{"id":120248,"date":"2026-04-23T20:38:07","date_gmt":"2026-04-23T20:38:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120248\/"},"modified":"2026-04-23T20:38:07","modified_gmt":"2026-04-23T20:38:07","slug":"nationalrat-beschliesst-einstimmig-verlaengerung-der-zulaessigen-dauer-von-public-viewing-veranstaltungen-pk0350-23-04-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120248\/","title":{"rendered":"Nationalrat beschlie\u00dft einstimmig Verl\u00e4ngerung der zul\u00e4ssigen Dauer von Public-Viewing-Veranstaltungen (PK0350\/23.04.2026)"},"content":{"rendered":"<p>Wien (PK) \u2013 Alle f\u00fcnf Parlamentsparteien sprachen sich heute im <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/NRSITZ\/75\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nationalrat<\/a> f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der zul\u00e4ssigen Dauer von Public-Viewing-Veranstaltungen von vier auf sechs Wochen aus. Dazu wurde ein gemeinsam vorgelegter <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/gegenstand\/XXVIII\/A\/768\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesetzesantrag<\/a> zur \u00c4nderung der Gewerbeordnung einstimmig angenommen.<\/p>\n<p>In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass gro\u00dfe internationale Sportveranstaltungen zunehmend l\u00e4nger dauern und umfangreicher organisiert werden, ist dem Gesetzesantrag zu entnehmen. Eine Ausdehnung des rechtlich zul\u00e4ssigen Zeitraums auf sechs Wochen schaffe die notwendige Flexibilit\u00e4t f\u00fcr Veranstalter und Beh\u00f6rden, ohne die bestehende Systematik der Gewerbeordnung wesentlich zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Es gehe beim Public Viewing um mehr als ums Fu\u00dfballschauen, sagte Tourismus-Staatssekret\u00e4rin Elisabeth Zehetner. Denn dabei treffe man sich und tausche sich aus, erlebe Gemeinschaft &#8211; und gleichzeitig k\u00f6nne die Gastronomie und der Tourismus daraus eine konkrete, wirtschaftliche Chance entwickeln. Denn Public Viewing bringe zus\u00e4tzliche G\u00e4ste und h\u00f6heren Umsatz sowie die M\u00f6glichkeit von der internationalen Aufmerksamkeit zu profieren. Dies st\u00e4rke zudem die Attraktivit\u00e4t des Standorts, so Zehetner.<\/p>\n<p>Ein von der FP\u00d6 im Zuge der Debatte eingebrachter Entschlie\u00dfungsantrag hinsichtlich verk\u00fcrzter Abschreibungsdauern f\u00fcr Investitionen in der Hotellerie wurde abgelehnt.<\/p>\n<p>FP\u00d6: Echte Tourismuspolitik fehlt<\/p>\n<p>Dieser Allparteienantrag erm\u00f6gliche es den Unternehmen die gesamte Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft zu \u00fcbertragen und dies sei eine gute Nachricht, sagte Sebastian Schwaighofer (FP\u00d6). Diese Erleichterung k\u00f6nne seine Fraktion mittragen, doch wer denke, damit habe man schon Tourismuspolitik gemacht, der mache sich etwas vor, so Schwaighofer. N\u00f6tig seien &#8222;endlich&#8220; politische Entscheidungen, betonte er und forderte mit einem Entschlie\u00dfungsantrag f\u00fcr die Hotellerie und sonstige Beherbergungsbetriebe eine funktionelle Abschreibung und verk\u00fcrzte Abschreibungsdauern f\u00fcr betriebsnotwendige Investitionen.<\/p>\n<p>Warum die \u00c4nderung der Gewerbeordnung zur Verl\u00e4ngerung der zul\u00e4ssigen Dauer von Public-Viewing-Veranstaltungen wieder eine zeitliche Definition enthalte und nicht &#8222;auf die Dauer einer Gro\u00dfveranstaltung&#8220; laute, sei nicht verst\u00e4ndlich, sagte Michael F\u00fcrtbauer (FP\u00d6). Denn so seien in Zukunft m\u00f6glicherweise noch weitere \u00c4nderungen n\u00f6tig, kritisierte er.<\/p>\n<p>\u00d6VP: Kleine, aber wichtige Novelle<\/p>\n<p>Gabriel Obernosterer (\u00d6VP) nannte den Tourismus in \u00d6sterreich &#8222;eine Erfolgsgeschichte&#8220; und strich hervor, dass es trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten Rekordn\u00e4chtigungszahlen gebe. Daniela Gmeinbauer (\u00d6VP) wies darauf hin, dass die \u00c4nderung der Gewerbeordnung, die heute beschlossen werde, zwar klein, aber wichtig sei. Public Viewing von Gro\u00dfveranstaltungen wie der Fu\u00dfball-WM seien nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein kultureller Faktor. Menschen w\u00fcrden zusammenkommen, sich unterhalten und die Gastronomie d\u00fcrfe sich \u00fcber zus\u00e4tzliche Ums\u00e4tze freuen.<\/p>\n<p>SP\u00d6: Public Viewing bedeutet auch Teilhabe<\/p>\n<p>Public Viewing schaffe ein Wir-Gef\u00fchl und sei zudem ein gro\u00dfer wirtschaftlicher Faktor. Es bedeute aber auch Teilhabe &#8211; denn es erm\u00f6gliche auch Menschen, die sich keine teuren Tickets f\u00fcr Gro\u00dfveranstaltungen leisten k\u00f6nnen, dabei zu sein und Gemeinschaft zu erleben, sagte Peter Manfred Harrer (SP\u00d6).<\/p>\n<p>Bei der kommenden Fu\u00dfball-WM werden 104 &#8222;Partien&#8220; zu sehen sein, sagte Roland Baumann (SP\u00d6). Public Viewing sei eine gute und beliebte M\u00f6glichkeit diese Gro\u00dfveranstaltung in einer Gruppe und einer Fangemeinde zu erleben. Mit der \u00c4nderung der Gewerbeordnung werde hinsichtlich der Ausdehnung des zul\u00e4ssigen Zeitraums von Public Viewing eine &#8222;einfache L\u00f6sung&#8220; geschaffen &#8211; sowohl f\u00fcr die Veranstalter als auch f\u00fcr die Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>NEOS f\u00fcr weitere Entlastungsma\u00dfnahmen<\/p>\n<p>Diese Gesetzesnovelle sei zwar nur ein kleiner Schritt in Richtung Entb\u00fcrokratisierung, r\u00e4umte Dominik Oberhofer (NEOS) ein. Er betonte jedoch, dass es viele solcher Schritte brauche, damit eine sp\u00fcrbare Entlastung erreicht werde. Die von der FP\u00d6 geforderte funktionelle, verk\u00fcrzte Abschreibung f\u00fcr den Tourismus sei &#8222;eine gute Forderung&#8220;, allerdings k\u00f6nne man nicht &#8222;eine Branche herauszupfen und \u00fcberbevorteilen&#8220;. Die Abschreibungsm\u00f6glichkeiten m\u00fcssten f\u00fcr alle Branchen und Betriebe verbessert werden, sagte Oberhofer und betonte, dass es aus seiner Sicht kl\u00fcger sei, \u00fcber die Entlastung der Lohnnebenkosten zu diskutierten, da dies eine Erleichterung f\u00fcr alle Unternehmerinnen und Unternehmer und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bringen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Janos Juvan (NEOS) wies unter anderem darauf hin, dass die diesj\u00e4hrige Fu\u00dfball-WM aufgrund der Zeitverschiebung vor allem in den Nachtstunden stattfinden werde. Deshalb g\u00e4be es diesbez\u00fcglich &#8222;noch viel mehr zu deregulieren&#8220;, um der \u00f6sterreichischen Wirtschaft die M\u00f6glichkeit zu geben bei solchen Events &#8222;gerade auch am Wochenende&#8220; entsprechend wirtschaften zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne f\u00fcr &#8222;gro\u00dfe Novelle&#8220;<\/p>\n<p>Barbara Ne\u00dfler (Gr\u00fcne) bezeichnete es als vern\u00fcnftig, dass der Gesetzesantrag zur Verl\u00e4ngerung der zul\u00e4ssigen Dauer von Public-Viewing-Veranstaltungen beschlossen werde, bedauerte jedoch, dass dieser nicht Teil einer &#8222;gro\u00dfen Gewerbeordnungsnovelle&#8220; sei. Zudem ging sie auf den Verkehr in Tirol ein, der auch eng mit dem Tourismus verbunden sei und thematisierte die Klage Italiens hinsichtlich der Transit-Ma\u00dfnahmen. Sie kritisierte, Tirol sei zu einem &#8222;Abgas-Hotspot&#8220; geworden, und die Menschen vor Ort m\u00fcssten den Preis daf\u00fcr in Form von schlechterer Luftqualit\u00e4t und erh\u00f6hter L\u00e4rmbelastung mit ihrer Gesundheit bezahlen. Ein Nicht-Handeln w\u00e4re verantwortungslos, betonte sie. (Fortsetzung Nationalrat) bea<\/p>\n<p>HINWEIS: Sitzungen des Nationalrats und des Bundesrats k\u00f6nnen via Livestream mitverfolgt werden und sind als Video-on-Demand in der <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/aktuelles\/mediathek\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mediathek des Parlaments<\/a> verf\u00fcgbar. In der Mediathek finden Sie auch <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/aktuelles\/mediathek\/fotos\/?MEDIA_380medium=BILD&amp;MEDIA_380ityp=SITZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fotos<\/a> von Plenarsitzungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wien (PK) \u2013 Alle f\u00fcnf Parlamentsparteien sprachen sich heute im Nationalrat f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung der zul\u00e4ssigen Dauer von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":103254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[1559,46,42,964,3186,44,35974,109,108,1624,255,23238],"class_list":{"0":"post-120248","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport","8":"tag-nationalrat","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-fussball","12":"tag-gewerbeordnung","13":"tag-oesterreich","14":"tag-public-viewing","15":"tag-sport","16":"tag-sports","17":"tag-tourismus","18":"tag-wirtschaft","19":"tag-zehetner"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116455951789956140","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120248","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120248"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120248\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/103254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120248"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=120248"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=120248"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}