{"id":108320,"date":"2026-04-17T14:46:07","date_gmt":"2026-04-17T14:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108320\/"},"modified":"2026-04-17T14:46:07","modified_gmt":"2026-04-17T14:46:07","slug":"communale-ooe-stellt-bauernkrieg-1626-in-neues-licht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108320\/","title":{"rendered":"\u201ecommunale o\u00f6\u201c stellt Bauernkrieg 1626 in neues Licht"},"content":{"rendered":"<p> O\u00d6\/LINZ. 400 Jahre nach dem Bauernkrieg in Ober\u00f6sterreich r\u00fcckt die communale o\u00f6 2026 Geschichte und Gegenwart zusammen. Das Kulturformat des Landes O\u00d6 bringt Ausstellungen, Kunst und Diskussionen in mehr als 27 Gemeinden \u2013 und l\u00e4dt dazu ein, zentrale Fragen des Zusammenlebens neu zu denken. Am Freitag, 17. April, wird die dritte communale-Ausgabe im Ursulinenhof Linz offiziell er\u00f6ffnet. <\/p>\n<p>Mit der \u201ecommunale o\u00f6 2026\u201c widmet sich Ober\u00f6sterreich einem pr\u00e4genden Kapitel seiner Geschichte: dem Bauernkrieg von 1626. 400 Jahre sp\u00e4ter steht dabei nicht nur die Erinnerung im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, welche Bedeutung Themen wie Mut, Zusammenhalt und Freiheit heute haben.<\/p>\n<p>\u201eDie communale wird f\u00fcr das ganze Land ein bewegendes Ereignis werden\u201c, freut sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (\u00d6VP) am Freitag bei der Programmpr\u00e4sentation. \u201eDie communale o\u00f6 zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Geschichte sein kann, wenn wir sie mit den Fragen unserer Zeit verbinden.\u201c Es gehe nicht nur um das Erinnern, sondern auch um das Verstehen. \u201eEs bleibt nicht bei der geschichtlichen Darstellung, es wird herausdestilliert, worum es geht. Und der Titel \u201eMut\u201c trifft es ganz gut: Es geht um Freiheit, um das Eintreten f\u00fcr die pers\u00f6nliche Freiheit, um Zivilcourage \u2013 und was das f\u00fcr uns heute bedeutet.\u201c<\/p>\n<p>communale als Gast in 27 Mut-Orten\u00a0<\/p>\n<p>27 o\u00f6. Gemeinden bringen sich bis November als \u201eMut\u201c-Orte in die communale ein. Diese teilen sich als Themenorte mit mehrt\u00e4gigem Programm und Impulsorte auf.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Themenorte sind:<\/p>\n<p>Lembach (Mut zum Frieden)Haag (Mut zum Laut sein)Ottensheim (Mut zum Zaum kuma)Gmunden (Mut, Geschichte zu schreiben)Peuerbach (Mut zur Toleranz)Pram (Mut zum Ausschnopsn)Pinsdorf (Mut zur Vers\u00f6hnung)Agatha (Mut zu Tradition und Brauchtum)Weitern (Mut zum Miteinander)Wolfsegg (Mut zur Zukunft)<\/p>\n<p>Impulsworte mit punktuellen Veranstaltungen mit ortsspezifischem Fokus sind Aigen-Schl\u00e4gl, Alkoven, Eferding, Enns, Frankenburg a. H., Freistadt, Haibach ob der Donau, Hofkirchen i. M., Hinzenbach, Linz, Meggenhofen, Pfaffing, Rutzenmoos, Steyr, St. Martin i. M, V\u00f6cklabruck und \u00a0Wilhering<\/p>\n<p>\u201eDas Programm ist eine Verkn\u00fcpfung eines historischen, eines landesgeschichtlichen Themas mit unserer Gegenwart und unserer Zukunft \u2013 mit den Mitteln der Kunst, Kultur und der Vermittlung. Eine wichtige St\u00fctze dabei sind die unz\u00e4hligen Projektpartner. Die alle bieten ein Netzwerk quer durchs Land und verankern die communale in der breiten Bev\u00f6lkerung\u201c, so Kulturdirektorin Margot Nazzal.<\/p>\n<p>Knallgelber Kiosk und Kurti<\/p>\n<p>Das Programm ist breit gef\u00e4chert: Volkskultur trifft dabei auf moderne Kunst, traditionelle Formen auf neue Perspektiven. Jede teilnehmende Gemeinde setzt eigene Schwerpunkte.<\/p>\n<p>Rund 130 Projekte werden realisiert, die communale o\u00f6 verstehe sich dabei \u201eals Gast in den Gemeinden\u201c, so der k\u00fcnstlerische Projektleiter Martin Honzik. \u201eF\u00fcr uns ist es wichtig, dass wir moderne, zeitgen\u00f6ssische und zeitgeistige T\u00fcren \u00f6ffnen f\u00fcr die gesamte Gesellschaft. Der Bauernkrieg von 1626 bildet den Ausgangspunkt und Resonanzraum, als Echo gesellschaftlichen Handelns und Verhandelns, das bis heute nachwirkt.\u201c<\/p>\n<p>Nicht zu \u00fcbersehen sein wird dabei die mobile Architektur der communale \u201eKiosk &amp; Kurti\u201c. Der knallig gelbe Kiosk kann Infostand, Treffpunkt sein, Platz f\u00fcr Formate wie Kasperl und vieles mehr.<\/p>\n<p>Eingebettet in die Architektur ist Kurti, das mobile Museum der communale. Kurte bringt zentrale Inhalte des Bauernkrieges direkt in die Gemeinden. Erg\u00e4nzt wird durch k\u00fcnstlerische Arbeiten, H\u00f6rstationen (Radio FRI) sowie einem Film von Grauwerk.<\/p>\n<p>Hauptausstellung rund um vier Kn\u00f6pfe im Linzer Schlossmuseum<\/p>\n<p>Zentraler Teil der communale ist die Ausstellung \u201eBauernkrieg 1626 \u2013 Zwischen Geschichte und Fiktion\u201c im Schlossmuseum Linz. Sie beleuchtet die Ereignisse des Jahres 1626, die Bedingungen, die zum bewaffneten Aufstand f\u00fchren sollten. Sie bietet Einblick in die von Krisen gepr\u00e4gten Lebenswelten der Bev\u00f6lkerung und folgt den anf\u00e4nglichen Erfolgen der Aufst\u00e4ndischen im Mai 1626 \u00fcber die letztlich scheiternde Belagerung des Linzer Schlosses bis hin zu ihren verheerenden Niederlagen im November 1626.<\/p>\n<p>Beleuchtet wird in der Ausstellung aber auch, wie die Gesellschaften \u00fcber die Jahrhunderte mit der Geschichte der Bauernkriege 1626 umgegangen sind. Wie hochstilisiert wurde, uminterpretiert.<\/p>\n<p>Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der O\u00d6 Landes-Kultur GmbH erz\u00e4hlt, dass bei der Ausstellung zum 350-Jahr-Jubil\u00e4um vor 50 Jahren in Linz 750 Katalognummern umfasst hatte. Davon sei nach heutiger Erkenntnis aber nun nichts mehr \u00fcbrig: Denn nur vier einzelne Kn\u00f6pfe, die bei Ausgrabungen in Lambach gefunden wurden, k\u00f6nnen als einzig Authentisches aus der Zeit des Bauernkrieges gesehen werden.<\/p>\n<p>Rund um diese vier Kn\u00f6pfe wurde die Ausstellung aufgebaut. \u201eWir versuchen herauszuarbeiten, was die Facts sind, was Fiktion\u201c, so Weidinger.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn ist auch wichtig: Die Geschichte der Adeligen kenne man sehr gut, sie h\u00e4tten ihre Geschichte geschrieben. \u201eVon den Bauern selbst haben wir keine Stimmen\u201c.<\/p>\n<p>Und weiter: \u201eWie ist man mit den Facts umgegangen. Wie hat die Gesellschaft diese interpretiert. Was haben wir hinzugef\u00fcgt, was wurde verworfen. Genau das ist es, was diese Ausstellung pr\u00fcft.\u201c<\/p>\n<p>communale-Thema aufbereitet f\u00fcr die Schulen<\/p>\n<p>Die \u201ecommunale o\u00f6\u201c versteht sich als offenes Format. Beteiligung, Diskussion und Zusammenarbeit spielen eine zentrale Rolle. Auch f\u00fcr junge Menschen und Familien gibt es zahlreiche Angebote.<\/p>\n<p>Vermittlungsprogramme laden dazu ein, sich aktiv mit Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Perspektiven einzubringen. Aktiv eingebunden werden Schulen mit eigenem Angebot und Materialien. Seit den Semesterferien haben sich laut Kulturdirektorin Nazzal schon 65 Schulen mit dem Thema der communale 2026 befasst. \u201eUnser Vermittlungsteam ist im ganzen Land unterwegs.\u201c Das Thema werde nicht nur erkl\u00e4rt, sondern erfahrbar, erlebbar, kreativ sp\u00fcrbar gemacht. Daf\u00fcr wurde das dreiteilige, f\u00e4cher- und schulstufen\u00fcbergreifende Programm f\u00fcr Volksschulen bis zur Oberstufe \u201eMUT\u00b3\u201c entwickelt.<\/p>\n<p>Programmb\u00fccher und Homepage<\/p>\n<p>Das Budget f\u00fcr die communale 2026 bel\u00e4uft sich auf rund zwei Millionen Euro.<\/p>\n<p>Zu den Veranstaltungen werden zwei Programmhefte (zu den Veranstaltungen Fr\u00fchling\/Sommer sowie das zweite zu jenen im Herbst) aufgelegt. Alle Veranstaltungen und ausf\u00fchrliche Infos zu diesen sind auf der communale-Homepage unter <a data-mce-href=\"https:\/\/communale.at\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" href=\"https:\/\/communale.at\/\" title=\"communale\">communale.at<\/a> zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"O\u00d6\/LINZ. 400 Jahre nach dem Bauernkrieg in Ober\u00f6sterreich r\u00fcckt die communale o\u00f6 2026 Geschichte und Gegenwart zusammen. 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