{"id":119059,"date":"2026-04-23T08:07:10","date_gmt":"2026-04-23T08:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/119059\/"},"modified":"2026-04-23T08:07:10","modified_gmt":"2026-04-23T08:07:10","slug":"kerosinmangel-bedroht-sommerurlaub-moegliche-flugausfaelle-und-teure-tickets-ab-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/119059\/","title":{"rendered":"Kerosinmangel bedroht Sommerurlaub: M\u00f6gliche Flugausf\u00e4lle und teure Tickets ab Wien"},"content":{"rendered":"<p> WELT. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten f\u00fchrt zu einer akuten Knappheit bei Flugtreibstoff und belastet den internationalen Reiseverkehr. Experten warnen ab Ende Mai vor massiven Einschr\u00e4nkungen im europ\u00e4ischen Luftraum. Passagiere m\u00fcssen sich auf gestrichene Verbindungen und deutlich steigende Preise einstellen. <\/p>\n<p>Wie The Independent am 23. April 2026 berichtet, hat sich der Preis f\u00fcr Flugtreibstoff seit Beginn des Iran-Konflikts stark erh\u00f6ht. F\u00fcr Airlines ist das ein sensibles Thema, weil Kerosin einen gro\u00dfen Teil der laufenden Kosten ausmacht und sich Preisspr\u00fcnge rasch auf Flugpl\u00e4ne und Tarife auswirken.<\/p>\n<p>Die Lufthansa Group reagiert bereits mit Einschnitten. Laut Konzern werden bis Oktober 20.000 Kurzstreckenfl\u00fcge aus dem Flugplan genommen. Die Gruppe spricht von einer Kapazit\u00e4tssenkung um weniger als ein Prozent und will damit mehr als 40.000 Tonnen Flugtreibstoff einsparen. Die ersten 120 t\u00e4glichen Streichungen gelten bereits bis Ende Mai.<\/p>\n<p>Lufthansa k\u00fcrzt und andere ziehen nach<\/p>\n<p>Neben Lufthansa meldet auch easyJet steigenden Druck. Die Airline erwartet f\u00fcr das Halbjahr einen h\u00f6heren Vorsteuerverlust von 540 bis 560 Millionen Pfund. Darin enthalten sind zus\u00e4tzliche Treibstoffkosten von 25 Millionen Pfund allein im M\u00e4rz. Gleichzeitig stellte der Konzern h\u00f6here Ticketpreise gegen Ende des Sommers in Aussicht, wenn bestehende Preisabsicherungen auslaufen.<\/p>\n<p>Auch andere Anbieter reagieren bereits. Air France KLM will Langstreckentickets verteuern, KLM streicht in Europa 160 Fl\u00fcge im kommenden Monat, und SunExpress hebt ab Mai auf Verbindungen zwischen der T\u00fcrkei und Europa einen befristeten Treibstoffzuschlag von 10 Euro pro Passagier ein.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich sp\u00fcrt den Preisdruck<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00d6sterreich d\u00fcrfte die Entwicklung vor allem bei Europafl\u00fcgen und Umsteigeverbindungen sp\u00fcrbar werden. Die Lufthansa Group steuert ihre Konsolidierung \u00fcber sechs Drehkreuze, darunter Wien. Gleichzeitig sollen bestehende Verbindungen ab Wien weiter ausgebaut werden. Bereits Ende M\u00e4rz hatte der Konzern f\u00fcr den Sommer rund 700 zus\u00e4tzliche Austrian Airlines Fl\u00fcge ab Wien angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Reisende ab \u00d6sterreich hei\u00dft das dennoch: Das Angebot bleibt zwar am Hub Wien wichtig, doch der gesamte europ\u00e4ische Markt wird knapper und teurer. Gerade auf stark nachgefragten Ferienstrecken k\u00f6nnten Flugpreise steigen, wenn Airlines die h\u00f6heren Treibstoffkosten weitergeben.<\/p>\n<p>Reisende m\u00fcssen flexibler planen<\/p>\n<p>F\u00fcr Passagiere ist die Lage vor allem bei Preis und Verf\u00fcgbarkeit relevant. Wenn Airlines unprofitable Verbindungen streichen und gleichzeitig Kerosin teurer bleibt, sinkt auf einzelnen Strecken das Angebot. Das kann in den Hauptreisezeiten zu h\u00f6heren Preisen und weniger Auswahl f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie schnell sich die Lage entspannt, ist offen. Lufthansa geht zwar nach eigenen Angaben von einer weitgehend stabilen Treibstoffversorgung in den kommenden Wochen aus, arbeitet aber weiter an Anpassungen f\u00fcr den Sommerflugplan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WELT. 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