{"id":108953,"date":"2026-04-17T21:49:03","date_gmt":"2026-04-17T21:49:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108953\/"},"modified":"2026-04-17T21:49:03","modified_gmt":"2026-04-17T21:49:03","slug":"stadt-wien-ehrt-porzellankuenstlerin-ursula-klasmann-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/108953\/","title":{"rendered":"Stadt Wien ehrt Porzellank\u00fcnstlerin Ursula Klasmann"},"content":{"rendered":"<p> Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler verlieh Ursula Klasmann das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien <\/p>\n<p>Kultur- und Wissenschaftsstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler hat am Freitag die Porzellank\u00fcnstlerin Ursula Klasmann, Mitarbeiterin der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten, an ihrer Wohnadresse in Wien mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien in W\u00fcrdigung ihrer gro\u00dfen Leistungen ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte im Namen des B\u00fcrgermeisters Michael Ludwig. Bei der Ehrung nahmen Familienmitglieder und Freund*innen teil.<\/p>\n<p>Schwarz-Wei\u00df-Revolution am Porzellangeschirr<br \/>In ihrer W\u00fcrdigung betonte Stadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler vor allem die Entw\u00fcrfe der Geehrten f\u00fcr das Wiener Traditionsunternehmen \u201ePorzellanmanufaktur Augarten\u201c: \u201eUrsula Klasmann ist zweifellos eine der bedeutendsten \u00f6sterreichischen Porzellank\u00fcnstlerinnen. Als Designerin hat sie mit pr\u00e4gnanter geometrischer Ornamentik in Schwarz-Wei\u00df das Wiener Porzellandesign reformiert und die Prinzipien der Wiener Werkst\u00e4tte weitergedacht. Bis heute wirken die Porzellandesigns von Ursula Klasmann durch die wohldurchdachte unkomplizierte Sch\u00f6nheit der Formdetails. Ihre Kreationen im Feld des Porzellandesigns genie\u00dfen bis heute weltweit h\u00f6chste Anerkennung und pr\u00e4gten mehrere Jahrzehnte lang das Wiener Porzellandesign der Stadt\u201c, wie Stadtr\u00e4tin Kaup-Hasler betonte.<\/p>\n<p>Dankesworte der Geehrten<br \/>Klasmann hob in ihrer Dankesrede mit den abschlie\u00dfenden Worten hervor: \u201eEs freut mich, dass es mir gelungen ist, das gradlinige Design nach Wien zu bringen. Professor Haerdtl hat mich und mein Schaffen gepr\u00e4gt und mein Bestreben unterst\u00fctzt, das Material in meinen Designarbeiten klar herauszuarbeiten. Dem Porzellan habe ich mich verschrieben \u2013 ich freue mich \u00fcber die Ehrung der Stadt Wien f\u00fcr mein Lebenshandwerk.\u201c<\/p>\n<p>Zu Ursula Klasmann<br \/>Seit \u00fcber 80 Jahren lebt und arbeitet Ursula Klasmann in Wien. Sie wurde am 4. Dezember 1930 als Tochter einer deutsch-estnischen Familie in Tallinn geboren. Nach der Annexion Estlands durch die Sowjetunion 1940 fl\u00fcchtete die Familie im darauf folgenden Jahr \u00fcber Berlin nach Wien. Klasmann wurde in Wien Teil der Rundfunkspielschar und gestaltete Kinderstundensendungen. W\u00e4hrend der Intensivierung der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg verbrachte sie im Rahmen der Kinderlandverschickung einige Zeit in der Slowakei. Das Kriegsende erlebte sie wieder in Wien.<\/p>\n<p>Von 1950 bis 1955 studierte Klasmann an der Wiener Kunstgewerbeschule (heute: Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst) in der Klasse f\u00fcr industrielle und gewerbliche Entw\u00fcrfe beim Architekten Oswald Haerdtl. Bereits f\u00fcr ihr Diplom wurde sie mit einem W\u00fcrdigungspreis ausgezeichnet. Seit 1955 war Klasmann mehrere Jahrzehnte lang als Designerin ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Modernisierung der Produktpalette des Wiener Traditionsunternehmens \u201ePorzellanmanufaktur Augarten\u201c verantwortlich.<\/p>\n<p>Ihr 1960 auf der Triennale in Mailand pr\u00e4sentiertes gro\u00dfes Speiseservice (Form 75) wurde 1965 auf der Handwerksmesse in M\u00fcnchen preisgekr\u00f6nt. Dar\u00fcber hinaus wurden in ihrer bis 1985 w\u00e4hrenden k\u00fcnstlerischen Designt\u00e4tigkeit weitere 19 Dekore und 19 verschiedene Einzelformen in die Produktion der Porzellanmanufaktur Augarten aufgenommen. Das Polnische Institut Wien zeigte 2021 ein von Klasmann entworfenes Service in der Ausstellung \u201eMenschen in der Porzellanfabrik\u201c. Die Porzellanmanufaktur Augarten widmete ihrer langj\u00e4hrigen Designerin zum 90. Geburtstag eine Sonderausstellung im hauseigenen Museum.<\/p>\n<p> R\u00fcckfragehinweis f\u00fcr Medien   Alice Gerlach, BA MSc<br \/>Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler<br \/>Telefon: 01 4000 81191<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/presse.wien.gv.at\/presse\/2026\/04\/17\/mailto:alice.gerlach@wien.gv.at\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">alice.gerlach@wien.gv.at<\/a>    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kulturstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler verlieh Ursula Klasmann das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien Kultur- und Wissenschaftsstadtr\u00e4tin Veronica Kaup-Hasler hat&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108954,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[46,42,159,24809,39107,7477,44,34633,181,182],"class_list":{"0":"post-108953","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wien","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-design","11":"tag-ehrung","12":"tag-kaup-hasler","13":"tag-kunst-kultur","14":"tag-oesterreich","15":"tag-porzellan","16":"tag-vienna","17":"tag-wien"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116422257139932591","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108953\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=108953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}