{"id":111484,"date":"2026-04-19T09:52:10","date_gmt":"2026-04-19T09:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/111484\/"},"modified":"2026-04-19T09:52:10","modified_gmt":"2026-04-19T09:52:10","slug":"ezb-muss-ein-signal-senden-warum-der-neue-oelpreisschock-europas-zinswende-beschleunigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/111484\/","title":{"rendered":"EZB &#8222;muss ein Signal senden&#8220;: Warum der neue \u00d6lpreisschock Europas Zinswende beschleunigt"},"content":{"rendered":"<p>EZB &#8222;muss ein Signal senden&#8220;Warum der neue \u00d6lpreisschock Europas Zinswende beschleunigt19.04.2026, 10:25 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Stefan Schaaf<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:10 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Die-Bankenaufsicht-der-EZB-verhaengt-eine-Millionenstrafe-gegen-J-P-Morgan.webp.webp\" alt=\"Die-Bankenaufsicht-der-EZB-verhaengt-eine-Millionenstrafe-gegen-J-P-Morgan\"\/>Die EZB kann eine Inflation weit \u00fcber zwei Prozent nicht ignorieren. Um ihr Ziel der Preisstabilit\u00e4t zu sichern und nicht als &#8222;schwach&#8220; zu gelten, muss sie die Zinsen erh\u00f6hen, auch wenn dies die Wirtschaft weiter schw\u00e4cht.\u00a0Die n\u00e4chste Sitzung der EZB ist am\u00a030. April 2026. TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Steigende \u00d6l- und Gaspreise sch\u00fcren in Europa Inflations\u00e4ngste. Anders als in der Vergangenheit fehlt aber die Grundlage f\u00fcr eine breite Lohn-Preis-Spirale, da der Arbeitsmarkt zu schwach ist. Die EZB d\u00fcrfte dennoch handeln, um ihre Glaubw\u00fcrdigkeit zu wahren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wenn Peder Beck-Friis morgens in sein B\u00fcro in London kommt, schaut er neuerdings als Erstes auf den \u00d6lpreis. &#8222;Es besteht eine gro\u00dfe Unsicherheit wegen der Lage am Energiemarkt&#8220;, sagte der Europa-Volkswirt der Fondsgesellschaft Pimco vor Journalisten in der britischen Hauptstadt.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der starke Preisanstieg bei Roh\u00f6l und Erdgas hat die Inflationserwartungen deutlich ansteigen lassen und damit die Bef\u00fcrchtung, dass sich der Preisanstieg durch die ganze europ\u00e4ische Wirtschaft hindurchfrisst.<\/p>\n<p>Drohen Zweitrundeneffekte?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Angst vor solchen sogenannten Zweitrundeneffekten wie w\u00e4hrend des letzten Inflationsanstiegs der Jahre 2021 und 2022 sei jedoch \u00fcbertrieben, betont Beck-Friis. Daf\u00fcr gebe es zwei Gr\u00fcnde: Zum einen sei der Arbeitsmarkt aktuell in deutlich schlechterer Verfassung. W\u00e4hrend seinerzeit die Diskussion vom Fachkr\u00e4ftemangel dominiert wurde, droht heute wegen des schwachen Wachstums eher Arbeitslosigkeit.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Damit sinkt die Verhandlungsmacht von Arbeitnehmern f\u00fcr h\u00f6here L\u00f6hne und somit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Lohn-Preis-Spirale. Einen zweiten Grund sieht Beck-Friis darin, dass es bislang &#8222;keine starke fiskalische Reaktion&#8220; auf den Energiepreisschock gibt. Kaum ein europ\u00e4isches Land hat derzeit finanziellen Spielraum f\u00fcr gro\u00dfvolumige Hilfen wie w\u00e4hrend der Pandemie.<\/p>\n<p>Zinsen: Markt hat klare Erwartung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr den \u00d6konomen stellt sich die Frage, ob die Notenbanken &#8222;durch die Inflation hindurchschauen&#8220;, also den Anstieg als kurzfristig betrachten und die Geldpolitik unver\u00e4ndert lassen. Die Antwort des Marktes ist derzeit: nein. Marktteilnehmer rechnen mit zwei Zinserh\u00f6hungen um jeweils 25 Basispunkte der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) im laufenden Jahr. Schon f\u00fcr die n\u00e4chste EZB-Ratssitzung am 30. April &#8222;besteht die Chance f\u00fcr eine Zinserh\u00f6hung&#8220;, sagte Portfolio-Manager Konstantin Veit. &#8222;F\u00fcr Juni ist eine Zinserh\u00f6hung voll eingepreist. Dem w\u00fcrde ich nicht widersprechen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Veit verwies auf j\u00fcngste Aussagen von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane. Dieser hatte den neutralen Zins, bei dem die Geldpolitik weder expansiv noch kontraktiv wirkt, k\u00fcrzlich noch in einer Spanne von 1,75 bis 2,25 verortet. Somit w\u00e4re der aktuelle Leitzins von 2,0 Prozent in der Mitte des neutralen Bereichs. Nun hat Lane aber die Obergrenze f\u00fcr den neutralen Zins bei 2,50 Prozent verortet, sodass ein Leitzins von 2,25 Prozent noch immer neutral w\u00e4re. &#8222;Die EZB muss eine Entscheidung treffen, ob sie neutral bleiben will oder nicht&#8220;, sagte Veit. &#8222;Sie muss ein Signal senden, dass die Inflationserwartungen fest verankert bleiben.&#8220; Verankerung bedeutet, dass die Menschen mit einer mittel- bis langfristig konstanten Inflationsrate von zwei Prozent rechnen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Reaktion auf den vom Irankrieg ausgel\u00f6sten Energieschock hatte sich die Markterwartung bei der EZB von &#8222;konstant&#8220; auf &#8222;Anhebung&#8220; verschoben. F\u00fcr die US-Notenbank Fed wiederum wird statt Zinssenkungen eine konstante Geldpolitik erwartet. Die Fed m\u00fcsse die Lage aber genau beobachten, denn es besteht &#8222;das Risiko steigender Inflationserwartungen&#8220;, warnte Andrew Balls, globaler Chef-Anlagestratege bei Pimco f\u00fcr Anleihen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Artikel erschien zuerst bei <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.capital.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Capital.de.<\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EZB &#8222;muss ein Signal senden&#8220;Warum der neue \u00d6lpreisschock Europas Zinswende beschleunigt19.04.2026, 10:25 Uhr Von Stefan Schaaf Artikel anh\u00f6ren(04:10&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111485,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1870,76,75,74,3877,1311,10480,255,16882],"class_list":{"0":"post-111484","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-arbeitsmarkt","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-ezb","13":"tag-inflation","14":"tag-oelpreis","15":"tag-wirtschaft","16":"tag-zinsen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116430762499292910","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111484\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}