{"id":113832,"date":"2026-04-20T16:18:07","date_gmt":"2026-04-20T16:18:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/113832\/"},"modified":"2026-04-20T16:18:07","modified_gmt":"2026-04-20T16:18:07","slug":"capgemini-reindustrialisierung-tritt-in-europa-und-den-usa-in","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/113832\/","title":{"rendered":"Capgemini \/ Reindustrialisierung tritt in Europa und den USA in &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Reindustrialisierung tritt in Europa und den USA in selektivere, strategischere Phase ein Berlin &#8212; Reindustrialisierung[1] wird zum Mainstream: 73 Prozent der gro\u00dfen europ\u00e4ischen und US-amerikanischen Unternehmen verf\u00fcgen mittlerweile \u00fcber eine Strategie oder arbeiten an einer solchen &#8211; ein Anstieg gegen\u00fcber 59 Prozent im Jahr 2024.<\/p>\n<p>Reindustrialisierung tritt in Europa und den USA in selektivere, strategischere Phase ein Berlin (ots) &#8211;<\/p>\n<p>&#8211; Reindustrialisierung[1] wird zum Mainstream: 73 Prozent der gro\u00dfen   europ\u00e4ischen und US-amerikanischen Unternehmen verf\u00fcgen mittlerweile \u00fcber eine   Strategie oder arbeiten an einer solchen &#8211; ein Anstieg gegen\u00fcber 59 Prozent im   Jahr 2024. &#8211; Geplante Investitionen sollen innerhalb der n\u00e4chsten drei Jahren bei knapp 2,5   Billionen US-Dollar liegen; im Jahr 2025 lag der Wert noch bei 4,7 Billionen   US-Dollar, was auf eine Verlagerung hin zu selektiveren, kapitaleffizienteren   Modellen hindeutet. &#8211; Langfristige strategische Vorteile \u00fcberwiegen kurzfristige Einsparungen: 86   Prozent der Unternehmen legen bei ihren Entscheidungen den Schwerpunkt auf   Marktzugang und die Widerstandsf\u00e4higkeit der Lieferkette. &#8211; KI wird zu einem zentralen Faktor f\u00fcr die Umsetzung der Reindustrialisierung;   87 Prozent der Unternehmen planen in KI und andere fortschrittliche   Technologien zu investieren, um die Kosten in Verbindung mit der   Reindustrialisierung zu reduzieren.<\/p>\n<p>Die Reindustrialisierung ist in eine reifere, diszipliniertere Phase eingetreten, da Unternehmen eine st\u00e4rkere Kontrolle \u00fcber Abh\u00e4ngigkeiten anstreben und gleichzeitig wirtschaftliche Tragf\u00e4higkeit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit aufrechterhalten wollen. Laut Ausgabe 2026[2] des Capgemini Research Institute-Berichts &#8222;The resurgence of manufacturing: Reindustrialization strategies in Europe and the US&#8220;, verf\u00fcgen mittlerweile fast drei Viertel der gro\u00dfen europ\u00e4ischen und US-amerikanischen Unternehmen \u00fcber eine entsprechende Strategie oder sind dabei, eine solche zu entwickeln. Dabei wird eine klare Verlagerung hin zu resilienten und kontrollorientierten Betriebsmodellen widergespiegelt. Gleichzeitig sind die geplanten Reindustrialisierungsinvestitionen f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Jahre stark zur\u00fcckgegangen, was eher auf einen pragmatischeren und selektiveren Ansatz bei der Kapitalallokation hindeutet als auf geringere Ambitionen. Unternehmen passen nun ihre Produktions- und Lieferkettenpr\u00e4senz an, um kritische Abh\u00e4ngigkeitsrisiken zu begrenzen und gleichzeitig die Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch hybride Strategien im Inland, im Nearshore- und Friendshore-Bereich zu erhalten, die zunehmend durch Automatisierung und KI erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen der Reindustrialisierung sind nicht in allen Sektoren gleich. Am ausgepr\u00e4gtesten ist der Wandel in produktionsintensiven und strategisch kritischen Branchen wie der Automobilindustrie, Elektronik, der Halbleiterindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt und der Verteidigungsindustrie, wo Abh\u00e4ngigkeitsrisiken, Risiken in der Lieferkette und \u00dcberlegungen zum Marktzugang am akutesten sind. Diese Branchen treiben den \u00dcbergang von einer gro\u00df angelegten Expansion hin zu selektiveren, technologiegest\u00fctzten Industriemodellen voran.<\/p>\n<p>&#8222;Angesichts wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten tritt die Reindustrialisierung in eine neue, reifere Phase ein &#8211; klar ausgerichtet auf Resilienz, Souver\u00e4nit\u00e4t und langfristige Wettbewerbsf\u00e4higkeit&#8220; , sagt Dr. Michael Schulte, CEO von Capgemini Engineering und Mitglied des Group Executive Boards von Capgemini. &#8222;Reindustrialisierung bedeutet heute, regional ausgewogene \u00d6kosysteme aufzubauen, die kritische Abh\u00e4ngigkeiten reduzieren. Dies geht einher mit einem pragmatischen Investitionsansatz, der flexiblere und kapitaleffizientere Modelle f\u00f6rdert. Die Zielrichtung ist eindeutig &#8211; der Erfolg wird jedoch von der Umsetzung abh\u00e4ngen: von Entscheidungen mit Fokus auf langfristigen Erfolg sowie vom konsequenten Aufbau digitaler und personeller Grundlagen f\u00fcr nachhaltige industrielle St\u00e4rke.&#8220;<\/p>\n<p>Mit zunehmender Reife der Strategien zeichnen sich vielf\u00e4ltige regionale Wege ab<\/p>\n<p>Die Umfrage von 2026 zeigt, dass Unternehmen zunehmend vielf\u00e4ltige, hybride Reindustrialisierungsans\u00e4tze bevorzugen. Sie sind auf regionale Gegebenheiten zugeschnitten, anstatt sich auf ein einziges Modell zu konzentrieren. Dies zeigt sich insbesondere an der Bedeutung von Friendshoring in Kontinentaleuropa. Es wird von 64 Prozent der Unternehmen genannt wird und markiert eine klare Verlagerung hin zu Fertigungs- und Lieferketten bei Verb\u00fcndeten zur Steuerung strategischer Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>Reshoring-Aktivit\u00e4ten in den USA nehmen zu: Fast die H\u00e4lfte (48 %) der Unternehmen investiert, gegen\u00fcber 30 Prozent im Jahr 2025, w\u00e4hrend weiterhin beachtliche 42 Prozent in Nearshoring investieren. Innerhalb Europas geht das Nearshoring gegen\u00fcber dem Niveau von 2025 zur\u00fcck (von 55 % auf 39 %), w\u00e4hrend das Reshoring moderater zunimmt (von 34 % auf 42 %), was strukturellen Kostendruck und regulatorische Komplexit\u00e4t widerspiegelt.<\/p>\n<p>Die Unternehmen stellen gem\u00e4\u00df Studienergebnissen ihr Engagement in China neu auf, gleichzeitig verst\u00e4rken sie ihre Pr\u00e4senz in Indien, dicht gefolgt von Vietnam, Mexiko und Kanada. Das unterstreicht eine umfassendere Neugestaltung globaler Lieferketten rund um diversifizierte \u00d6kosysteme unterstreicht. Auch die USA ziehen vermehrt ausl\u00e4ndische Investitionen an, wobei eine gro\u00dfe Mehrheit (fast 85 %) der in der EU ans\u00e4ssigen Unternehmen in die US-Fertigung investiert, um vom direkten Marktzugang zu profitieren und die Handelspolitik zu meistern. Gleichzeitig planen rund zwei Drittel der Unternehmen (64 %), ihre Investitionen in China in den n\u00e4chsten drei Jahren beizubehalten oder zu erh\u00f6hen, was eine pragmatische Neuausrichtung der Betriebsabl\u00e4ufe und Lieferketten \u00fcber Branchen und M\u00e4rkte hinweg unterstreicht.<\/p>\n<p>Selektive Investitionen und langfristiger Wert haben Vorrang vor skalierungsorientierter Expansion<\/p>\n<p>Unternehmen in unkritischen Branchen bevorzugen zunehmend flexiblere Alternativen, um den Zugang zu industriellen Kapazit\u00e4ten vom Besitz von Anlagen und Greenfield-Projekten zu entkoppeln. Sie wenden sich zunehmend Modellen wie Multi-Produkt-Fertigungsanlagen, Partnerschaften in der Auftragsfertigung und gemeinsamer Infrastruktur zu, um strategische Kontrolle zu bewahren und gleichzeitig die Kapitalintensit\u00e4t zu begrenzen.<\/p>\n<p>Die Studie stellt ferner fest, dass Entscheidungen zur Reindustrialisierung aus einer ganzheitlicheren wirtschaftlichen Perspektive bewertet werden. Eine klare Mehrheit der Unternehmen gibt an, dass die Widerstandsf\u00e4higkeit der Lieferkette Entscheidungen zur Reindustrialisierung rechtfertigt, verbunden mit hohen Erwartungen an das Umsatzwachstum in den n\u00e4chsten drei Jahren. Fast acht von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass Skaleneffekte die St\u00fcckkosten im Laufe der Zeit senken werden, was eine Verlagerung hin zu langfristigem strategischem Wert gegen\u00fcber kurzfristigen Einsparungen unterstreicht.<\/p>\n<p>Technologie, insbesondere KI, wirkt als Katalysator<\/p>\n<p>Technologie spielt eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der nachhaltigen Umsetzung einer effektiven Reindustrialisierung. Die Studie stellt fest, dass eine gro\u00dfe Mehrheit (87 %) der Unternehmen plant, in fortschrittliche Fertigungstechnologien zu investieren, insbesondere in KI, Automatisierung und digitale Zwillinge. H\u00f6here Produktionskosten in der N\u00e4he der Endm\u00e4rkte sollen so ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>KI, einschlie\u00dflich generativer und agentischer KI, wird als unerl\u00e4sslich angesehen, um die Effizienz zu steigern. Anwendungsf\u00e4lle, die f\u00fcr die Umsetzung entscheidend sind, konzentrieren sich auf Bereiche wie Produktionsplanung und -optimierung, Risikomodellierung in der Lieferkette sowie Standortauswahl, wo KI eine schnellere und fundiertere industrielle Entscheidungsfindung direkt unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Der Fachkr\u00e4ftemangel bleibt jedoch f\u00fcr eine gro\u00dfe Mehrheit ein h\u00e4ufiges Hindernis bei der Ausweitung der Reindustrialisierung. Dies gilt insbesondere bei Kompetenzen in den Bereichen fortschrittliche Fertigungstechnik, Automatisierung, KI und digitale Technologien, was die Notwendigkeit unterstreicht, den Technologieeinsatz mit der Transformation der Belegschaft in Einklang zu bringen.<\/p>\n<p>Methodik<\/p>\n<p>Vom 2. Januar bis zum 3. Februar 2026 befragte das Capgemini Research Institute 1.208 F\u00fchrungskr\u00e4fte in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von \u00fcber 1 Milliarde US-Dollar (bzw. 500 Millionen US-Dollar im Verteidigungssektor) in den USA, Gro\u00dfbritannien und Kontinentaleuropa (Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, den nordischen L\u00e4ndern und Spanien). Die befragten Unternehmen sind in 13 Schl\u00fcsselbranchen t\u00e4tig. Die befragten F\u00fchrungskr\u00e4fte sind auf Direktorenebene t\u00e4tig und arbeiten in verschiedenen gesch\u00e4fts-, technologie- und fertigungsbezogenen Funktionen. Zus\u00e4tzlich zur Umfrage befragte das Capgemini Research Institute auch F\u00fchrungskr\u00e4fte und Experten aus den Bereichen Lieferkette und Fertigung in gro\u00dfen globalen Unternehmen.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden durch umfangreiche Sekund\u00e4rrecherchen validiert, wobei Informationen bis zum 26. M\u00e4rz 2026 einbezogen wurden; sp\u00e4tere \u00c4nderungen sind m\u00f6glicherweise nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Studienband zum Donwload: https:\/\/ots.de\/XyuqET<\/p>\n<p>Definitionen der im Bericht verwendeten Schl\u00fcsselbegriffe:<\/p>\n<p>&#8211; Friendshoring: Verlagerung eines Teils der   Fertigungs-\/Produktions-\/Lieferantenbasis\/Dienstleister in L\u00e4nder, die   geopolitische oder Handelspartner des Heimatlandes des Unternehmens sind &#8211; Nearshoring: Verlagerung eines Teils der   Fertigungs-\/Produktions-\/Lieferantenbasis\/Dienstleister in ein nahegelegenes   oder benachbartes Land. &#8211; Reshoring: R\u00fcckverlagerung eines Teils der   Fertigungs-\/Produktions-\/Lieferantenbasis\/Dienstleister zur\u00fcck in den   Binnenmarkt des Landes mit dem Unternehmenshauptsitz.<\/p>\n<p>\u00dcber Capgemini<\/p>\n<p>Capgemini ist ein globaler Partner f\u00fcr die KI-gest\u00fctzte Gesch\u00e4fts- sowie Technologietransformation. Das Unternehmen schafft messbaren Mehrwert f\u00fcr seine Kunden, indem es die Zukunft von Organisationen gestaltet und im Zusammenspiel von KI, Technologie sowie dem Mensch Realit\u00e4t werden l\u00e4sst. Seit fast 60 Jahren steht Capgemini f\u00fcr Verantwortung wie auch Vielfalt und besch\u00e4ftigt \u00fcber 420.000 Mitarbeitende in mehr als 50 L\u00e4ndern. Das End-to-End-Leistungsspektrum gr\u00fcndet auf einer umfangreichen Branchenexpertise, einem starken Partner-\u00d6kosystem sowie Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Technologie, Design, Engineering und Operations. Die Gruppe erzielte 2025 einen weltweiten Umsatz von 22,5 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Make it real | http:\/\/www.capgemini.com\/de<\/p>\n<p>[1] Reindustrialisierung gem\u00e4\u00df der Definition im Bericht: Neugestaltung globaler Lieferketten und Fertigungskapazit\u00e4ten, oft mit dem Ziel, diese n\u00e4her an die heimischen M\u00e4rkte heranzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>[2] Die weltweite Umfrage wurde zwischen Januar und Februar 2026 durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse wurden durch umfangreiche Sekund\u00e4rrecherchen validiert, wobei Informationen bis zum 26. M\u00e4rz 2026 einbezogen wurden; sp\u00e4tere \u00c4nderungen sind m\u00f6glicherweise nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Achim Schreiber Tel.: 069 9515-1281 E-Mail: mailto:achim.schreiber@capgemini.com<\/p>\n<p>Weiteres Material: http:\/\/presseportal.de\/pm\/16952\/6259220 OTS:               Capgemini<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reindustrialisierung tritt in Europa und den USA in selektivere, strategischere Phase ein Berlin &#8212; Reindustrialisierung[1] wird zum Mainstream:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":101736,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[245,40468,76,75,74,40471,26394,14517,40469,40470,9248,439],"class_list":{"0":"post-113832","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-berlin","9":"tag-capgemini","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-mainstream","14":"tag-ots","15":"tag-phase","16":"tag-reindustrialisierung","17":"tag-reindustrialisierung1","18":"tag-us-amerikanischen","19":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116437942760067275","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113832","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=113832"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/113832\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101736"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=113832"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=113832"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=113832"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}