{"id":112530,"date":"2026-04-20T00:30:10","date_gmt":"2026-04-20T00:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/112530\/"},"modified":"2026-04-20T00:30:10","modified_gmt":"2026-04-20T00:30:10","slug":"schon-neugeborene-tragen-antibiotika-resistenzen-in-sich-resistenzgene-gegen-gaengige-antibiotika-und-notfall-mittel-bei-fast-allen-babys-nachgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/112530\/","title":{"rendered":"Schon Neugeborene tragen Antibiotika-Resistenzen in sich &#8211; Resistenzgene gegen g\u00e4ngige Antibiotika und Notfall-Mittel bei fast allen Babys nachgewiesen"},"content":{"rendered":"<p>Im Schnitt acht verschiedene Resistenzgene pro Kind<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich: Bei fast allen in der Klinik untersuchten Neugeborenen enthielten die Mekonium-Proben bakterielle Resistenzgene \u2013 im Schnitt waren es acht verschiedene solcher Gene pro Kind. Mit 98 Prozent am h\u00e4ufigsten war das Resistenzgen oqxA, mit dessen Hilfe Erreger die Antibiotika-Wirkstoffe effizienter aus ihren Zellen hinauspumpen k\u00f6nnen. 96 Prozent der Mekonium-Proben enthielten das Gen qnrS, das Bakterien vor Antibiotika aus der Klasse der Fluorchinolone sch\u00fctzt. Beide Gene machen Erreger immun gegen g\u00e4ngige Antibiotika-Wirkstoffe.<\/p>\n<p>Weitere in vielen Proben entdeckte Resistenzgenen kodierten Beta-Lactamasen, Enzyme, durch die sich Erreger vor Penicillin und andere Antibiotika mit einem sogenannten Beta-Lactamring sch\u00fctzen. Sie waren in mehr als 50 Prozent der Mekonium-Proben nachweisbar. Als bedenklich stufen die Forschenden den Nachweis von Resistenzgenen gegen Carbapeneme bei 20 Prozent der Neugeborenen ein, eine als Notfall-Antibiotika eingestufte Wirkstoffklasse.\n<\/p>\n<p>\u201eDas ist besorgniserregend\u201c<\/p>\n<p>\u201eDieses Resultat belegt, dass schon Neugeborene Antibiotika-Resistenzen in sich tragen\u201c, sagt Ftergioti. \u201eEine so fr\u00fche Pr\u00e4senz von klinische bedeutsamen Antibiotika-Resistenzen so fr\u00fch im Leben ist besorgniserregend. \u201eZwar haben wir erwartet, einige wenige Resistenzen zu finden, aber ihre hohe Zahl in der Mehrheit der Proben war \u00fcberraschend \u2013 vor allem bei den Genen, die eine Resistenz gegen Carbapeneme vermitteln.\u201c\n<\/p>\n<p>Doch woher haben die Neugeborenen diese Resistenzgene? Einen Teil der Antibiotika-Resistenzen k\u00f6nnten die Kinder durch eine Krankenhausbehandlung der Mutter w\u00e4hrend der Schwangerschaft erworben haben. Noch im Mutterleib kamen sie vermutlich mit Bakterien und deren Resistenzgenen in Kontakt. Ein weiterer Teil der Resistenzgene erhielten die Neugeborenen vermutlich in den ersten 24 Stunden nach ihrer Geburt durch Prozeduren wie Venenkatheter, wie das Team erkl\u00e4rt.\n<\/p>\n<p>\u201eUnsere Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig die \u00dcberwachung, Pr\u00e4vention und Kontrolle von Infektionen schon bei Neugeborenen in der Klinik ist\u201c, sagt Ftergioti. Weitere Forschung sei nun n\u00f6tig, um die \u00dcbertragungswege genauer zu identifizieren. (ESCMID Global 2026)\n<\/p>\n<p>Quelle: Beyond<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>20. April 2026\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Schnitt acht verschiedene Resistenzgene pro Kind Und tats\u00e4chlich: Bei fast allen in der Klinik untersuchten Neugeborenen enthielten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":112531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[4865,3184,46,42,3664,40079,124,123,125,40080,5494,44,40081,40082],"class_list":{"0":"post-112530","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-antibiotika","9":"tag-antibiotikaresistenz","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-baby","13":"tag-erreger","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-medizin","17":"tag-mekonium","18":"tag-neugeborene","19":"tag-oesterreich","20":"tag-reistenz","21":"tag-resistenzgene"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116434214910981690","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112530\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/112531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=112530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}