{"id":114631,"date":"2026-04-21T02:35:07","date_gmt":"2026-04-21T02:35:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114631\/"},"modified":"2026-04-21T02:35:07","modified_gmt":"2026-04-21T02:35:07","slug":"e-autos-aus-china-chinesische-marken-draengen-nach-deutschland-und-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114631\/","title":{"rendered":"E-Autos aus China: Chinesische Marken dr\u00e4ngen nach Deutschland und Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Chinesische Automarken gewinnen in Deutschland und <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/europa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Europa<\/a> immer mehr an Boden. Im ersten Quartal waren sie f\u00fcr rund 3,1 Prozent der Neuzulassungen in Deutschland verantwortlich, wie sich aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes ablesen l\u00e4sst. Das ist zwar nur ein kleiner Anteil, doch er w\u00e4chst schnell: Im Gesamtjahr 2025 waren es 2,4 Prozent, 2024 erst 1,7 Prozent.\u00a0\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2026-04\/autoindustrie-absatz-bmw-volkswagen-mercedes-china\" data-ct-label=\"Wirtschaftskrise: Deutsche Autohersteller starten mit Verkaufsminus ins Jahr 2026\" data-uuid=\"9e2016af-ccee-4ee9-94ee-724d744365d0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Wirtschaftskrise:<br \/>\n                        Deutsche Autohersteller starten mit Verkaufsminus ins Jahr 2026<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2026-03\/fahrzeugsicherheit-autos-technologie-risiken\" data-ct-label=\"Fahrzeugsicherheit: Die Feuerwehr will das Auto \u00f6ffnen. Aber da ist kein T\u00fcrgriff\" data-uuid=\"de49b9a0-6900-4b18-bfa2-508d147a0caf\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Fahrzeugsicherheit:<br \/>\n                        Die Feuerwehr will das Auto \u00f6ffnen. Aber da ist kein T\u00fcrgriff<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2026-04\/eu-indien-freihandelsabkommen-autoindustrie-absatzmarkt\" data-ct-label=\"EU-Indien-Freihandelsabkommen: In Indien haben es deutsche Autos schwer\" data-uuid=\"45aa4c12-ef8d-4bb3-b080-10d21676275f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        EU-Indien-Freihandelsabkommen:<br \/>\n                        In Indien haben es deutsche Autos schwer<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor allem zwei Marken liegen aktuell vorne: BYD und MG Rowe, die im ersten Quartal zusammen deutlich mehr als die H\u00e4lfte der chinesischen Neuzulassungen in Deutschland ausmachen. Europ\u00e4ische Marken in chinesischer Hand wie <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/volvo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volvo<\/a> oder Smart sind dabei nicht mitgez\u00e4hlt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auf EU-Ebene sind die chinesischen Marken noch st\u00e4rker. Die Zahlen des Branchenverbandes ACEA f\u00fcr Januar und Februar &#8211; M\u00e4rz liegt noch nicht vor &#8211; zeigen alleine f\u00fcr BYD einen Marktanteil von 1,8 Prozent und f\u00fcr die MG-Mutter SAIC, zu der auch noch Maxus geh\u00f6rt, 1,9 Prozent.\u00a0\n<\/p>\n<p>        H\u00e4ndlernetze schieben den Absatz an        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abDie machen unheimlich Druck\u00bb, sagt Stefan Reindl, Chef des Instituts f\u00fcr Automobilwirtschaft in Geislingen. Ein zentrales Element dabei ist der Autohandel, denn einige chinesischen Marken haben inzwischen relevante und schnell wachsende H\u00e4ndlernetze aufgebaut. 180 Standorte waren es vor einigen Wochen bei MR Roewe, rund 155 bei BYD und inzwischen k\u00f6nnten es schon mehr sein, sagt Reindl. Dazu kommt die Firma Leapmotor, die durch eine Kooperation mit Stellantis inzwischen auf etwa 120 Standorte kommt. \u00abDie Marken haben erkannt, dass es f\u00fcr Erfolg in Deutschland ein H\u00e4ndlernetz braucht, zur Sichtbarkeit und f\u00fcr Beratungsm\u00f6glichkeiten vor Ort.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Burkhard Weller, dessen Wellergruppe mit 42 Standorten zu den gro\u00dfen deutschen Autoh\u00e4ndlern geh\u00f6rt, hat zus\u00e4tzlich zu seinen Hauptmarken BMW und Toyota inzwischen an 12 Standorten BYD und an 10 Standorten MG Rowe im Angebot. \u00abWir sind sehr zufrieden\u00bb, sagt er. \u00abDer Absatz l\u00e4uft gut, die Kunden kommen sehr bewusst zu uns und haben sich in der Regel auch schon intensiv mit den chinesischen Marken besch\u00e4ftigt.\u00bb Beide Marken seien auf ihn zugekommen. \u00abWir haben uns das genau angeschaut und sind \u00fcberzeugt, die richtigen an Bord zu haben.\u00bb Auch andere gro\u00dfe Gruppen haben BYD oder MG ins Portfolio aufgenommen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Nicht alle werden bleiben        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Aussichten auf weiteres Wachstum sind f\u00fcr die st\u00e4rkeren chinesischen Marken in Deutschland also durchaus gut. Reindl geht davon aus, dass sich nicht alle, die aktuell hierzulande antreten, etablieren werden. \u00abEher f\u00fcnf bis sechs Marken &#8211; mit einem Marktanteil von insgesamt vielleicht acht bis zehn Prozent\u00bb, erwartet er. Der Deutsche Markt sei anspruchsvoll und wettbewerbsintensiv &#8211; und man d\u00fcrfe die hohe Loyalit\u00e4t und Pr\u00e4ferenz zugunsten heimischer Marken nicht untersch\u00e4tzen. Einen Teil ihres aktuellen Wachstums verdankten die Marken zudem hohen Eigenzulassungen auf den Handel und Verk\u00e4ufen an Autovermieter mit Hilfe hoher Preisnachl\u00e4sse. Zu solchen Mitteln greifen Autohersteller, um den Absatz anzuschieben. Sie sind aber teuer.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Stra\u00dfenbild sind chinesische Marken noch recht selten. Von den 49,5 Millionen Autos, die hierzulande am 1. Januar zugelassen waren, stellen sie nur 131.000 &#8211; das sind 0,26 Prozent. Die Tendenz ist aber schnell steigend.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Harter Wettbewerb auf dem Heimatmarkt        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/china\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> selbst w\u00e4chst der Druck auf die Autohersteller, Fahrzeuge im Ausland abzusetzen. Der heimische Markt bleibt hart umk\u00e4mpft, Preisschlachten unter den Herstellern zehren an den Margen. Umso st\u00e4rker boomt das Exportgesch\u00e4ft, vor allem bei elektrifizierten Fahrzeugen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im M\u00e4rz verschifften chinesische Autobauer laut dem chinesischen Branchenverband CPCA rund 349.000 Elektro- und Hybridautos ins Ausland, ein Plus von knapp 140 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. \u00abChinesische Autohersteller haben in Deutschland deutliche Fortschritte gemacht, und ein weiteres Vordringen ist zu erwarten\u00bb, sagt Cui Dongshu, Generalsekret\u00e4r des CPCA.\n<\/p>\n<p>        Krieg im Nahen Osten sorgt f\u00fcr R\u00fcckenwind        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Unruhen im Nahen Osten k\u00f6nnten den Trend zus\u00e4tzlich beschleunigen. \u00abDie Verwerfungen an den Energiem\u00e4rkten haben die Nachfrage nach Elektromobilit\u00e4t global befeuert, gerade auch in Europa und Deutschland\u00bb, meint Peter Fintl, Autoexperte bei der Technologieberatung Capgemini. \u00abDer \u00d6lpreis \u00f6ffnet die T\u00fcr, das bessere Produkt h\u00e4lt sie offen.\u00bb Gemeint ist aus seiner Sicht, dass die Modelle sp\u00fcrbar besser geworden sind und K\u00e4ufer heute deutlich mehr Elektroauto f\u00fcrs Geld bekommen als noch vor zwei Jahren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch Nicola Borgo von der Beratung Arthur D. Little sieht eine verbesserte Ausgangsposition chinesischer Anbieter: Steigende \u00d6lpreise beschleunigten die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, w\u00e4hrend europ\u00e4ische Produzenten gleichzeitig unter erh\u00f6htem Kostendruck st\u00fcnden.\n<\/p>\n<p>        Pekinger Automesse zeigt Neuheiten        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Neue Modelle und Expansionspl\u00e4ne d\u00fcrften in dieser Woche auch auf der Pekinger Automesse Auto China 2026 eine gro\u00dfe Rolle spielen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Was bremst, sind zwar die seit 2024 geltenden EU-Zusatzz\u00f6lle auf E-Autos aus China. Bislang scheinen sie den Vormarsch chinesischer Marken in Europa aber nicht gestoppt zu haben. Zugleich treiben einige Hersteller ihre Produktion in Europa voran. Ein Trend, den auch Branchenexperte Ferdinand Dudenh\u00f6ffer beobachtet. \u00abDie Dominanz von China wird in den n\u00e4chsten Jahren &#8222;exportiert&#8220; werden\u00bb, schreibt er in einer aktuellen Studie. \u00abEs ist ein \u00e4hnliches Modell, wie das der Japaner vor 50 Jahren oder der Deutschen vor 70 Jahren.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies (SPD), der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, hat unterdessen bereits eine weitere Option ins Spiel gebracht: den Bau von chinesischen Autos in den deutschen VW-Werken. Man k\u00f6nne nicht verhindern,\u00a0dass chinesische Autobauer verst\u00e4rkt in den europ\u00e4ischen Markt dr\u00e4ngen, sagte er der \u00abNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00bb.\u00a0F\u00fcr ihn stehe aber auch im Fokus, die Besch\u00e4ftigung in deutschen VW-Werken zu sichern und Produktionsst\u00e4tten auszulasten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Derweil bringen sich in China bereits weitere Hersteller f\u00fcr den Markteintritt in Deutschland in Stellung. Experte Fintl erwartet keinen pl\u00f6tzlichen Umbruch, sondern eine schrittweise Verschiebung: \u00abNicht als Tsunami, sondern als steigende Flut. Langsamer, als in China erhofft wird, aber nachhaltiger und kraftvoller, als man in Wolfsburg, Paris oder Turin f\u00fcrchtet.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260421-930-971322\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Chinesische Automarken gewinnen in Deutschland und Europa immer mehr an Boden. 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