{"id":120102,"date":"2026-04-23T19:02:06","date_gmt":"2026-04-23T19:02:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120102\/"},"modified":"2026-04-23T19:02:06","modified_gmt":"2026-04-23T19:02:06","slug":"wie-gehts-bei-den-99ers-nach-dem-meistertitel-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120102\/","title":{"rendered":"Wie geht&#8217;s bei den 99ers nach dem Meistertitel weiter?"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/eishockey\/graz99ers\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Graz99ers<\/a> als einer der souver\u00e4nsten Meister der letzten Jahre: Drei Sweeps in Folge entschieden Serien, die selten Spannung mit sich brachten.<\/p>\n<p>LAOLA1-Scout Bernd Freim\u00fcller wirft einen Blick auf einen Champion, der in zwei Jahren zusammengestellt wurde:<\/p>\n<p>Vom Kellerapartment ins Penthouse<\/p>\n<p>Vom (muffeligen) Kellerapartment ins Penthouse: So der Werdegang der 99ers in den letzten beiden Jahren. Aus dem ewigen Tabellennachz\u00fcgler, bei dem schon ein Playoff-Einzug ein seltener Erfolg war, wurde ein Ligachampion.<\/p>\n<p>Hauptverantwortlich daf\u00fcr: Nat\u00fcrlich Pr\u00e4sident und Geldgeber Herbert Jerich. Anstelle des spr\u00f6den Langzeitchefs Jochen Pildner Steinburg trat ein Mann, der von Haus aus den bombastischen Hannes Kartnig (aus Elefanten-Zeiten) als sein Vorbild nannte und auch ein \u00e4hnliches Auftreten an den Tag legte.<\/p>\n<p>Doch mit den Worten (nie deftig, aber immer ohne Filter) gingen auch die finanziellen Mittel Hand in Hand: Das Budget war von Anfang an das eines Spitzenklubs, sp\u00e4testens heuer dem von Ligakr\u00f6sus Salzburg nahe.<\/p>\n<p>Ohne Geld ka Musi: Ein Crack wie <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/lukas-haudum\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lukas Haudum<\/a> \u2013 heuer mit der besten Saison seiner Karriere \u2013 kam um einen Preis, den man in der Liga h\u00f6chstens aus Pierre Page-Zeiten in Salzburg kennt. Sein Wechsel vom <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/eishockey\/kac\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KAC<\/a> gab dem Projekt nat\u00fcrlich gleich einen ambitionierten Anstrich.<\/p>\n<p>Sportdirektor Pinter als wichtiger Puzzlestein<\/p>\n<p>Ganz wichtig aber eine andere Entscheidung: Am Sportdirektor-Posten entschied sich Jerich fr\u00fch f\u00fcr Philipp Pinter. Bei einigen anderen Namen auf seiner Shortlist h\u00e4tte Jerich gleich seine Geldkoffer am Schlossberg \u00f6ffnen und die Scheine in den Wind flattern lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der aus Villach gekommene Pinter hatte zwar eine kleine Lernkurve (zu viele fr\u00fche und ligainterne Transfers), aber ohne ihn w\u00e4ren Cracks wie <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/paul-huber\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Paul Huber<\/a> oder Paul Stapelfeldt wohl noch immer in Salzburg. Vor allem seine Marktkenntnis und Kontakte am \u00f6sterreichischen Markt sind neben den finanziellen Mitteln Gold wert, ein Lenz Moosbrugger etwa war anderen Vereinsvertretern v\u00f6llig unbekannt.<\/p>\n<p>Dem Erfolg geschuldet, aber nicht nur: Unter Jerich und Pinter waren auch die jahrelangen Jerimiaden \u00fcber die Liga, die Refs und den Zustand der Welt allgemein in Graz Geschichte.<\/p>\n<p>Leistungssteigerung nach Trainerrochade<\/p>\n<p>Die heurige Saison war nicht ganz ein Start-Ziel-Sieg, erst nach der von Jerich im Alleingang vorgenommenen Trainerrochade ging die Leistungskurve steil nach oben. Schon Pinter als \u00dcbergangsl\u00f6sung funktionierte, unter Dan Lacroix (erst abgelehnt, dann doch verpflichtet) waren die unter Harry Lange zu oft auftretenden Overtimes endg\u00fcltig Geschichte.<\/p>\n<p>Das Team trat direkter und zielstrebiger auf, auch die zu vielen Kringel von Haudum oder Kevin Roy verschwanden fast v\u00f6llig. Auch schon unter Lange gab es genug Verkehr vor dem Tor, die Scheibe kam jetzt aber schneller dahin.<\/p>\n<p>Der Meistertitel zeichnete sich sp\u00e4testens mit der Jahreswende ab, auch wenn der <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/eishockey\/kac\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KAC<\/a> bis zuletzt mithalten konnte, den Titel im Grunddurchgang erst im letzten Spiel aus der Hand gab. Aber in Klagenfurt war in den Playoffs nie klar, wer von den \u00e4lteren Cracks zur Verf\u00fcgung stehen w\u00fcrde. Salzburg als logischer Konkurrent nach vier Titeln in Folge trat nur selten als Team auf, Bozen war einfach zu alt auf und neben dem Eis.<\/p>\n<p>Ein einseitiges Finale<\/p>\n<p>Drei Sweeps, dazu eine kuriose Statistik: F\u00fcr die zw\u00f6lf Siege brauchten die 99ers insgesamt 24 Tage, die Wartepause zwischen den Serien war mit 20 Tagen fast ebenso lang. Kein Wunder, dass sie die gr\u00f6\u00dften Probleme jeweils in Spiel 1 gegen Villach und Fehervar hatten, die fast nahtlos aus ihren Serien kamen. Im Finale begannen beide Teams nach langen Pausen, daher brachte der HCP diesen Vorteil nicht mit.<\/p>\n<p>Vier Siege, 21:6 Tore \u2013 da ist ein &#8222;Was w\u00e4re wenn&#8230;&#8220;-Spielchen f\u00fcr die wackeren Pustrer kaum angebracht. Um wenigstens den einen oder anderen Sieg zu feiern, h\u00e4tten eine bessere Chancenauswertung bzw. ein st\u00e4rkerer Goalie (Eddie Pasquale wirkte vor allem in den ersten beiden Spielen ausgebrannt) her m\u00fcssen.<\/p>\n<p>So trafen nicht die Teams aufeinander, die ihre Playoffs im Schnelldurchgang (acht bzw. neun Spiele) absolviert hatten, sondern eher dem Grunddurchgangs-Abschneiden (15 Punkte und vier Pl\u00e4tze Abstand) gem\u00e4\u00df. Dieser weit gr\u00f6\u00dfere Sample Size ging in der Vorschau aufs Finale v\u00f6llig unter, dazu auch die Tatsache, dass der Teamspeed der Grazer immer weit h\u00f6her anzusiedeln war. Wo die HCP-Defrender im Viertel- und Halbfinale die Gegner noch vom Tor herhalten konnten, steckten sie teilweise im Treibsand fest, gaben unter Druck die Scheibe leicht her.<\/p>\n<p>Wie geht&#8217;s in Graz weiter?<\/p>\n<p>Die krass angestiegenen Zuschauerzahlen sollten helfen, die urspr\u00fcnglichen Pl\u00e4ne waren aber, das Budget f\u00fcr die n\u00e4chste Saison wieder zur\u00fcckzudrehen. Das ergibt sich aber teilweise von alleine, der \u00dcberhang von zwei Legion\u00e4ren und einem \u00e4lteren \u00d6sterreicher (<a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/lukas-kainz\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lukas Kainz<\/a>) im Finale war ein Luxus.<\/p>\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/www.laola1.at\/de\/daten\/news\/david-maier\/\" class=\"tag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">David Maier<\/a> kommt ein \u00f6sterreichischer Teamverteidiger, Nico Brunner hat im Gegensatz zum \u00f6fters gescrtachten Kilian Z\u00fcndel keinen Vertrag mehr. Viele der Legion\u00e4re stehen noch unter Vertrag, aber Pinter wei\u00df: Gerade im Erfolg passieren die meisten Fehler, eine j\u00e4hrliche Auffrischung schadet nie.<\/p>\n<p>Auch mit den bestehenden Mitteln die gr\u00f6\u00dfte Aufgabe: Einen Ersatz f\u00fcr Nick Bailen zu finden. Pucktransporter mit seiner Produktion wachsen nicht auf den B\u00e4umen, doch beim 36-J\u00e4hrigen war man das stetige Nachverhandeln irgendwann einmal satt. Auch noch offen, ob Coach Dan Lacroix \u2013 war vor seinem Engagement eigentlich l\u00e4nger aus dem Business \u2013 bleibt.<\/p>\n<p>Die 99ers werden auch in den n\u00e4chsten Jahren zum absoluten Spitzenfeld geh\u00f6ren \u2013 der \u00d6sterreich-Stamm ist Liga-Spitze und w\u00e4chst weiter an, f\u00fcr starke Legion\u00e4re stehen weiter Mittel zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Serientitel wie in Salzburg sind schwer vorauszusagen, doch die Murstadt wurde jedenfalls eishockeym\u00e4\u00dfig wachgek\u00fcsst&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Graz99ers als einer der souver\u00e4nsten Meister der letzten Jahre: Drei Sweeps in Folge entschieden Serien, die selten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":120103,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[46,42,14189,300,3461,8008,44,8011,109,108,1924,117],"class_list":{"0":"post-120102","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-bernd-freimueller","11":"tag-eishockey","12":"tag-graz99ers","13":"tag-herbert-jerich","14":"tag-oesterreich","15":"tag-philipp-pinter","16":"tag-sport","17":"tag-sports","18":"tag-win2day-ice-hockey-league","19":"tag-wintersport"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116455574186748831","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120102"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120102\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/120103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=120102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=120102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}