{"id":1199,"date":"2026-02-19T19:51:56","date_gmt":"2026-02-19T19:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/1199\/"},"modified":"2026-02-19T19:51:56","modified_gmt":"2026-02-19T19:51:56","slug":"trauer-um-langjaehrigen-posthof-leiter-wilfried-steiner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/1199\/","title":{"rendered":"Trauer um langj\u00e4hrigen Posthof-Leiter Wilfried Steiner"},"content":{"rendered":"<p> LINZ. Ober\u00f6sterreichs Kulturszene hat eine pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeit verloren: Wilfried Steiner, langj\u00e4hriger k\u00fcnstlerischer Leiter im Linzer Posthof, ist am 17. Februar nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 65 Jahren gestorben.\u00a0 <\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Best\u00fcrzung gab der Posthof den Tod seines langj\u00e4hrigen Kollegen bekannt. \u201eWilli, dieser gro\u00dfe, starke Mann, widmete sein Leben der Literatur. Als Schriftsteller schuf er spannende, eindringliche und vielschichtige Werke, f\u00fcr die er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Seit 1999 und bis zu seiner Pensionierung Ende 2025 war er k\u00fcnstlerischer Leiter der Sparten Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur im Posthof. Mit unerm\u00fcdlicher Neugier und Leidenschaft hat er hier nicht nur der Literatur ein pr\u00e4gendes Zuhause gegeben. Auch neue Entwicklungen wie zeitgen\u00f6ssischen Tanz, Improtheater oder internationale Comedy erkannte er fr\u00fch und f\u00f6rderte sie als einer der ersten in \u00d6sterreich mit gro\u00dfer \u00dcberzeugung. Als Kolleg:innen und Freund:innen verlieren wir mit ihm einen feinsinnigen Zuh\u00f6rer, einen aufrichtigen Ratgeber und unbeugsamen Mitstreiter.\u201c<\/p>\n<p>Landeshauptmann Thomas Stelzer: \u201eMit Wilfried Steiner verliert Ober\u00f6sterreich eine pr\u00e4gende Pers\u00f6nlichkeit der Kulturszene. \u00dcber Jahrzehnte hinweg hat er den Posthof mit gro\u00dfem Engagement, k\u00fcnstlerischem Gesp\u00fcr und internationaler Offenheit ma\u00dfgeblich mitgestaltet und zu einem weit \u00fcber die Landesgrenzen hinaus anerkannten Kulturzentrum entwickelt. Sein Wirken wird in der ober\u00f6sterreichischen Kulturlandschaft dauerhaft sichtbar bleiben.\u201c<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Dietmar Prammer: \u201eWilfried Steiner war nicht nur ein herausragenden Kulturmanager, sondern eine unverwechselbare literarische Stimme und ein leidenschaftlicher Erm\u00f6glicher. Er hat den Linzer Posthof \u00fcber Jahrzehnte hinweg mit Weitblick, Mut und einem feinen Gesp\u00fcr f\u00fcr Qualit\u00e4t gepr\u00e4gt. F\u00fcr viele K\u00fcnstler*innen war er T\u00fcr\u00f6ffner und Unterst\u00fctzer, f\u00fcr das Publikum unverwechselbarer Gastgeber der besonderen Posthof-Abende. Als Schriftsteller schuf er eindringliche, vielschichtige Werke, die ber\u00fchrten und zum Nachdenken anregten \u2013 ausgezeichnet und weit \u00fcber Linz hinaus gesch\u00e4tzt. Seine Offenheit f\u00fcr Neues, sein Engagement, seine Handschrift und sein Interesse am Menschen werden mit dem kulturellen Profil unserer Stadt nachhaltig verbunden bleiben. Linz verneigt sich in Dankbarkeit.\u201c<\/p>\n<p>Kulturstadtr\u00e4tin Doris Lang-Mayerhofer: \u201eMit Wilfried Steiner verliert Linz einen pr\u00e4genden Gestalter der Linzer Kulturlandschaft, der viel zu fr\u00fch die B\u00fchne des Lebens verlassen hat. Mit gro\u00dfer Leidenschaft und einem feinen Gesp\u00fcr f\u00fcr Qualit\u00e4t holte er internationale Tanzkompanien, herausragende Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen sowie Kabarettist*innen nach Linz und er\u00f6ffnete dem Publikum \u00fcber alle Generationen hinweg neue Perspektiven und R\u00e4ume f\u00fcr internationalen und kulturellen H\u00f6chstgenuss. Aber auch die F\u00f6rderung der lokalen Kulturszene mit Improtheater, Comedy oder zeitgen\u00f6ssischem Tanz lag ihm immer sehr am Herzen. Wilfried Steiner hat Linz kulturell reicher gemacht \u2013 als Autor, als Kurator und als inspirierender Wegbegleiter.\u201c<\/p>\n<p>Wilfried Steiner wurde am 18. Dezember 1960 in Linz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik an der Universit\u00e4t Salzburg und promovierte 1990 \u00fcber die Vorl\u00e4ufer der literarischen Moderne. Seit den sp\u00e4ten 1970er-Jahren ver\u00f6ffentlichte er literarische Texte in namhaften Zeitschriften und entwickelte ein vielschichtiges Werk aus Prosa, Lyrik und Theaterst\u00fccken. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien begleiteten sein literarisches Schaffen. Als Teilnehmer des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs und als Mitglied der Grazer Autorinnen- und Autorenversammlung war er fest in der \u00f6sterreichischen Literaturlandschaft verankert.<\/p>\n<p>Von 1999 bis zu seiner Pensionierung Ende 2025 leitete er am Posthof die Bereiche Tanz, Theater, Kleinkunst und Literatur. In dieser Funktion st\u00e4rkte er die Literatur als feste Gr\u00f6\u00dfe im Haus und \u00f6ffnete zugleich R\u00e4ume f\u00fcr zeitgen\u00f6ssischen Tanz, Improtheater und internationale Comedy. Sein Wirken war von inhaltlicher Qualit\u00e4t, Neugier und dem Anspruch gepr\u00e4gt, k\u00fcnstlerische Entwicklungen fr\u00fch zu erkennen und ihnen eine B\u00fchne zu geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"LINZ. 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