{"id":116791,"date":"2026-04-22T04:27:09","date_gmt":"2026-04-22T04:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/116791\/"},"modified":"2026-04-22T04:27:09","modified_gmt":"2026-04-22T04:27:09","slug":"vivatis-breite-aufstellung-sorgt-fuer-stabilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/116791\/","title":{"rendered":"Vivatis: \u201eBreite Aufstellung sorgt f\u00fcr Stabilit\u00e4t\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Welche Gesch\u00e4ftsbereiche haben den gr\u00f6\u00dften Beitrag zum Umsatzplus geleistet?<br \/>Gerald Hackl: Das Umsatzwachstum im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 wurde von mehreren Gesch\u00e4ftsbereichen getragen. Besonders dynamisch entwickelten sich unsere Bereiche Gemeinschafts- und Betriebsverpflegung bei Gourmet, auch die klassische Gastronomie, der TK-Convenience-Bereich bei Weinbergmaier sowie das Segment ultrafrischer Produkte bei Wojnar\u2019s. Auch unser Logistikbereich Daily und das internationale Gesch\u00e4ft \u2013 insbesondere bei Maresi in CEE und im Teigwarenbereich von Karnerta \u2013 haben wichtige Wachstumsimpulse geliefert. Insgesamt zeigt sich, dass unsere breite Aufstellung \u00fcber verschiedene Segmente hinweg ein wesentlicher Stabilit\u00e4tsfaktor ist.<\/p>\n<p>Wie geht Vivatis mit den Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie um?<br \/>Hackl: Die massiven Kostensteigerungen bei zentralen Rohstoffen, Personal und Energie bleiben eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen. Wir reagieren darauf mit einem B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen: Effizienzsteigerungen in der Produktion und Logistik, Investitionen in moderne Technologien sowie eine laufende Optimierung unserer Prozesse. Gleichzeitig versuchen wir, Kostensteigerungen so weit m\u00f6glich intern zu kompensieren \u2013 wobei es zunehmend schwieriger wird, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit langfristig zu sichern.<\/p>\n<p>Welche konkreten Auswirkungen haben neue Regulierungen wie das \u201eShrinkflation-Gesetz\u201c auf Ihr Gesch\u00e4ft?<br \/>Hackl: Neue Regulierungen wie das \u201eShrinkflation-Gesetz\u201c oder zus\u00e4tzliche Abgaben, wie zum Beispiel die geplante Plastikabgabe, f\u00fchren in erster Linie zu massiv h\u00f6heren administrativen und operativen Kosten. Sie tragen aus unserer Sicht nicht zur Senkung der Lebensmittelpreise bei, schw\u00e4chen vielmehr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit heimischer Produktionsstandorte. F\u00fcr Unternehmen, die in \u00d6sterreich produzieren, wird es dadurch zunehmend schwieriger, ihre Produkte gegen\u00fcber importierten Waren erfolgreich am Markt zu positionieren.<\/p>\n<p>Sie wollen den Auslandsanteil am Gesamtumsatz von 20 auf 30 Prozent steigern \u2013 welche M\u00e4rkte stehen dabei konkret im Fokus?<br \/>Hackl: Der Fokus liegt dabei klar auf unseren bestehenden Kernm\u00e4rkten, insbesondere auf Deutschland sowie auf L\u00e4ndern in Zentral- und Osteuropa. Hier verf\u00fcgen wir bereits \u00fcber etablierte Strukturen und sehen weiteres Wachstumspotenzial. Aber auch Benelux und Skandinavien sind k\u00fcnftige Zielm\u00e4rkte.\u00a0<\/p>\n<p>In welchen Gesch\u00e4ftsbereichen sehen Sie daf\u00fcr das gr\u00f6\u00dfte Potenzial?<br \/>Hackl: Das gr\u00f6\u00dfte internationale Potenzial sehen wir derzeit in den Bereichen Gemeinschaftsverpflegung, Tiefk\u00fchl- und Frische-Convenience-Produkte. Diese Segmente wachsen in vielen europ\u00e4ischen M\u00e4rkten \u00fcberdurchschnittlich und bieten gute Skalierungsm\u00f6glichkeiten. Ein weiterer wesentlicher Wachstumstreiber ist die Maresi-Gruppe, mit ihren eigenen Marken wie Inzersdorfer, Vienna Ice Coffee, KnabberNossi oder Shan\u2019shi sowie Partnermarken, die insbesondere in den CEE-M\u00e4rkten sehr dynamisch w\u00e4chst und dort zus\u00e4tzliche internationale Expansions- und Skalierungschancen sieht.\u00a0<\/p>\n<p>Will man nur organisch wachsen oder sind auch Zuk\u00e4ufe geplant?<br \/>Hackl: Unser Wachstum basiert grunds\u00e4tzlich auf einer Kombination aus organischer Entwicklung und gezielten strategischen Beteiligungen. Dort, wo sich sinnvolle Erg\u00e4nzungen zu unserem Portfolio ergeben, schlie\u00dfen wir Zuk\u00e4ufe nicht aus. Zudem sind k\u00fcnftig Portfolioerweiterungen im Bereich Gemeinschaftsverpflegung geplant. Dabei bleibt unser Anspruch klar: gesundes und qualitatives Wachstum \u2013 nicht um jeden Preis.<\/p>\n<p>RLB-O\u00d6-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer hat sich f\u00fcr mehr Kooperation im Raiffeisensektor ausgesprochen. Welche M\u00f6glichkeiten sehen Sie da im Lebensmittelsektor?<br \/>Hackl: Kooperationen innerhalb des Raiffeisensektors bieten gro\u00dfes Potenzial entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 von der Landwirtschaft \u00fcber die Verarbeitung bis hin zu Logistik und Vertrieb. Gerade in einem herausfordernden Umfeld k\u00f6nnen gemeinsame Initiativen helfen, Effizienz zu steigern, Versorgungssicherheit zu st\u00e4rken und die Wettbewerbsf\u00e4higkeit regionaler Produktionsstandorte langfristig abzusichern. Diese Form der Kooperation leben wir auch konzernintern in der Vivatis-Gruppe sehr konsequent mit unseren Tochtergesellschaften \u2013 genau dieser enge Austausch, die Nutzung von Synergien und die gemeinsame Weiterentwicklung \u00fcber Unternehmensgrenzen hinweg, ist eine unserer zentralen St\u00e4rken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Welche Gesch\u00e4ftsbereiche haben den gr\u00f6\u00dften Beitrag zum Umsatzplus geleistet?Gerald Hackl: Das Umsatzwachstum im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 wurde von mehreren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":116792,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,1423,91,94,276,44,93,92],"class_list":{"0":"post-116791","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-interview","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-oberoesterreich","17":"tag-oesterreich","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116446471330297335","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116791\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}