{"id":117441,"date":"2026-04-22T11:29:09","date_gmt":"2026-04-22T11:29:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/117441\/"},"modified":"2026-04-22T11:29:09","modified_gmt":"2026-04-22T11:29:09","slug":"klimawandel-beeintraechtigt-zunehmend-menschliche-gesundheit-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/117441\/","title":{"rendered":"Klimawandel beeintr\u00e4chtigt zunehmend menschliche Gesundheit \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Zahl der Tage mit Gesundheitswarnungen vor extremer Hitze erh\u00f6hte sich im Zeitraum 2015 bis 2024 gegen\u00fcber 1991 bis 2000 im europ\u00e4ischen Durchschnitt um 318 Prozent.<\/p>\n<p>Der Klimawandel wirkt sich zunehmend auf die Gesundheit der Europ\u00e4er aus. Die Zahl hitzebedingter Todesf\u00e4lle sei im Zeitraum von 2015 bis 2024 gegen\u00fcber 1991 bis 2000 in 99,6 Prozent der untersuchten Regionen gestiegen, hei\u00dft es im \u201eLancet Countdown Europe Report 2026\u201c. Der durchschnittliche j\u00e4hrliche Gesamtanstieg betrug 52 Todesf\u00e4lle pro Million Einwohner; in Teilen Spaniens, in Italien, Griechenland und Bulgarien sind es gro\u00dfteils mehr als 120.<\/p>\n<p>Die Studie einer internationalen Gruppe um Joacim Rockl\u00f6v vom Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg zu Klimawandel und Gesundheit ist im Fachmagazin \u201eThe Lancet\u201c erschienen. \u201eWir sehen sehr deutlich, dass der durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen angetriebene Klimawandel eine wachsende Bedrohung f\u00fcr die Gesundheit einer immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Zahl von Menschen in Europa darstellt\u201c, sagte Rockl\u00f6v. Die Zahl der Tage mit Gesundheitswarnungen vor extremer Hitze erh\u00f6hte sich im Zeitraum 2015 bis 2024 gegen\u00fcber 1991 bis 2000 im europ\u00e4ischen Durchschnitt um 318 Prozent. Am h\u00f6chsten, n\u00e4mlich 450 Prozent, f\u00e4llt der Anstieg in Westeuropa aus.<\/p>\n<p>Neben Hitze machen die Studienautoren weitere Gesundheitsrisiken aus, die mit dem Klimawandel in Verbindung stehen. Die Wissenschafter stellten im Zeitraum 2015 bis 2024 im Vergleich zu 1991 bis 2000 einen um ein bis zwei Wochen fr\u00fcheren Saisonbeginn f\u00fcr alle allergenen Baumarten fest &#8211; Betroffene werden also fr\u00fcher von Heuschnupfen geplagt. Zudem steige das Risiko f\u00fcr tropische Infektionskrankheiten, weil tropische Stechm\u00fccken zunehmend entsprechende Viren verbreiten. So erh\u00f6hte sich das j\u00e4hrliche \u00dcbertragungsrisiko f\u00fcr das Dengue-Virus in Europa im Zeitraum 2015 bis 2024 gegen\u00fcber 1980 bis 2010 um 297 Prozent. Auch die \u00dcbertr\u00e4ger von Malaria, West-Nil-Fieber und weiteren Krankheiten finden zunehmend bessere Verbreitungsbedingungen.<\/p>\n<p>Die Forscher fanden auch positive Entwicklungen: Beispielsweise erh\u00f6hte sich der Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten europ\u00e4ischen Stromversorgung im Jahr 2023 auf 21,5 Prozent, verglichen mit 8,4 Prozent im Jahr 2016. Dennoch flie\u00dfe weiter viel Geld in fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdgas und Erd\u00f6l. \u201eObwohl sich Europa in mehreren internationalen Foren verpflichtet hat, die Subventionen f\u00fcr fossile Brennstoffe bis 2025 schrittweise abzubauen, wurde f\u00fcr 2023\/2024 ein starker Anstieg der Subventionen verzeichnet, der durch die Energiekrise infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine ausgel\u00f6st wurde\u201c, schreiben die Studienautoren. Ihnen zufolge betrugen die Subventionen 444 Milliarden Euro allein im Jahr 2023.<\/p>\n<p>Und auch eine Entwicklung bei den erneuerbaren Energien gibt den Wissenschafter Anlass zur Sorge: Feste Biomasse machte 31 Prozent des gesamten Verbrauchs erneuerbarer Energien im Jahr 2023 aus. Das Verbrennen von Biomasse wie Holzpellets z\u00e4hlt als erneuerbare Energiegewinnung, weil nur das Kohlendioxid (CO2) freigesetzt wird, das in unserem Zeitalter w\u00e4hrend des Wachstums aufgenommen wurde. Jedoch werden bei der Verbrennung giftige Substanzen und Feinstaub in die Atmosph\u00e4re abgegeben. Die Todesf\u00e4lle, die auf das Verbrennen von Biomasse in Wohngeb\u00e4uden zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, haben dem Report zufolge zwischen 2000 und 2022 um vier Prozent zugenommen.<\/p>\n<p>Die Forscher mahnen, die Gesundheitsfolgen des Klimawandels nicht zu untersch\u00e4tzen. \u201eImmer mehr L\u00e4nder planen Anpassungsma\u00dfnahmen im Gesundheitsbereich, doch ohne langfristige und verl\u00e4ssliche Finanzierung werden diese Pl\u00e4ne in der Schublade verschwinden, w\u00e4hrend sich die Auswirkungen weiter versch\u00e4rfen\u201c, sagte Erstautorin Hedi Kriit vom Universit\u00e4tsklinikum Heidelberg. Rockl\u00f6v betonte: \u201eDie Entscheidungen, die wir jetzt treffen, werden dar\u00fcber entscheiden, ob sich die Gesundheitsfolgen rasch versch\u00e4rfen oder ob wir uns auf ein sichereres, gerechteres und resilienteres Europa zubewegen.\u201c (APA\/dpa)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dpaq.de\/ha8n58y\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&gt;&gt;&gt; Zum \u201eLancet Countdown Europe Report 2026\u201c<\/a><\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl der Tage mit Gesundheitswarnungen vor extremer Hitze erh\u00f6hte sich im Zeitraum 2015 bis 2024 gegen\u00fcber 1991&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":117442,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[40,41,39,1490,66,65,64],"class_list":{"0":"post-117441","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-nachrichten","9":"tag-news","10":"tag-schlagzeilen","11":"tag-studie","12":"tag-welt","13":"tag-world","14":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116448130820738746","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117441"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117441\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117442"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=117441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}