{"id":114037,"date":"2026-04-20T18:25:07","date_gmt":"2026-04-20T18:25:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114037\/"},"modified":"2026-04-20T18:25:07","modified_gmt":"2026-04-20T18:25:07","slug":"muenchner-privatsender-charivari-kuendigt-zahlreichen-mitarbeitern-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114037\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Privatsender Charivari k\u00fcndigt zahlreichen Mitarbeitern &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Beim Privatradio 95.5 Charivari <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> sind zahlreiche K\u00fcndigungen ausgesprochen worden. Betroffen sind nach Angaben von Mitarbeitern weite Teile der Redaktion sowie Produktion und Online. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Till Coenen wollte die Zahl der Betroffenen auf Anfrage nicht nennen. Er sagte lediglich, es gebe \u201evor allem wirtschaftliche Gr\u00fcnde und strategische Gr\u00fcnde\u201c daf\u00fcr, sich von einem Teil der rund 35 Besch\u00e4ftigten zu trennen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Radio\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Radio<\/a> Charivari spielt vor allem Hits der Achtziger, Neunziger und Zweitausender, ist stark lokal positioniert und konkurriert in M\u00fcnchen direkt mit Sendern wie Radio Gong oder Bayern 3. Die K\u00fcndigungen h\u00e4tten viele im Team hart getroffen, berichten Angestellte. Noch kurz zuvor seien intern positive Zahlen kommuniziert worden. Ein Mitarbeiter sagte, die K\u00fcndigungswelle sei \u201ekomplett \u00fcberraschend\u201c gekommen; es habe keinerlei erkennbare Vorbereitung auf einen so tiefen Umbruch gegeben. Eine Redakteurin schilderte, im Team habe man den Eindruck gehabt, der Sender sei \u201eeigentlich auf einem guten Weg\u201c gewesen. \u201eDer Schock sitzt immer noch tief\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Beide Gespr\u00e4chspartner, die aus Sorge vor pers\u00f6nlichen Nachteilen anonym bleiben m\u00f6chten, beschreiben das Vorgehen der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung als ungew\u00f6hnlich hart. Aus ihrer Sicht gehe mit dem Personalabbau gerade jene lokale Kompetenz verloren, die einen M\u00fcnchner Radiosender ausmache. \u201eDie ganzen lokal gepr\u00e4gten Inhalte, das war ja eigentlich unsere St\u00e4rke\u201c, sagte eine Mitarbeiterin. Ein anderer Mitarbeiter fragte: \u201eWas wollen die denn machen au\u00dfer Musik ohne Redaktion?\u201c Der Wert eines Lokalsenders liege gerade darin, Themen aus Stadt und Region selbst zu recherchieren und zu setzen. Gegen die K\u00fcndigungen wollen sich Besch\u00e4ftigte nach SZ-Informationen juristisch wehren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Coenen bestreitet nicht, dass sich das Arbeitsmodell des Senders grundlegend ver\u00e4ndern soll. Auf die Frage, wie Charivari ohne eigene lokale Redaktion weiterarbeiten wolle, verwies er auf Kooperationen und bestehende Zulieferstrukturen. Es gebe Pools, aus denen Sender Material beziehen k\u00f6nnten; als Beispiel nannte er die Gesellschaft f\u00fcr Bayerische Lokalradioprogramme (BLR), die Informationen und Korrespondentenleistungen bereitstelle. \u201eEinen Termin, auf dem von drei verschiedenen Medien jeweils ein Vertreter da ist, kann auch einer \u00fcbernehmen\u201c, sagte Coenen. \u201eDann teilt man die Inhalte.\u201c N\u00e4here Angaben zur k\u00fcnftigen Struktur machte er nicht. \u201eVielleicht finden wir zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt eine M\u00f6glichkeit, ins Detail zu gehen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auf die Frage, ob H\u00f6rerinnen, H\u00f6rer und Werbekunden die Ver\u00e4nderungen bemerken oder entt\u00e4uscht reagieren k\u00f6nnten, lie\u00df Coenen keine besondere Sorge erkennen. Die Besch\u00e4ftigten sehen das allerdings v\u00f6llig anders. Wenn lokale Recherche, redaktionelle Planung und ein Teil der Produktion wegfielen, verliere das Programm zwangsl\u00e4ufig an Substanz. Die Sorge im Haus ist offenbar nicht nur, dass Stellen gestrichen werden, sondern dass ein lokaler Sender sein eigentliches Profil einb\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Fall verweist auf ein Grundproblem der Branche. Private Radiosender stehen seit Jahren wirtschaftlich unter Druck: Werbegelder wandern zu Plattformen wie Google, Meta oder Amazon, lokale Kunden reagieren empfindlich auf Konjunkturschw\u00e4chen, zugleich steigen die Kosten f\u00fcr Personal, Technik, Musikrechte, Streaming, Apps und DAB+.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass auch Charivari sich diesem Druck nicht entziehen kann, bestreitet intern offenbar niemand. Unverst\u00e4ndlich sei aus Sicht der Mitarbeiter aber die H\u00e4rte des Vorgehens. Gerade in M\u00fcnchen, sagen sie, sei ein solcher Kahlschlag schwer nachzuvollziehen. Denn Charivari sei nicht nur ein weiterer Musiksender, sondern f\u00fcr viele H\u00f6rer auch eine lokale Stimme der Stadt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Privatradio 95.5 Charivari M\u00fcnchen sind zahlreiche K\u00fcndigungen ausgesprochen worden. Betroffen sind nach Angaben von Mitarbeitern weite Teile&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":114038,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[46,42,147,17625,279,153,154,44,3099,1076,148,40517],"class_list":{"0":"post-114037","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-entertainment","11":"tag-leben-und-gesellschaft-in-muenchen","12":"tag-muenchen","13":"tag-music","14":"tag-musik","15":"tag-oesterreich","16":"tag-radio","17":"tag-sueddeutsche-zeitung","18":"tag-unterhaltung","19":"tag-wirtschaft-in-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116438441886194244","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114037","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114037"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114037\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/114038"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}