{"id":113563,"date":"2026-04-20T13:45:09","date_gmt":"2026-04-20T13:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/113563\/"},"modified":"2026-04-20T13:45:09","modified_gmt":"2026-04-20T13:45:09","slug":"warum-europa-beim-kampf-gegen-kinderpornografie-schlecht-aufgestellt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/113563\/","title":{"rendered":"Warum Europa beim Kampf gegen Kinderpornografie schlecht aufgestellt ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es sind Verbrechen, die zu den grausamsten dieser Zeit geh\u00f6ren: sexualisierte Gewalt gegen Kinder, dokumentiert und als Bilder und Videos ins Netz gestellt. Doch ausgerechnet beim Deliktbereich kinderpornografische Inhalte \u2013 2024 und 2025 waren es jeweils \u00fcber 40.000 registrierte F\u00e4lle \u2013 wirken Deutschland und Europa erschreckend schlecht aufgestellt. Es zeugt von einer problematischen Abh\u00e4ngigkeit, wenn BKA-Pr\u00e4sident Holger M\u00fcnch die Sorge \u00e4u\u00dfert, k\u00fcnftig k\u00f6nnten weniger Missbrauchsf\u00e4lle erkannt werden, weil Hinweise aus den USA nicht mehr wie gewohnt \u00fcbermittelt werden. Seine Formulierung: \u201eWas wir nicht kennen, k\u00f6nnen wir nicht aufkl\u00e4ren.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die unbequeme Wahrheit ist: Das ist weniger eine Frage der US-Politik als eine der europ\u00e4ischen Handlungsf\u00e4higkeit. Es liegt nicht an Donald Trump, sondern daran, dass Europa seit Jahren kein Regelwerk zustande bringt, das Kinder sch\u00fctzt und zugleich die Privatsph\u00e4re der B\u00fcrger wahrt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Worum geht es? Viele Hinweise auf kinderpornografische Inhalte erreichen deutsche Ermittler \u00fcber eine US-Stelle: das \u201eNational Center for Missing &amp; Exploited Children\u201c (NCMEC). Vereinfacht gesagt funktioniert das so: Wenn Onlinedienste verd\u00e4chtige Inhalte erkennen, melden sie sie an NCMEC, von wo aus Hinweise an Ermittlungsbeh\u00f6rden in EU-L\u00e4ndern weitergeleitet wurden. So konnten in Deutschland Ermittlungen starten, Opfer identifiziert und T\u00e4ter gestoppt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diese T\u00fcr schloss sich Anfang dieses Monats, als eine EU-Ausnahmeregelung auslief. Die hatte es Diensten wie WhatsApp oder Instagram erlaubt, Bilder oder Videos von sexuellem Kindesmissbrauch zu scannen und den Beh\u00f6rden zu melden. Die sogenannte EU-Chatkontrolle wurde aber vom Europ\u00e4ischen Parlament nicht verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Man f\u00fchlt sich an Angela Merkels Satz erinnert: \u201eDas Internet ist f\u00fcr uns alle Neuland.\u201c Nicht nur mit Blick auf die Digitalisierung, sondern weil Europa bis heute keine Antwort auf eine brutale Realit\u00e4t gefunden hat \u2013 T\u00e4ter, die sich online und vor aller Welt damit br\u00fcsten, Kinder zu missbrauchen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kritiker haben gleichzeitig einen Punkt: Was als freiwillige Kontrolle beginnt, kann zur Massen\u00fcberwachung f\u00fchren. Denn das Pr\u00fcfen privater Nachrichten greift tief in die Privatsph\u00e4re ein. Deshalb muss gelten: Europa braucht Kinderschutz im Netz, der weder \u201ealles scannen\u201c bedeutet noch \u201egar nichts mehr sehen\u201c. Daf\u00fcr braucht es schnell eine \u00dcbergangsl\u00f6sung \u2013 und dann ein dauerhaftes EU-Regelwerk mit Leitplanken. Kooperation mit den USA bleibt wichtig. Aber der Schutz von Kindern darf nicht davon abh\u00e4ngen, ob Hinweise aus dem Ausland kommen \u2013 Europa muss ihn selbst organisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sind Verbrechen, die zu den grausamsten dieser Zeit geh\u00f6ren: sexualisierte Gewalt gegen Kinder, dokumentiert und als Bilder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":113564,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[40408,76,75,74,1764,40407],"class_list":{"0":"post-113563","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-abhaengig","9":"tag-eu","10":"tag-europa","11":"tag-europe","12":"tag-kampf","13":"tag-kinderpornografie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116437340826664180","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113563","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113563"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113563\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/113564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113563"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=113563"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=113563"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}