{"id":108342,"date":"2026-04-17T15:01:10","date_gmt":"2026-04-17T15:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108342\/"},"modified":"2026-04-17T15:01:10","modified_gmt":"2026-04-17T15:01:10","slug":"oebb-bekommen-heuer-84-neue-zuege-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108342\/","title":{"rendered":"\u00d6BB bekommen heuer 84 neue Z\u00fcge \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00d6BB erwarten 2026 mehr Fernverkehrs-, aber weniger Nahverkehrsreisende wegen S-Bahn-Sperre in Wien.<\/p>\n<p>Die \u00d6BB erwarten heuer im Fernverkehr ein weiteres Plus bei den Fahrg\u00e4sten. Im Nahverkehr hingegen ist das nicht der Fall, denn in Wien kommt es f\u00fcr eine Sanierung zu einer Komplettsperre der S-Bahn-Stammstrecke zwischen dem Praterstern und dem Hauptbahnhof. 84 neue Z\u00fcge werden 2026 eingeflottet.<\/p>\n<p>Die G\u00fctertochter Rail Cargo Group soll heuer eine Trendwende ins Positive schaffen. Erst 2027 wird wieder ein positives Ergebnis prognostiziert \u2013 wenn es die Konjunktur erlaubt.<\/p>\n<p>\u201eJe schneller desto besser\u201c, sagte \u00d6BB-Chef Andreas Matth\u00e4 am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien zu den Zeitpunkten, zu denen die verschiedenen neuen Z\u00fcge erwartet werden. Darunter finden sich 45 Cityjet-Doppelstockz\u00fcge, die den Nahverkehr in und rund um die Bundeshauptstadt verbessern sollen und f\u00fcr einen stabileren Fahrplan auf Zubringerstrecken in den gro\u00dfen Ballungsraum sorgen sollen.<\/p>\n<p>Das soll dann so richtig gelingen, wenn die Stammstrecke fertig saniert ist. Bis dahin hei\u00dft es aber noch geduldig sein. Die Sanierung ist essenziell f\u00fcr die Zukunft, betonen die \u00d6BB laufend. Die einhergehende Sperre wird die gesamte Zahl der Nahverkehrsreisenden vor\u00fcbergehend einbrechen lassen.<\/p>\n<p>Auch drei neue Nightjets sind angek\u00fcndigt. Das jetzt bestehende Netz soll bestehen bleiben, <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/20356498\/der-letzter-nachtzug-nach-paris\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nachdem zuletzt etwa die Paris-Verbindung weggefallen war.<\/a><\/p>\n<p>Die infolge des Iran-Krieges gestiegenen Spritpreise haben f\u00fcr etwas mehr Zulauf gesorgt, so Matth\u00e4. Das gelte vor allem f\u00fcr M\u00e4rz, im April habe die entsprechende Wahrnehmung wieder etwas abgenommen.<\/p>\n<p>Bei der Rail Cargo haben die \u00d6BB unterdessen \u201ealle H\u00e4nde voll zu tun, um bei der Trendumkehr Kurs zu halten\u201c, so Matth\u00e4. Heuer kommt es zu Netzwerkanpassungen. Solche bringen laut dem Manager aber auch eine Ausweitung, also neue Strecken.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die entt\u00e4uschenden Ergebnisse im Schieneng\u00fcterverkehr richtete Gerhard Tauchner, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft Vida und auch Vorsitzender der Sektion Schiene in der Europ\u00e4ischen Transportarbeiter-F\u00f6deration (ETF) in Br\u00fcssel, einen klaren Appell an die Verantwortlichen. \u201eDie aktuellen Entwicklungen in \u00d6sterreich und in Europa gef\u00e4hrden die Arbeitspl\u00e4tze genau jener Leistungstr\u00e4ger:innen, die unser Bahnsystem vorantreiben\u201c, so der Gewerkschafter in einer Aussendung.<\/p>\n<p>Die \u00d6BB melden f\u00fcr 2025 einen Einbruch beim Vorsteuerergebnis (EBT) von 40 Prozent auf 68 Mio. Euro. Zwar gab es wie berichtet mit 559 Millionen (plus 1,4 Prozent) einen Rekord an Fahrg\u00e4sten. Doch die anhaltende industrielle Rezession in Europa und insbesondere in \u00d6sterreich habe das Ergebnis gedr\u00fcckt, so Konzernchef Andreas Matth\u00e4. Der Schieneng\u00fcterverkehr litt besonders unter dem schwachen Umfeld, die Transportleistung sank um 4 Prozent auf 26,2 Mrd. Nettotonnenkilometer.<\/p>\n<p>        In Zahlen<\/p>\n<p>Mit Gesamtertr\u00e4gen von 9,68 Milliarden Euro (2024: 8,99 Mrd. Euro) hat der Konzern gegen\u00fcber dem Vorjahr einen Umsatzanstieg von 8 Prozent verzeichnet. Die Gesamtaufwendungen haben sich ebenso um 8 Prozent auf 8,94 Mrd. Euro erh\u00f6ht (2024: 8,29 Mrd. Euro). Das EBIT (operativer Gewinn vor Zinsen und Steuern) ist um 4 Prozent auf 732,7 Mio. Euro gestiegen (2024: 707,8 Mio. Euro).<\/p>\n<p>Bei der P\u00fcnktlichkeit melden die Bundesbahnen f\u00fcr 2025 \u201eleichte Verbesserungen\u201c: 94,1 Prozent der Z\u00fcge im Personenverkehr waren p\u00fcnktlich, eine Verbesserung um 0,6 Punkte (2024: 93,6 Prozent). 81,6 Prozent der Z\u00fcge im Fernverkehr und 94,8 Prozent der Z\u00fcge im Nahverkehr waren p\u00fcnktlich unterwegs. Insgesamt schreiben sich die \u00d6BB damit auf die Fahnen, eine der p\u00fcnktlichsten Bahnen in Europa zu sein.<\/p>\n<p>2024 lag das \u00d6BB-EBT mit 113,6 Mio. noch um 2 Mio. Euro h\u00f6her als 2023. Die Fahrgastzahlen umfassen Busse und Bahnen der \u00d6BB, 2024 waren es insgesamt 552 Millionen gewesen. 2025 blieb die Zahl der Bus-Nutzenden bei 211,5 Millionen stabil. Der Fernverkehr wuchs um 1,5 Prozent auf 47 Millionen Reisende, der Nahverkehr stieg um 2 Prozent auf 301 Mio. G\u00e4ste. \u201eInduziert wurde es vor allem im Nahverkehr der deutschen Eisenbahn-Tochter Arverio\u201c, so die \u00d6sterreichischen Bundesbahnen (\u00d6BB).<\/p>\n<p>\u201eDas Gesch\u00e4ftsjahr 2025 war f\u00fcr uns ein Jahr mit Licht und Schatten. Vor allem der Start der Koralmbahn war nat\u00fcrlich eine absolute Sternstunde\u201c, so Matth\u00e4 gegen\u00fcber der APA. Auf der Koralmbahn seien mittlerweile 7.000 Fahrg\u00e4ste t\u00e4glich unterwegs. Die Fahrgastzahlen seien \u201esehr zufriedenstellend\u201c ausgefallen. Beim Ergebnis bedauert der Manager zwar den R\u00fcckgang, hebt aber auch hervor, dass es deutlich positiv ausgefallen sei.<\/p>\n<p>Die Nachfrage nach Logistikleistungen sei aber zur\u00fcckgegangen. Zudem habe ein harter Preiswettbewerb mit der Stra\u00dfe das Umfeld gepr\u00e4gt, hei\u00dft es zum Schieneng\u00fcterverkehr. \u201eIn Anbetracht der schwierigen Wirtschaftslage haben wir uns mit dem Ergebnis 2025 doch wacker geschlagen\u201c, so Matth\u00e4. \u201eAls erfreulich sehe ich den weiter anhaltenden Fahrgastzuwachs. Die neue S\u00fcdstrecke befl\u00fcgelt den Fernverkehr. Im Nahverkehr beschert uns unsere deutsche Tochter Arverio einen gro\u00dfen Zustrom an Fahrg\u00e4sten\u201c, sagt Matth\u00e4.<\/p>\n<p>Trotz eines weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds gibt sich \u00d6BB-Vorstand positiv f\u00fcr die Zukunft. Die Investitionen in die Flotte und der Ausbau der Infrastruktur sollten trotz geplanter Baustellen und Sperren zu einem weiteren Fahrgastwachstum f\u00fchren, hei\u00dft es. Im G\u00fcterverkehr soll die Trendwende eingeleitet werden. Heuer und kommendes Jahr sollen 130 neue Z\u00fcge auf die Gleise kommen.<\/p>\n<p>Das EBT des Personenverkehrs der \u00d6BB alleine hat sich 2025 von 70 auf 227,7 Mio. Euro erh\u00f6ht. Der starke Anstieg geht vor allem auf einen Einmaleffekt in Zusammenhang mit einer Gutschrift von Infrastrukturbenutzungsentgelt (IBE) zur\u00fcck. Aber auch ohne diesen Effekt ist das Ergebnis laut \u00d6BB auf 102 Mio. Euro gestiegen.<\/p>\n<p>Der Teilkonzern Personenverkehr hat 2025 aufgrund der Angebotsausweitung und des Fahrgastwachstums einen Anstieg der Umsatzerl\u00f6se um 8 Prozent auf 4,09 Mrd. Euro verzeichnet (2024: 3,79 Mrd. Euro). Die Gesamtertr\u00e4ge sind dadurch um 9 Prozent gestiegen. Der Gesamtaufwand hat sich um 5 Prozent auf 4,02 Mrd. Euro (2024: 3,83 Mrd. Euro) erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Anders beim G\u00fcterverkehr: Die wirtschaftliche Situation hat die Kundennachfrage ged\u00e4mpft und zu einem R\u00fcckgang des Transportvolumens gef\u00fchrt. Eine Sonderabschreibung und handels- und zollpolitische Verwerfungen im Agrarbereich haben zu einem Ergebnis von minus 135,5 Mio. Euro (2024: minus 24,5 Mio. Euro) gef\u00fchrt. Trotz der gesunkenen Transportleistung der \u00d6BB Rail Cargo Group stieg deren Umsatz um 6 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Negativ wirken sich auch l\u00e4ngere Wege wegen der vielen Baustellen auf deutschen Gleisen aus, selbiges gilt f\u00fcr die Energiepreise.<\/p>\n<p>\u201eIm Konzernergebnis spiegelt sich einerseits der erw\u00e4hnte Fahrgastzuwachs wider, jedoch ist es auch von der Wirtschaftsflaute und von der einmaligen Wertberichtigung der Rail Cargo Group gekennzeichnet. Insgesamt stehen wir als \u00d6BB Konzern operativ stabil da und investieren weiterhin konsequent in die Zukunft\u201c, so Finanzvorst\u00e4ndin Manuela Waldner.<\/p>\n<p>Das tiefrote Vorsteuerergebnis sei von einer einmaligen Wertberichtigung und Einbu\u00dfen im Agrarbereich gepr\u00e4gt. Die tr\u00fcben wirtschaftlichen Aussichten haben das \u00d6BB-Management veranlasst, k\u00fcnftige Ertrags- und Investitionsprognosen neu zu bewerten und Firmenwerte bei den Beteiligungen in Ungarn und der Agrarspedition in H\u00f6he von minus 81,1 Mio. Euro abzuschreiben. Auch ohne diesen Einmaleffekt ist das Ergebnis mit minus 54 Mio. Euro negativ geblieben.<\/p>\n<p>Die RCG setze bereits ein B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen um, um gegenzusteuern: Unter anderem werden nicht wettbewerbsf\u00e4hige Produkte eingestellt, die Auslastung nachgefragter Verbindungen gezielt erh\u00f6ht sowie die Organisation verschlankt und zukunftsfit gemacht, sodass im \u00d6BB-Konzern f\u00fcr 2026 eine Besserung der Finanzzahlen erwartet werde.<\/p>\n<p>Die Umsatzerl\u00f6se des Teilkonzerns Infrastruktur haben 1,27 Mrd. Euro betragen (2024: 1,23 Mrd. Euro), die Gesamtertr\u00e4ge des Teilkonzerns sind um 5 Prozent oder 196,3 Mio. Euro auf 4,41 Mrd. Euro (2024: 4,22 Mrd. Euro) gestiegen. Das EBT stieg um 20 Prozent auf 15,1 Mio. Euro.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Budgetkonsolidierung der Bundesregierung haben die \u00d6BB als eines der gro\u00dfen Unternehmen im Staatseigentum im Mai 2025 ein Einsparungsziel von ihrem Eigent\u00fcmer erhalten. Insgesamt wurden bzw. werden die Investitionen laut Rahmenplan 2025 bis 2030 wie berichtet um rund 300 Mio. Euro pro Jahr reduziert. Trotz Einsparungen war das Investitionsprogramm der \u00d6BB 2025 aber gut 5 Mrd. Euro schwer (davon 3,2 Mrd. Euro Rahmenplan).<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Investitionen: Die Fertigstellung der Koralmbahn, der Brenner Basistunnel, der Semmering Basistunnel und die Modernisierung der Wiener Schnellbahn-Stammstrecke, die demn\u00e4chst f\u00fcr gro\u00dfe und viele Monate lange Sperren der Hauptstrecke f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber flie\u00dft Geld in Digitalisierungsprojekte, Elektrifizierungen und Bahnhofsmodernisierungen. Im Personenverkehr wurde laut Bahn in die sukzessive Modernisierung der Flotte investiert. Im vergangenen Jahr wurden 49 neue Z\u00fcge angeschafft. (ag.)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u00d6BB erwarten 2026 mehr Fernverkehrs-, aber weniger Nahverkehrsreisende wegen S-Bahn-Sperre in Wien. Die \u00d6BB erwarten heuer im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108343,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[46,42,5459,44,43,45],"class_list":{"0":"post-108342","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-oesterreich","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bahn","11":"tag-oesterreich","12":"tag-republic-of-austria","13":"tag-republik-oesterreich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116420652813073909","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108342"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108342\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=108342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}