{"id":118850,"date":"2026-04-23T05:40:10","date_gmt":"2026-04-23T05:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118850\/"},"modified":"2026-04-23T05:40:10","modified_gmt":"2026-04-23T05:40:10","slug":"nobelpreisverdaechtige-entdeckung-von-vectorbuilder-wissenschaftlern-deckt-grundlegende-entwicklungsmechanismen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/118850\/","title":{"rendered":"Nobelpreisverd\u00e4chtige Entdeckung von VectorBuilder-Wissenschaftlern deckt grundlegende Entwicklungsmechanismen auf"},"content":{"rendered":"<p>CHICAGO, April 23, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) &#8212; Eine der grundlegendsten Fragen in der Biologie ist, wie aus einer einzigen befruchteten Eizelle die verschiedenen Zelltypen entstehen, aus denen der K\u00f6rper besteht &#8211; von Neuronen und Haut bis hin zu Muskeln und Blut. Sie alle haben denselben genetischen Bauplan, weisen aber unterschiedliche Expressionsmuster auf. Nun hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Bruce Lahn, dem leitenden Wissenschaftler von VectorBuilder, grundlegende Mechanismen aufgedeckt, die diesen Prozess steuern. Der Grundlagencharakter dieser Arbeit k\u00f6nnte eines Tages sogar zu einem Nobelpreis f\u00fchren.<\/p>\n<p>Lahns Team entwickelte eine leistungsstarke neue Technik namens Potency-Seq, um die Transkriptionskraft eines Gens zu messen, das hei\u00dft, ob ein inaktives Gen noch das Potenzial hat, aktiviert zu werden, oder ob es diese F\u00e4higkeit dauerhaft verloren hat. Mit diesem Ansatz fanden die Forschenden heraus, dass bei der Differenzierung von Stammzellen in spezialisierte Zelltypen ihr Genom stetig an Transkriptionskraft verliert, wobei eine wachsende Zahl von Genen dauerhaft blockiert oder, wie Lahn es nannte, &#8222;okkludiert&#8220; wird, so dass sie nicht mehr auf ihre Transkriptionsfaktoren (TFs) reagieren k\u00f6nnen, selbst wenn TFs, die diese Gene normalerweise aktivieren w\u00fcrden, in den Zellen vorhanden sind. Lahns Gruppe bezeichnete diesen Vorgang als &#8222;Occlusis&#8220; und bezog sich damit auf die fortschreitende und irreversible Okklusion der Transkriptionskraft des Genoms w\u00e4hrend der Entwicklung, die das Abstammungspotenzial der sich differenzierenden Zellen schrittweise einschr\u00e4nkt. Das Team argumentierte, dass die grundlegendste Definition eines Zelltyps nicht so sehr das Expressionsmuster ist, sondern vielmehr die Frage, welche Gene im Genom transkriptionell potent bzw. okkludiert sind.<\/p>\n<p>Die Entdeckung der Occlusis l\u00f6st ein lange ungel\u00f6stes R\u00e4tsel der Entwicklungsbiologie, das sich durch den gesamten Stammbaum des Lebens zieht, n\u00e4mlich die Frage, warum Stammzellen die Flexibilit\u00e4t haben, sich in spezialisierte Zellen wie Muskel- oder Nervenzellen zu differenzieren, w\u00e4hrend spezialisierte Zellen, wenn sie einmal gebildet sind, weder in fr\u00fchere, flexiblere Zust\u00e4nde dedifferenzieren noch von einem spezialisierten Zustand in einen anderen transdifferenzieren k\u00f6nnen, obwohl alle diese Zelltypen die gleichen genetischen Anweisungen enthalten. Dem Occlusis-Modell zufolge ist dies darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass Stammzellen eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl transkriptionell potenter Gene besitzen als differenzierte Zellen, und dass dar\u00fcber hinaus verschiedene Arten differenzierter Zellen unterschiedliche S\u00e4tze transkriptionell potenter Gene aufweisen.<\/p>\n<p>Wichtig ist, dass die Studie auch zentrale molekulare Mechanismen aufzeigte, die den Vorgang der Occlusis vorantreiben. Sie zeigte, dass naive pluripotente Stammzellen, die urspr\u00fcnglichsten unter den Stammzellen, im fr\u00fchesten Stadium der Embryonalentwicklung die Okklusion in ihrem gesamten Genom aufheben k\u00f6nnen, so dass alle Gene wieder aktiviert werden k\u00f6nnen. Dieser &#8222;Reset&#8220;-Vorgang verleiht diesen naiven Stammzellen die einzigartige F\u00e4higkeit, sich in jeden Zelltyp zu entwickeln. Lahns Gruppe identifizierte ein Schl\u00fcssel-Gen bei diesem Reset-Vorgang &#8211; Esrrb -, das als Deokklusionsfaktor in naiven Stammzellen fungiert. Entscheidend ist, dass die Expression von Esrrb deaktiviert wird, sobald naive Stammzellen mit der Differenzierung beginnen, was den Genen die M\u00f6glichkeit gibt, den allm\u00e4hlichen Verlust der Transkriptionskraft bei der anschlie\u00dfenden Differenzierung festzuschreiben.<\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise fand das Team heraus, dass die Okklusion durch einen au\u00dferordentlich einfachen Mechanismus erfolgen kann: Gene k\u00f6nnen dauerhaft stillgelegt werden, indem sie einfach in Nukleosomen eingebettet werden. Dies deutet darauf hin, dass die Okklusion ein grundlegendes Merkmal der DNA-Organisation ist, wobei Gene standardm\u00e4\u00dfig okkludiert werden, wenn sie nicht durch Transkriptionsfaktoren gesch\u00fctzt sind. Lahns Team zeigte au\u00dferdem, dass in Stammzellen in einem sp\u00e4teren Stadium, in dem die F\u00e4higkeit zur Deokklusion bereits verloren gegangen ist, aber einige stillgelegte Gene das Potenzial behalten m\u00fcssen, sich bei der weiteren Differenzierung einzuschalten, &#8222;Platzhalter&#8220;-Faktoren wie Sox2 verwendet werden, um die transkriptionelle Potenz dieser Gene zu erhalten, indem sie dem Standard-Effekt der Okklusion mittels Nukleosomen entgegenwirken.<\/p>\n<p>&#8222;Die Entdeckung der Occlusis und der ihr zugrundeliegenden molekularen Mechanismen bringt eine nie da gewesene Klarheit bez\u00fcglich einer grundlegenden Frage der Biologie, n\u00e4mlich wie die Entwicklung verschiedene Zelltypen in einer unidirektionalen Weise hervorbringt&#8220;, so Dr. Bruce Lahn. &#8222;Wir sind \u00fcberzeugt, dass die Genokklusion in der Evolution den Grundstein f\u00fcr die Entstehung von mehrzelligem Leben gelegt hat, denn die F\u00e4higkeit, die Identit\u00e4t verschiedener Zelltypen im K\u00f6rper durch Genokklusion festzuschreiben, ist eine Voraussetzung f\u00fcr das ordnungsgem\u00e4\u00dfe Funktionieren eines mehrzelligen Organismus.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Seltsamerweise wurde die Arbeit von einem Dutzend Fachzeitschriften ohne Peer-Review abgelehnt, und es schien, als h\u00e4tten die meisten Herausgeber die Studie nicht verstanden oder ihre Bedeutung nicht erkannt&#8220;, kommentierte Dr. Lahn. &#8222;Dies ist ein gutes Beispiel f\u00fcr die Willk\u00fcr der Herausgeber, da der pers\u00f6nliche Geschmack und sogar die Inkompetenz der Herausgeber einen unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gro\u00dfen Einfluss auf die Entscheidung haben, was ver\u00f6ffentlicht wird. Bedauerlicherweise hat die kollektive Weisheit der Herausgeberschaft &#8211; oder vielmehr das Fehlen einer solchen &#8211; die Wissenschaft in einen formelhaften Zustand getrieben, der oft reich an Daten, aber erschreckend arm an geistiger Leistung ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen die Grundlagen des wissenschaftlichen Publizierens erneuern, damit wissenschaftliche Entdeckungen f\u00fcr sich selbst sprechen und wissenschaftliche Untersuchungen eine unterhaltsame und zutiefst intellektuelle \u00dcbung bleiben&#8220;, betonte Dr. Lahn und f\u00fcgte hinzu: &#8222;Und genau das beabsichtige ich zu tun.&#8220;<\/p>\n<p>Dr. Lahn plant die Gr\u00fcndung einer gemeinn\u00fctzigen Stiftung zur Finanzierung von Labors auf der ganzen Welt, die sich mit der Erforschung der Occlusis und ihrer Bedeutung f\u00fcr die Gesundheit befassen. &#8222;Der Mechanismus, welcher der Entstehung und Aufrechterhaltung unterschiedlicher Zellidentit\u00e4ten in mehrzelligen Lebewesen zugrunde liegt, ist noch viel zu wenig erforscht, obwohl er f\u00fcr die moderne Biologie von grundlegender Bedeutung ist. Er verdient viel mehr Aufmerksamkeit vonseiten der Forschung, als ihm derzeit zuteil wird&#8220;, so Dr. Lahn.<\/p>\n<p>Insgesamt bietet diese Studie \u00fcberzeugende Einblicke in die Art und Weise, wie mehrzellige Organismen ihre verschiedenen Zelltypen auf der Grundlage einer einzigen Ausgangszelle aufbauen. Es k\u00f6nnte auch zu einem Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr f\u00fchren, wie Fehler in diesem Prozess zum Altern und zu Krankheiten wie Degeneration und Krebs beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcber VectorBuilder<br \/>VectorBuilder ist ein weltweit f\u00fchrendes Unternehmen im Bereich der Gentransfertechnologien. Als vertrauensw\u00fcrdiger Partner von Tausenden von Labors und Biotechnologie-\/Pharmaunternehmen auf der ganzen Welt ist VectorBuilder ein Full-Service-Anbieter f\u00fcr das Design, die Entwicklung und die Optimierung von Gentransferl\u00f6sungen &#8211; von der Grundlagenforschung bis hin zu klinischen Anwendungen. Sein preisgekr\u00f6ntes Vector Studio ist eine bahnbrechende Innovation, die es Forschenden erm\u00f6glicht, benutzerdefinierte Vektoren einfach online zu entwerfen und zu bestellen, wodurch sie von der m\u00fchsamen Arbeit des Klonens und Verpackens von Vektoren im Labor befreit werden. Das weltweit t\u00e4tige Unternehmen verf\u00fcgt \u00fcber eine hohe Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr Vektoren, ein umfangreiches Vektor- und Komponenteninventar, individuelle CRO-L\u00f6sungen mit fortschrittlichen AAV-Capsid-Engineering-F\u00e4higkeiten und hochmoderne GMP-Produktionsanlagen. Mit f\u00fchrenden F&amp;E- und CDMO-Kapazit\u00e4ten ist das Team von VectorBuilder bestrebt, die effektivsten L\u00f6sungen f\u00fcr den Gentransfer bereitzustellen und innovative Werkzeuge f\u00fcr die biowissenschaftliche Forschung und die genetische Medizin zu entwickeln. <\/p>\n<p>Originalarbeit ansehen &gt;&gt;<br \/>Erkl\u00e4rvideo ansehen &gt;&gt;<\/p>\n<p>Medienkontakt<br \/>VectorBuilder Media<br \/>media@vectorbuilder.net<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ti.gif\"\/><br \/><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/VectorBuilder.png\" referrerpolicy=\"no-referrer-when-downgrade\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"CHICAGO, April 23, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) &#8212; Eine der grundlegendsten Fragen in der Biologie ist, wie aus einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11436,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,41794,13631,41796,124,41795,123,41791,44,41792,41793],"class_list":{"0":"post-118850","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-deckt","11":"tag-entdeckung","12":"tag-entwicklungsmechanismen","13":"tag-gesundheit","14":"tag-grundlegende","15":"tag-health","16":"tag-nobelpreisverdchtige","17":"tag-oesterreich","18":"tag-vectorbuilder","19":"tag-wissenschaftlern"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116452420690567113","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118850"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118850\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=118850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}