{"id":109727,"date":"2026-04-18T10:25:06","date_gmt":"2026-04-18T10:25:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/109727\/"},"modified":"2026-04-18T10:25:06","modified_gmt":"2026-04-18T10:25:06","slug":"canons-nachtsicht-wunder-und-ein-hai-fluesterer-die-fotonews-der-woche-16-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/109727\/","title":{"rendered":"Canons Nachtsicht-Wunder und ein Hai-Fl\u00fcsterer \u2013 die Fotonews der Woche 16\/26"},"content":{"rendered":"<p>              Canons Nachtsicht-Wunder und ein Hai-Fl\u00fcsterer \u2013 die Fotonews der Woche 16\/26<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Canon-s-Night-Vision-Wonder-and-a-Shark-Whisperer-The-Photo-News-of-Week-11262815.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Wer schon einmal nachts ohne Stativ fotografiert hat, kennt das Gef\u00fchl: Man dreht die ISO hoch, das Rauschen explodiert, und am Ende sieht das Bild aus, als h\u00e4tte jemand eine Handvoll Konfetti \u00fcber die Datei gestreut. Canon hat nun eine Kamera vorgestellt, die dieses Problem auf eine geradezu physikalisch radikale Weise l\u00f6st \u2013 allerdings nicht f\u00fcr Fotografen, sondern f\u00fcr \u00dcberwachungsprofis und Wildbiologen. Aber der Reihe nach.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Das Titelbild der Ausgabe 01 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie\" height=\"1123\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 794 \/ 1123; object-fit: cover;\" width=\"794\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<\/p>\n<p>heise<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Wenn ein einzelnes Photon reicht<\/p>\n<p>Auf der NAB 2026 hat Canon die MS-510 enth\u00fcllt, eine Spezialkamera mit einem sogenannten SPAD-Sensor (Single Photon Avalanche Diode) \u2013 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Canons-Sensor-Zukunft-und-Ricohs-Schwarz-Weiss-Traum-Fotonews-der-Woche-02-2026-11144464.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wir berichteten im Januar \u00fcber die Pr\u00e4sentation eines Prototyps<\/a>. W\u00e4hrend herk\u00f6mmliche CMOS-Sensoren Licht ansammeln und dann die gesamte Ladung auslesen \u2013 wobei zwangsl\u00e4ufig auch Rauschen mitverst\u00e4rkt wird \u2013, z\u00e4hlt der SPAD-Sensor buchst\u00e4blich jedes einzelne Lichtteilchen. Trifft ein Photon auf einen Pixel, l\u00f6st es eine Elektronenlawine aus, die ein sauberes digitales Signal erzeugt. Kein Akkumulieren, kein analoges Rauschen, das sich einschleicht.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/cGtgYE8kq5M\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Die MS-510<\/a> [Video] arbeitet bei einer minimalen Motivbeleuchtung von 0,0006 Lux. Um das einzuordnen: Eine sternenklare Nacht bietet etwa 0,02 Lux, ein bedeckter Nachthimmel ohne jede k\u00fcnstliche Lichtquelle liegt bei rund 0,007 Lux. Canons neue Kamera sieht also in Dunkelheit, in der selbst Nachtsichtger\u00e4te ins Gr\u00fcbeln kommen. Dazu kommt eine verbesserte Nahinfrarot-Empfindlichkeit gegen\u00fcber dem Vorg\u00e4ngermodell MS-500.<\/p>\n<p>Bevor jetzt jemand seinen Kamerah\u00e4ndler anruft: Die MS-510 l\u00f6st mit 3,2 Megapixeln auf, liefert 1080p-Video, akzeptiert Broadcast-Objektive mit B4-Bajonett und kostet 22.800 US-Dollar. Das ist Werkzeug f\u00fcr Grenz\u00fcberwachung, Infrastruktur-Monitoring und die Beobachtung nachtaktiver Tierarten, die man nicht mit Scheinwerfern verschrecken m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Wie Richard Butler bei dpreview <a href=\"https:\/\/www.dpreview.com\/news\/6609524439\/canon-spad-sensor-clever-but-not-for-photography\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">treffend analysiert<\/a>, hat die SPAD-Technologie f\u00fcr die klassische Fotografie noch einige H\u00fcrden zu nehmen. Die Quanteneffizienz, also der Anteil des Lichts, der tats\u00e4chlich gemessen wird, unterscheidet sich nicht dramatisch von aktuellen CMOS-Sensoren. Der gro\u00dfe Vorteil des SPAD liegt im Wegfall des Ausleserauschens, das vor allem bei extremer Dunkelheit relevant ist. Bei Tageslicht dominiert ohnehin das Photonenrauschen, und dagegen hilft auch keine Elektronenlawine. Hinzu kommt der Energiehunger: Die MS-510 verbraucht als Gesamtsystem rund 24 Watt \u2013 doppelt so viel wie Canons CMOS-basierte MS-Kameras. Akkulebensdauer und W\u00e4rmemanagement in einem kompakten Kamerageh\u00e4use w\u00e4ren also echte Herausforderungen. Von der Aufl\u00f6sung ganz zu schweigen. Wer also auf einen SPAD-Sensor in einer EOS R wartet, sollte sich bequem hinsetzen, es k\u00f6nnte dauern.<\/p>\n<p>30 Jahre Ricoh GR<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Canon also in die tiefste Dunkelheit vordringt, feiert Ricoh das Licht des Alltags. <a href=\"https:\/\/news.ricoh-imaging.co.jp\/rim_info2\/2026\/20260417_041911.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Die GR-Serie wird 30 Jahre alt<\/a>, und das Unternehmen begeht das Jubil\u00e4um mit einem neuen Logo, dem Slogan \u201eForever a Snapshooter\u201c und der Ank\u00fcndigung von Fan-Events weltweit im Herbst. Ein neues Produkt gibt es nicht \u2013 was angesichts der Tatsache, dass die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/GR-IV-angekuendigt-Ricoh-praesentiert-Nachfolger-der-bekannten-Kompaktkamera-10393036.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">GR IV<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ricoh-GR-IV-Monochrome-Kompaktkamera-mit-Sensor-fuer-die-Schwarz-Weiss-Fotografie-11141855.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">GR IV Monochrome<\/a> erst k\u00fcrzlich erschienen sind, auch niemanden \u00fcberraschen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die Geschichte der GR-Serie liest sich wie eine Lektion in konsequenter Produktphilosophie. 1996 startete alles mit der filmbasierten GR1 und ihrem 28mm f\/2.8-Objektiv. 2005 kam die erste digitale GR mit einem 1\/1,8-Zoll-CCD-Sensor. Und bis heute folgt die Serie vier goldenen Regeln, wie Kazunobu Saiki, General Manager der Kamerasparte, im vergangenen Jahr gegen\u00fcber PetaPixel erkl\u00e4rte: Die GR muss immer dabei sein (Kompaktheit), schnell reagieren, hohe Bildqualit\u00e4t liefern und sich weiterentwickeln, solange die ersten drei Regeln nicht verletzt werden.<\/p>\n<p>In einer Branche im Wandel ist diese Best\u00e4ndigkeit fast schon rebellisch. Die GR ist die Kamera, die Streetfotografen in die Jackentasche stecken, die Profis als Zweitkamera sch\u00e4tzen und die Hipster auf Instagram posten, ohne zu wissen, dass sie damit eine 30-j\u00e4hrige Tradition fortf\u00fchren. Chapeau, Ricoh.<\/p>\n<p>        c&#8217;t Fotografie Zoom In abonnierenc&#8217;t Fotografie Zoom In abonnieren<\/p>\n<p class=\"text-base\">Ihr Newsletter mit exklusiven Foto-Tipps, spannenden News, Profi-Einblicken und Inspirationen \u2013 jeden Samstag neu.<\/p>\n<p>E-Mail-Adresse<\/p>\n<p id=\"input-email-help\" class=\"text-sm leading-5 text-gray-400 mb-0\">Ausf\u00fchrliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsm\u00f6glichkeiten erhalten Sie in unserer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/Datenschutzerklaerung-der-Heise-Medien-GmbH-Co-KG-4860.html#datenschutz-newsletter\" data-google-interstitial=\"false\" class=\"underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<p>Der Mann, der Haie fliegen lie\u00df<\/p>\n<p>Zum Wochenende eine <a href=\"https:\/\/youtu.be\/3W1qAkj96Sk\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Videoempfehlung<\/a>, die nichts mit Technik, aber alles mit der Kraft der Fotografie zu tun hat. Der s\u00fcdafrikanische Wildlife-Fotograf Chris Fallows war zu Gast bei \u201e60 Minutes\u201c auf CBS und sprach \u00fcber seine Karriere, die untrennbar mit den Gro\u00dfen Wei\u00dfen Haien in der False Bay bei Kapstadt verbunden ist.<\/p>\n<p>Fallows wurde ber\u00fchmt durch sein Bild \u201eAir Jaws\u201c \u2013 eine Schwarzwei\u00df-Aufnahme eines Wei\u00dfen Hais, der mit offenem Maul aus dem Wasser schie\u00dft. \u201eWir hatten schon eine Stunde lang einen Robben-Dummy geschleppt, ohne Erfolg\u201c, erz\u00e4hlt er. Dann brach ein Hai durch die Wasseroberfl\u00e4che, und Fallows dr\u00fcckte ab. Die gesamte Sequenz dauerte sieben Sekunden. \u201eEs war in der Zeit des Films. Ich konnte nicht auf die R\u00fcckseite der Kamera schauen\u201c, erinnert er sich. Das ganze Wochenende habe er gewartet, ob das Bild scharf sei. Am Montag im Labor applaudierten alle.<\/p>\n<p>Doch die Geschichte hat auch eine bittere Seite: Vor etwa zehn Jahren begann die Population der Gro\u00dfen Wei\u00dfen in der False Bay dramatisch zu schrumpfen. Wo Fallows einst 250 bis 300 Individuen pro Jahr sichtete, sind die Haie heute weitgehend verschwunden. Die Gr\u00fcnde werden noch diskutiert, aber Fallows nutzt seine Bekanntheit und die Einnahmen aus seiner Fotografie inzwischen f\u00fcr den Naturschutz. Gemeinsam mit seiner Frau Monique hat er Land in S\u00fcdafrika und Namibia erworben, um Lebensr\u00e4ume wiederherzustellen.<\/p>\n<p>\u201eAlle Lebewesen h\u00e4ngen voneinander ab\u201c, sagt Fallows. \u201eGro\u00dfe Wei\u00dfe Haie, Elefanten, L\u00f6wen, Pinguine \u2013 sie alle haben ihre eigenen kleinen Familien und \u00d6kosysteme. Behandelt sie mit Respekt.\u201c Wer etwas Zeit hat, <a href=\"https:\/\/www.cbsnews.com\/news\/how-wildlife-photographer-chris-fallows-captures-the-natural-world-60-minutes\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">findet das Interview bei CBS<\/a> \u2013 es zeigt eindrucksvoll, dass die wichtigste Eigenschaft eines Fotografen nicht die Kamera ist, sondern die Geduld, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.<\/p>\n<p>Historische Randnotiz: Als Ilford noch Kameras baute<\/p>\n<p>Und weil wir gerade bei Jubil\u00e4en und R\u00fcckblicken sind: Amateur Photographer hat diese Woche eine charmante Zeitreise durch die <a href=\"https:\/\/amateurphotographer.com\/technique\/film-photography\/classic-cameras\/you-may-know-about-ilford-film-but-did-you-know-ilford-made-cameras-and-one-of-them-is-worth-ten-thousand\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kamerageschichte von Ilford<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Ja, genau, Ilford, das Unternehmen, das die meisten nur von Filmrollen und Fotopapier kennen. Tats\u00e4chlich trug eine kleine, aber feine Reihe von Kameras den Ilford-Schriftzug, von der Magazine Hand Camera aus dem Jahr 1902 \u00fcber die legend\u00e4re Witness \u2013 Gro\u00dfbritanniens Antwort auf die Leica, heute bis zu 10.000 Pfund wert \u2013 bis zu den Sportsman-Modellen der 1950er, die f\u00fcr viele Briten der Einstieg in die \u201erichtige\u201c Fotografie waren. Hergestellt hat Ilford die meisten dieser Kameras \u00fcbrigens nicht selbst, sondern von externen Ingenieurb\u00fcros bauen lassen. Das Gesch\u00e4ftsmodell \u201eDesign hier, Fertigung dort\u201c ist also keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Wer sich f\u00fcr Fotogeschichte begeistert, sollte sich diesen wunderbaren Long Read zum Sonntagskaffee g\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:tho@heise.de\" title=\"Thomas Hoffmann\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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