{"id":114728,"date":"2026-04-21T04:10:11","date_gmt":"2026-04-21T04:10:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114728\/"},"modified":"2026-04-21T04:10:11","modified_gmt":"2026-04-21T04:10:11","slug":"blaupause-fuer-europa-energiezukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/114728\/","title":{"rendered":"Blaupause f\u00fcr Europa &#8211; energiezukunft"},"content":{"rendered":"<p>20.04.2026 \u2013 Nachdem die EU in der letzten Woche gr\u00fcnes Licht gegeben hatte, stellte Bundesumweltminister Carsten Schneider am Freitag die Eckpunkte f\u00fcr das F\u00f6rderprogramm zur Wiedervern\u00e4ssung von trockengelegten Moorfl\u00e4chen vor. Bis Ende 2029 stellt die Bundesregierung daf\u00fcr rund 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Das Bundesumweltministerium rechnet mit erheblichem Interesse aus Land- und Forstwirtschaft, denn trockengelegte Moorb\u00f6den lassen sich auf Dauer nicht gut bewirtschaften.<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderprogramm f\u00f6rdert Planung und Durchf\u00fchrung der Wiedervern\u00e4ssung und kompensiert erstmals auch Ertragsverluste f\u00fcr Landwirte und Wertverluste der Grundst\u00fccke f\u00fcr Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt es den Aufbau neuer Wertsch\u00f6pfungsketten und Produkte aus Pflanzen, die im Moor wachsen: von Fasern f\u00fcr Papiere und Kartonagen \u00fcber D\u00e4mmmaterialen bis zu Baumaterialien und vieles\u00a0mehr. Fachleute sprechen von Paludi-Kultur, benannt nach dem lateinischen Wort palus\u00a0f\u00fcr Sumpf. Diese Form der Landnutzung soll jetzt auf weiten Teilen der entw\u00e4sserten\u00a0Moorb\u00f6den in Deutschland m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderangebot setzt auf Freiwilligkeit. Es untergliedert sich in vier Module, die die jeweiligen Schritte bei der Wiedervern\u00e4ssung und dem Aufbau von nassen Bewirtschaftungsformen abbilden. F\u00f6rderinteressierte k\u00f6nnen in der Regel jedes Modul einzeln beantragen\u00a0und erhalten bis zu 100 Prozent Zuschuss f\u00fcr die Wiedervern\u00e4ssung von Moorb\u00f6den und die\u00a0Umsetzung wirtschaftlich tragf\u00e4higer, klimafreundlicher Nutzungsformen.\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem jetzt bewilligten F\u00f6rdervolumen k\u00f6nnten bis 2030 etwa 90.000 Hektar Land wiedervern\u00e4sst bzw. damit begonnen werden. Laut Umweltminister Schneider unterst\u00fctzen das Landwirtschaftsministerium, der Bauernverband und auch die Waldverb\u00e4nde das Vorhaben. Er betonte auch, dass es nicht um Stilllegung landwirtschaftlicher Fl\u00e4chen gehe. \u201eWir schlagen kein Ordnungsrecht vor, sondern Planungssicherheit, gezielte Anreize, faire Angebote und ein gemeinsames Vorgehen mit den Landnutzern. Dabei ist klar: Gerade die nasse Landwirtschaft ist eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung. Mit dieser F\u00f6rderung betreten wir Neuland\u201c, sagte er in bei der Vorstellung des Programms. Deutschland sei damit Pionier in der EU, deshalb habe auch die beihilferechtliche Pr\u00fcfung seitens der EU etwas gedauert. Es k\u00f6nne nun als Blaupause f\u00fcr andere EU-Staaten dienen.<\/p>\n<p>Starten wird das F\u00f6rderprogramm mit einigen gro\u00dffl\u00e4chigen modellhaften Vorhaben \u2013 Leuchtturmregionen \u2013 ab mindestens 5.000 Hektar Moorbodenfl\u00e4che, mit denen in verschiedenen Moorregionen die Neuausrichtung hin zu klimavertr\u00e4glichen Bewirtschaftungsweisen unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderangebote richten sich an alle, die f\u00fcr eine dauerhafte Wiedervern\u00e4ssung land- und\u00a0forstwirtschaftlich genutzter Moorb\u00f6den zusammenwirken m\u00fcssen: Eigent\u00fcmer,\u00a0Bewirtschafter, Wasser- und Bodenverb\u00e4nde. Erstmals werden Fl\u00e4cheneigent\u00fcmer, Wasser- und Bodenverb\u00e4nde sowie Fl\u00e4chenbewirtschafter gleichzeitig\u00a0angesprochen.\u00a0<\/p>\n<p>In K\u00fcrze wird die\u00a0Landwirtschaftliche Rentenbank einen F\u00f6rderaufruf starten. Gleichzeitig werden die\u00a0Moormanager und Regionalagenturen f\u00fcr den Nat\u00fcrlichen Klimaschutz in den L\u00e4ndern geschult, um als Ansprechpartner und Lotse f\u00fcr F\u00f6rderinteressenten zur Verf\u00fcgung zu stehen. F\u00fcr die weiteren Module des F\u00f6rderprogramms f\u00fchrt die Landwirtschaftliche\u00a0Rentenbank in den n\u00e4chsten Monaten spezielle Informationsveranstaltungen durch.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Wahrscheinlich gr\u00f6\u00dfter Beitrag zur Wiederherstellung der Natur<\/p>\n<p>Bundesumweltminister Schneider bezeichnete das Programm \u201eals wahrscheinlich gr\u00f6\u00dften Beitrag zur Wiederherstellung der Natur, den wir in den letzten Jahrzehnten hier in Deutschland gesehen haben\u201c. \u00a0Mit dem Programm starte eine Trendwende im Verh\u00e4ltnis zwischen Mensch und Natur.<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrhunderte wurden Moore in Deutschland entw\u00e4ssert. Mehr als 90 Prozent der deutschen Moore sind heute trockengelegt. \u201eDoch wir wissen jetzt auch um die Nebenwirkungen\u201c, wie Schneider erl\u00e4utert. Landwirtschaft auf trockenem Boden werde mit der Zeit immer schwieriger und irgendwann unm\u00f6glich. Wasser geht der Region verloren, der Grundwasserspiegel sinkt ab, W\u00e4lder vertrocknen immer mehr. Der im Boden gebundene Kohlenstoff entweicht in die Atmosph\u00e4re und heizt den Planeten immer weiter auf. \u00a0<\/p>\n<p>Wiedervern\u00e4ssung ist mit vielen Vorteilen verbunden. Die steigende Artenvielfalt ist ein Aspekt. Gleichzeitig wird in der Landschaft Wassergehalten, das auch nennen ist auch umliegenden Fl\u00e4chen zugutekommt. Die Agrarfl\u00e4chen insgesamt werden produktiver, ein zentraler Vorteil. Hinzu kommt der Klimaschutz: \u00a0Die Treibhausgase bleiben im Boden, und wenn sich die langfristig wieder neue Torfmasse bildet, werden sogar Treibhausgase aus der Atmosph\u00e4re geholt und gebunden. pf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"20.04.2026 \u2013 Nachdem die EU in der letzten Woche gr\u00fcnes Licht gegeben hatte, stellte Bundesumweltminister Carsten Schneider am&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":114729,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,4718,2147,40734],"class_list":{"0":"post-114728","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-landwirtschaft","12":"tag-moore","13":"tag-natuerlicher-klimaschutz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116440742237668010","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114728"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114728\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/114729"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}