{"id":108459,"date":"2026-04-17T16:17:11","date_gmt":"2026-04-17T16:17:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108459\/"},"modified":"2026-04-17T16:17:11","modified_gmt":"2026-04-17T16:17:11","slug":"zusatzpension-fuer-75-der-oesterreichischen-arbeitnehmerinnen-das-aendert-sich-ab-2027","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108459\/","title":{"rendered":"Zusatzpension f\u00fcr 75 % der \u00f6sterreichischen Arbeitnehmer:innen: Das \u00e4ndert sich ab 2027"},"content":{"rendered":"<p class=\"the-post__umbrella not-prose\">Mehr Kontrolle, mehr rausholen<\/p>\n<p>Ab 2027 will die \u00f6sterreichische Bundesregierung die Altersvorsorge grundlegend umbauen. Die Abfertigung Neu soll f\u00fcr Millionen Besch\u00e4ftigte zur monatlichen Zusatzpension werden. Was dahintersteckt und warum Expert:innen zur Vorsicht raten.<\/p>\n<p>Die meisten \u00d6sterreicher:innen haben keine Zusatzpension<\/p>\n<p>Aktuell hat der Gro\u00dfteil der \u00d6sterreicher:innen nur die gesetzliche Rente zur Verf\u00fcgung: Laut Finanzmarktaufsicht haben 75 Prozent der unselbstst\u00e4ndig Erwerbst\u00e4tigen in \u00d6sterreich keinen Zugang zu einer betrieblichen Zusatzpension. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ooe.orf.at\/stories\/3349275\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Genau das soll sich mit dem neuen Generalpensionskassenvertrag ab 2027 \u00e4ndern<\/a>: Den hat die Koalition aus \u00d6VP, SP\u00d6 und NEOS jetzt auf den Weg gebracht, um die sogenannte zweite Pensionss\u00e4ule zu st\u00e4rken. Besch\u00e4ftigte sollen dadurch die M\u00f6glichkeit haben, das angesparte Guthaben aus der Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung Neu) in eine laufende monatliche Zahlung umzuwandeln.\u00a0<\/p>\n<p>Die \u201eAbfertigung Neu\u201c gilt seit 2003 in \u00d6sterreich. Jeder Arbeitgeber zahlt ab dem zweiten Besch\u00e4ftigungsmonat verpflichtend 1,53 Prozent des monatlichen Bruttogehalts (inklusive Sonderzahlungen) in eine betriebliche Vorsorgekasse ein.<\/p>\n<p>So funktioniert die neue Regel<\/p>\n<p>Das Guthaben der Abfertigung Neu wurde bisher \u00fcberwiegend als Einmalbetrag ausgezahlt, zum Beispiel beim Jobwechsel oder beim Pensionsantritt. Nur diejenigen, f\u00fcr die der Arbeitgeber schon einen Pensionskassenvertrag abgeschlossen hat, konnten ihr Guthaben bisher in eine laufende Zusatzpension umwandeln. Ab 2027 soll das f\u00fcr alle \u00f6sterreichischen Arbeitnehmer:innen m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Konkret geplant sind:<\/p>\n<p>Monatliche Auszahlung\u00a0statt Einmalbetrag im Alter<\/p>\n<p>Zusammenlegung\u00a0mehrerer Abfertigungskonten f\u00fcr einen besseren \u00dcberblick<\/p>\n<p>Standardisierte Veranlagungsmodelle\u00a0mit unterschiedlichen Risikostufen<\/p>\n<p>Transparenz bei Kosten und Ertr\u00e4gen\u00a0sowie Vergleichbarkeit zwischen Anbietern<\/p>\n<p>Zugriffsm\u00f6glichkeit im H\u00e4rtefall, wie bei l\u00e4ngerer Arbeitslosigkeit oder schwerer Krankheit<\/p>\n<p>Laut Finanzminister Markus Marterbauer wird das neue System 2027 in Kraft treten. Die gesetzliche Ausgestaltung wird momentan noch erarbeitet. Weitere Details, zum Beispiel wann man sich entscheiden muss, werden im Laufe des Jahres 2026 erwartet. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Gesetzesentwurf--1024x576.jpg\" alt=\"Gesch\u00e4ftsmann im Anzug pr\u00fcft ein Dokument am Schreibtisch, daneben steht eine Waage als Symbol f\u00fcr Recht und Gesetz.\" class=\"wp-image-49853\"  \/>Noch im April 2026 soll ein konkreter Gesetzesentwurf kommen.<\/p>\n<p>Mehr Kontrolle, aber nicht automatisch mehr Geld<\/p>\n<p>Wer das Guthaben in eine Pensionskasse \u00fcbertr\u00e4gt, kann k\u00fcnftig mitentscheiden, wie das Geld veranlagt wird. Je nach Risikobereitschaft und verbleibender Zeit bis zur Pension stehen unterschiedliche Modelle zur Auswahl. <\/p>\n<p>Wer fr\u00fch startet und bereit ist, ein h\u00f6heres Risiko einzugehen, kann langfristig mehr rausholen. Es flie\u00dft aber kein zus\u00e4tzliches Geld vom Staat oder Arbeitgeber: Die Beitr\u00e4ge bleiben unver\u00e4ndert bei 1,53 Prozent des Bruttogehalts.<\/p>\n<p>Ziel: M\u00f6glichst gut verdienen und langfristig einzahlen<\/p>\n<p>Das Ganze ist also ein guter Schritt, aber kein Geschenk vom Staat. Finanzexpert:innen fordern, dass ein Teil des Geldes in renditest\u00e4rkere Anlagen wie Aktien investiert werden darf: Das ist aktuell aber noch Zukunftsmusik. <\/p>\n<p>Wer aber \u00fcber Jahre hinweg ein gutes Gehalt verdient und konsequent einzahlt, baut automatisch ein h\u00f6heres Abfertigungsguthaben auf. Damit ist dann bald auch eine vern\u00fcnftige monatliche Zusatzpension m\u00f6glich. <\/p>\n<p>Wer wissen will, ob es beim eigenen Gehalt noch Luft nach oben gibt, ist beim <a href=\"https:\/\/www.kununu.com\/de\/insights?forms=gehalt,bewerten,kultur&amp;campaign_id=11644557024&amp;adgroup_id=114760684038&amp;ad_id=490585968856&amp;keyword_id=kwd-864965222301&amp;utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=searchbrandsalary&amp;rfr=cpc_google_searchbrandsalary_1&amp;gad_source=1&amp;gad_campaignid=11644557024&amp;gbraid=0AAAAAC1LzdvrS0kHuLmAXRL4bbuBP47t9&amp;gclid=CjwKCAjw7vzOBhBxEiwAc7WNrxq4kxhvPncZPutG2S3bsVYmO2ueOPUmZJ1P8mNIMilgUF_PvlbfhBoCLA8QAvD_BwE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">kununu Gehaltsvergleich<\/a> richtig: Wir haben die Durchschnittgeh\u00e4lter f\u00fcr Jobs, Branchen und Regionen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Kontrolle, mehr rausholen Ab 2027 will die \u00f6sterreichische Bundesregierung die Altersvorsorge grundlegend umbauen. 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