die Gewinnung von Fachkr\u00e4ften ist. Auch Unterst\u00fctzungsangebote f\u00fcr Fachkr\u00e4fte aus dem Ausland sind f\u00fcr jedes zweite Unternehmen von Bedeutung.<\/p>\n<p> \u201eDie GWG, die im Eigentum der Stadt Linz ist, tr\u00e4gt wesentlich dazu bei, dass Wohnraum in Linz leistbar ist,\u201c h\u00e4lt B\u00fcrgermeister Prammer fest. \u201eWeiters findet zweimal j\u00e4hrlich das Expats Caf\u00e9 der Stadt Linz statt. Mit dieser Veranstaltung sprechen wir gezielt internationale Fachkr\u00e4fte an und bieten Raum f\u00fcr Austausch, Vernetzung, aber auch um sich \u00fcber unterschiedliche Anliegen zu informieren. Das Business Immigration Office Linz unterst\u00fctzt bei b\u00fcrokratischen H\u00fcrden, bspw. betreffend die Rot-Wei\u00df-Rot Card\u201d, fasst Stadtrat Gegenhuber die Angebote der Stadt Linz zusammen.<\/p>\n<p>Die Befragung fand in Form einer Online-Befragung statt und wurde im Oktober 2025 an rund 6.900 kommunalsteuerpflichtige Unternehmen in Linz gesendet. 969 Unternehmen nahmen an der Befragung teil, das entspricht einer Beteiligung von rund 14 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. 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