{"id":118049,"date":"2026-04-22T17:36:08","date_gmt":"2026-04-22T17:36:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118049\/"},"modified":"2026-04-22T17:36:08","modified_gmt":"2026-04-22T17:36:08","slug":"schauspiel-operette-und-oper-premierenreigen-am-landestheater","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118049\/","title":{"rendered":"Schauspiel, Operette und Oper: Premierenreigen am Landestheater"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Gleich drei Premieren gehen am kommenden Wochenende im Landestheater \u00fcber die B\u00fchne, darunter mit der Operette \u201eHeute Nacht Fr\u00e4ulein\u201c eine Urauff\u00fchrung. <\/p>\n<p>Den Auftakt zum Premierenwochenende macht die Berliner Tragikom\u00f6die \u201eDie Ratten\u201c von Gerhart Hauptmann am Freitag, 24. April, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus.<\/p>\n<p>Darin zeigt Hauptmann auf verschiedenen Stockwerken einer Berliner Mietskaserne eine zerrissene Gesellschaft, die zwar im selben Haus wohnt, doch nicht in derselben Welt lebt. Der tragischen Geschichte der Putzfrau John, die die ungewollt schwangere Pauline \u00fcberredet, ihr ihr neugeborenes Kind zu \u00fcberlassen, steht die b\u00fcrgerliche, \u201ekomische\u201c Handlung um den ehemaligen Theaterdirektor Hassenreuter gegen\u00fcber, der sich in seinem Kost\u00fcmfundus beim Unterrichten hoffnungslos untalentierter Schauspielsch\u00fcler in Diskussionen dar\u00fcber verstrickt, wessen Geschichten auf der B\u00fchne erz\u00e4hlt werden sollten. Regie f\u00fchrt Ulrike Arnold.<\/p>\n<p>Operetten-Urauff\u00fchrung<\/p>\n<p>Eine Urauff\u00fchrung kommt mit der Operette \u201eHeute Nacht Fr\u00e4ulein\u201c von Walter Kaufmann am Samstag, 25. April, um 19 Uhr in der BlackBox im Musiktheater zur Auff\u00fchrung.<\/p>\n<p>Kaufmann (1907\u20131984) geh\u00f6rt zur Generation der von den Nationalsozialisten vertriebenen Komponisten, die \u2013 was l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig war \u2013 endlich wiederentdeckt werden. Seine vergn\u00fcgliche Operette rund um eine selbstbewusste Hutverk\u00e4uferin, ihren sittenstrengen Chef und einen traurigen Prinzen, wurde bisher nicht gespielt und existiert nur in einer Klavierfassung. Regie f\u00fchrt Gregor Horres, die musikalische Leitung obliegt Jinie Ka.<\/p>\n<p>Opern-Premiere<\/p>\n<p>\u201eKatja Kabanowa\u201c, eine Oper in drei Akten des tschechischen Komponisten Leo\u0161 Jan\u00e1cek, feiert am Sonntag, 26. April, um 18 Uhr im Musiktheater Premiere. Kaum ein Komponist schildert seine Figuren mit so viel Mitgef\u00fchl und W\u00e4rme wie Jan\u00e1cek. Das Publikum kann kaum anders, als mitzuleiden. So auch mit Katja Kabanowa. Als Ehefrau eines charakterlich blassen Kaufmanns, der es nicht geschafft hat, sich von seiner dominanten Mutter zu emanzipieren, leidet Katja unter den von Kirche und Moral eingeengten Lebensbedingungen in der russischen Provinz. Sie wagt den Ausbruch, indem sie sich in eine Liebesaff\u00e4re mit dem attraktiven Boris st\u00fcrzt. Doch am Ende muss sie erkennen, dass sie der Macht der rigiden gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse nicht entfliehen kann, sodass sie nur im Gang ins Wasser die Freiheit findet, nach der sie sich so gesehnt hat. Die ber\u00fchrende Geschichte eines Menschen, der an seiner Umwelt zerbricht, wird von Peter Konwitschny inszeniert. Am Pult des Bruckner Orchesters steht Chefdirigent Markus Poschner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. 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