{"id":11887,"date":"2026-02-25T07:07:06","date_gmt":"2026-02-25T07:07:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/11887\/"},"modified":"2026-02-25T07:07:06","modified_gmt":"2026-02-25T07:07:06","slug":"mutmassliche-mobbingaffaere-um-steirischen-spitzenpolizisten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/11887\/","title":{"rendered":"Mutma\u00dfliche Mobbingaff\u00e4re um steirischen Spitzenpolizisten"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Eine mutma\u00dfliche Mobbingaff\u00e4re besch\u00e4ftigt derzeit die Landespolizeidirektion Steiermark. Ein Offizier soll \u00fcber mehrere Jahre hinweg einer Mitarbeiterin systematisch das Leben am Arbeitsplatz schwer gemacht haben. Wie gemeinsame Recherchen der APA und der &#8222;Kronen Zeitung&#8220; zeigen, handelt es sich bei dem Beamten um einen der h\u00f6chsten Polizisten in der Steiermark. Die Landespolizeidirektion best\u00e4tigte auf Anfrage, dass derzeit eine Pr\u00fcfung der Vorw\u00fcrfe laufe.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Die vom mutma\u00dflichen Mobbing betroffene F\u00fchrungskraft brachte \u00fcber ihren Anwalt Andreas Kleinbichler vor kurzem eine Sachverhaltsmeldung bei der Landespolizeidirektion ein, die auch der APA vorliegt. Darin z\u00e4hlt die Polizistin 43 Vorf\u00e4lle seit Mai 2023 auf. Es geht unter anderem um angeblich systematische Gespr\u00e4chsverweigerung, Ablehnung von rechtzeitig angeforderten Urlaubstagen, vermeintliches Ausspionieren sowie stille Absprachen hinter dem R\u00fccken der Beamtin. Auch eine Teilnahme an der Beerdigung eines langj\u00e4hrigen Kollegen soll ihr Vorgesetzter ihr mit der Begr\u00fcndung, sie solle zuerst ihren &#8222;Aufgaben nachkommen&#8220;, verweigert haben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Kleinbichler wollte keinen inhaltlichen Kommentar zu dem Fall abgeben, &#8222;da dies meine Mandantin direkt treffen w\u00fcrde&#8220;, wie der Anwalt sagte. Er forderte lediglich eine transparente und unbefangene Aufkl\u00e4rung ein.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Der Offizier selbst sprach in einem der APA und der &#8222;Kronen Zeitung&#8220; \u00fcbermittelten Statement von &#8222;subjektiven unrichtigen Behauptungen&#8220; und verwies auf Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation der weiblichen F\u00fchrungskraft. Er sei als Vorgesetzter jedoch verpflichtet, &#8222;Missst\u00e4nde abzustellen&#8220;. Er vertraue einer objektiven Feststellung von Tatsachen und wirke &#8222;selbstverst\u00e4ndlich an der Kl\u00e4rung und Richtigstellung mit&#8220;.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Die Frau war mit einem entsprechenden Verfahren vor der Bundesdisziplinarbeh\u00f6rde zuerst gescheitert. Dort gab man dem Offizier Recht und stellte Dienstpflichtverletzungen der Beamtin fest. Eine darauffolgende Beschwerde der Frau vor dem Bundesverwaltungsgericht brachte im Juni 2025 schlie\u00dflich einen Freispruch f\u00fcr sie.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Landespolizeidirektor Gerald Ortner erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der APA: &#8222;Bereits im Vorfeld wurden in dieser Angelegenheit mehrere gemeinsame Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, um eine Kl\u00e4rung herbeizuf\u00fchren. Diese Gespr\u00e4che f\u00fchrten jedoch zu keiner nachhaltigen L\u00f6sung.&#8220; Laut Ortner wurde der mit den Vorw\u00fcrfen konfrontierte Offizier bis zur Kl\u00e4rung des Sachverhaltes von der Dienst- und Fachaufsicht gegen\u00fcber seiner Mitarbeiterin entbunden. Ortner betonte, man nehme die Vorw\u00fcrfe ernst, verwies gleichzeitig aber auf die Unschuldsvermutung f\u00fcr alle Beteiligten. Der laufende Dienstbetrieb und die Handlungsf\u00e4higkeit der Exekutive seien durch die Causa &#8222;in keinster Weise betroffen&#8220;.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">Der Sachverhalt sei dem Innenministerium vorgelegt worden, wo aber keine generelle Befangenheit festgestellt worden sei. Das Ministerium verwies hierzu auf das Beamtendienstrechtsgesetz. &#8222;Um dennoch jeden Anschein zu vermeiden, wurden die Erhebungen einer F\u00fchrungskraft der Landespolizeidirektion Steiermark \u00fcbertragen, die organisatorisch einem anderen Gesch\u00e4ftsbereich zuzuordnen ist als die betroffenen Personen&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c1338370909=\"\" data-cy=\"body\" class=\"cXenseParse\">In der Landespolizeidirektion war es bereits in der Vergangenheit zu Dienstpflichtverletzungen durch hohe Beamte gekommen. Hinweise auf solche &#8222;w\u00fcrden stets &#8211; unabh\u00e4ngig und sorgf\u00e4ltig und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit gepr\u00fcft&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine mutma\u00dfliche Mobbingaff\u00e4re besch\u00e4ftigt derzeit die Landespolizeidirektion Steiermark. 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