{"id":118122,"date":"2026-04-22T18:18:08","date_gmt":"2026-04-22T18:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118122\/"},"modified":"2026-04-22T18:18:08","modified_gmt":"2026-04-22T18:18:08","slug":"neue-ausstellungen-in-der-kunstsammlung-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118122\/","title":{"rendered":"neue Ausstellungen in der Kunstsammlung NRW"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Kunstsammlung hat ihr Programm f\u00fcr die H\u00e4user <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/k20\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K20<\/a> und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/k21\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K21<\/a> bekannt gegeben. Direktorin Susanne Gaensheimer kommentiert die bis zum Jahresende geplanten Ausstellungen. Sie hat \u201eeine Sensation\u201c anzuk\u00fcndigen, \u201eein Genie\u201c \u2013 und einen Kunstraum, der erst ab 18 zu besuchen sein wird.<\/p>\n<p>Anne Truitt (bis 2. August)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Werkschau der 2004 gestorbenen \u201ePionierin der Minimal Art\u201c, wie der Untertitel der Ausstellung lautet, ist derzeit im K20 zu erleben. Wer beim Stichwort \u201eMinimal Art\u201c K\u00fchle, Neutralit\u00e4t und Distanziertheit bef\u00fcrchtet, d\u00fcrfte eine \u00dcberraschung erleben. \u201eAnne Truitt hat etwas anderes gemacht\u201c, erkl\u00e4rt Susanne Gaensheimer. \u201e.Sie hat in eine minimalistische Form Gef\u00fchle hineingebracht \u2013 und zwar durch Farbe. Deswegen sind diese Skulpturen so unglaublich sch\u00f6n. Sie haben diese sehr bunte und zugleich subtile Farbigkeit. Und das sind keine Farben aus einer Farbpalette, sondern angemischte Farben: ein ganz besonderes Gelb zum Beispiel. Und innerhalb dieses Gelbs gibt es dann noch ein dunkleres Gelb. Sie bemalt die Stelen mit der Rolle und mit Hand, in vielen Schichten, und gibt den Werken poetische Titel.\u201c<\/p>\n<p>Playground (ab 25. April)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am 25. April startet etwas Neues im K20, und die Idee klingt toll. Unter dem Titel \u201ePlayground\u201c wird die gr\u00f6\u00dfte Ausstellungshalle des Hauses zum Spielplatz. Und zwar wirklich: Kinder d\u00fcrfen das eigens f\u00fcr diese Zweck gestaltete Kunstwerk von Sonia Kazovsky und Oded Rimon \u201ebespielen\u201c: Zu erleben ist eine begehbare Installation f\u00fcr Kinder. Erg\u00e4nzt wird der Raum durch eine Lese- und Kaffee-Ecke f\u00fcr die ganze Familie. Die Kunstsammlung nimmt damit eine Idee auf, die etwa schon in der Tate Gallery verwirklicht wurde. Es bietet sich als Museum f\u00fcr alle an, und andere K\u00fcnstler sollen k\u00fcnftige weitere Spielpl\u00e4tze gestalten.<\/p>\n<p>Franz Marc (12. September bis 24. Januar 2027)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gro\u00dfe Publikumsausstellung im K20. Und die erste umfassende Ausstellung zu Franz Marc in Deutschland seit mehr als 20 Jahren. \u201eDie Suche nach einer besseren Welt\u201c f\u00e4chert das Gesamtwerk des K\u00fcnstlers, das in den wenigen Jahren zwischen 1904 und 1914 entstand, neu auf. \u201eIch glaube, die Ausstellung wird eine Sensation\u201c, sagte Susanne Gaensheimer. \u201eWir zeigen alle Schaffensphasen des K\u00fcnstlers, angefangen von seinem<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">bis heute unbekannten Fr\u00fchwerk \u00fcber die ber\u00fchmten Bilder des Blauen Reiter bis hin zu seinem d\u00fcsteren Sp\u00e4twerk. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstehen dystopische Bilder. Das Tier, vorher Symbol f\u00fcr eine bessere Welt, wird aufgel\u00f6st und dekonstruiert, bis es ganz in der Abstraktion verschwindet. Franz Marc ist im Ersten Weltkrieg in Verdun gefallen, und man kann sich fast nicht vorstellen, wie es weitergegangen w\u00e4re, als w\u00e4re seine Malerei an ein Ende gekommen.\u201c Der Maler habe versucht, in eine bessere Welt zu fl\u00fcchten, sich in ein Paradies wegtragen zu lassen: \u201eWir wollen dem Publikum diese sch\u00f6nen Bilder in ihren pr\u00e4chtigen Farben zeigen.\u201c<\/p>\n<p>Jon Rafman (30. Mai bis 27. September)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im K21 wird ein wegweisender K\u00fcnstler des digitalen Zeitalters gew\u00fcrdigt: Jon Rafman. \u201eEr ist zusammen mit Ed Atkins, Bunny Rogers und Hito Steyerl der wichtigste und vielleicht extremste K\u00fcnstler, der sich mit der digitalen Welt auseinandersetzt\u201c, so Gaensheimer. \u201eSeine Bildwelten kommen aus den digitalen Abgr\u00fcnden des Internets und des Gaming.\u201c Euphorisch und kritisch zugleich nutzte er f\u00fcr seine Videos und Filme die M\u00f6glichkeiten des Internets und dessen \u00fcberbordende computergest\u00fctzte Bildsprache. Im Austausch mit Musik, Popkultur, Mode und Design erprobt und entwickelt Rafman fortlaufend neue bildgebende Verfahren. Seine Experimente mit KI werden nun erstmals gezeugt. \u201eEr zeigt die Kaputtheit der modernen Gesellschaft und ist dabei klug und tiefgr\u00fcndig. Es wird R\u00e4ume geben, die erst ab 18 Jahren zug\u00e4nglich sind.\u201c<\/p>\n<p>Holly Herndon &amp; Mat Dryhurst (26. Juni bis 11. Oktober)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Parallel zu Jon-Rafman-Ausstellung zeigt das K21 das international aufstrebende K\u00fcnstlerduo Holly Herndon &amp; Mat Dryhurst. \u201eEs wird die Bel Etage in einen Raum verwandeln, in dem Menschen und K\u00fcnstliche Intelligenz gemeinsam Kunst und Musik entwickeln\u201c, sagt Gaensheimer. Ihre immersive Klanginstallation dient gleichzeitig als Aufnahme- und H\u00f6rumgebung. Gemeinsam mit lokalen Ch\u00f6ren kann das Publikum unter der Leitung eines Vokalensembles an \u00f6ffentlichen Gesangsaufnahmen teilnehmen. Die werden dann in einen Datensatz \u00fcberf\u00fchrt, der es dem Duo erm\u00f6glicht, einen KI-Chor zu entwickeln.<\/p>\n<p>Thomas Sch\u00fctte (14. November 2026 bis 18. April 2027)      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei diesem K\u00fcnstler ger\u00e4t Susanne Gaensheimer ins Schw\u00e4rmen, man kann es nicht anders sagen: \u201eThomas Sch\u00fctte ist einer der gr\u00f6\u00dften Bildhauer und K\u00fcnstler seiner Generation\u201c, sagt sie. \u201eOb er ein St\u00fcck Ton anfasst oder Glas oder eine Zeichnung macht, es entsteht ein gro\u00dfes Kunstwerk. Er ist unfassbar kreativ. Ein Genie.\u201c Der f\u00fcr ungew\u00f6hnliche Pr\u00e4sentationsformate bekannte K\u00fcnstler wird die Piazza im Erdgeschoss und den Ausstellungsraum im Untergeschoss des K21 bespielen. Sch\u00fctte setzte sich in dieser Ausstellung mit dem St\u00e4ndehaus als Institution und Architektur auseinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kunstsammlung hat ihr Programm f\u00fcr die H\u00e4user K20 und K21 bekannt gegeben. 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