{"id":115455,"date":"2026-04-21T12:20:07","date_gmt":"2026-04-21T12:20:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/115455\/"},"modified":"2026-04-21T12:20:07","modified_gmt":"2026-04-21T12:20:07","slug":"japan-gefaengnisstrafe-fuer-spoiler-zu-godzilla-film-und-anime-auf-internetseite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/115455\/","title":{"rendered":"Japan: Gef\u00e4ngnisstrafe f\u00fcr Spoiler zu Godzilla-Film und Anime auf Internetseite"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Japan-Prison-sentence-for-spoilers-of-Godzilla-film-and-anime-on-website-11265537.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>In Japan ist ein Mann zu anderthalb Jahren Gef\u00e4ngnis auf Bew\u00e4hrung verurteilt worden, weil er auf seiner Website Spoiler f\u00fcr einen Film und einen Anime ver\u00f6ffentlicht hat. Das <a href=\"https:\/\/www.asahi.com\/ajw\/articles\/16505737\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet die Tageszeitung Asahi Shimbun<\/a> und erkl\u00e4rt, dass er damit gegen Urheberrechtsgesetze versto\u00dfen hat. Konkret geht es demnach um \u201edetaillierte Inhaltsangaben\u201c zu dem <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Oscars-2024-Netflix-und-Apple-TV-gehen-fast-leer-aus-9650938.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">oscarpr\u00e4mierten Monsterfilm \u201eGodzilla: Minus One\u201c<\/a> und einer Folge des Animes \u201eOverlord III\u201c. Nach der Bestellung der Texte bei einem Autor hat der Verurteilte sie ver\u00f6ffentlicht und mit Werbung auf seiner Internetseite Geld verdient. Laut dem Urteil habe es sich bei den Texten um \u201eAdaptionen\u201c gehandelt, f\u00fcr die das japanische Urheberrecht eine Zustimmung des Rechteinhabers vorsieht. Diese habe aber nicht vorgelegen. Der Verurteilte hat dem Bericht zufolge Berufung eingelegt. Er soll auch umgerechnet 5300 Euro Strafe zahlen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Kein Hebel gegen Filmkritik<\/p>\n<p>Die Tageszeitung schreibt weiter, dass die beiden Artikel insgesamt 12 Screenshots aus den beiden Werken und umfangreiche Dialogtexte enthalten haben. Hinzu kamen Beschreibungen der Handlung. Laut dem Gericht handle es sich deshalb zwar prinzipiell um eine erlaubte andere Ausdrucksform, \u201esie k\u00f6nnten aber als Adaptionen angesehen werden, da die wesentlichen Merkmale des Originals erkennbar geblieben sind\u201c. Der Rechtsprofessor Tatsuhiro Ueno hat der Zeitung best\u00e4tigt, dass das Ausma\u00df, in dem kreative Inhalte, wie einzigartige Handlungen oder Dialoge aus dem Film und dem Anime in dem Artikel erhalten geblieben sind, f\u00fcr das Urteil ausschlaggebend gewesen sei. Bei der Strafverfolgung m\u00fcsse man auf diese Besonderheiten aufmerksam machen, um der<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/thema\/Meinungsfreiheit\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\"> freien Meinungs\u00e4u\u00dferung<\/a> nicht zu schaden.<\/p>\n<p>Eine wenige Dutzend W\u00f6rter lange Zusammenfassung eines Films oder einer Animefolge w\u00fcrde nicht als Adaption gewertet, versichert Ueno noch gegen\u00fcber der Zeitung. Auch die Zusammenfassung eines Werks im Rahmen einer Rezension werde nicht als zustimmungspflichtige Adaption gewertet. Anders sehe es bei solchen Werken aus, die gr\u00f6\u00dftenteils aus Angaben zum Inhalt und \u201eextrem wenig Kritik oder Kommentar\u201c bestehen. Die Zeitung weist noch darauf hin, dass in Japan vor einigen Jahren Videoclips popul\u00e4r waren, die Kinofilme extrem kurz zusammenfassen. Die Verantwortlichen dieser \u201e<a href=\"https:\/\/www.asahi.com\/ajw\/articles\/14384837\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">fasuto eiga<\/a>\u201c (\u201eschnelle Filme\u201c) seien aber festgenommen und der rechtswidrigen Adaption f\u00fcr schuldig befunden worden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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