{"id":120283,"date":"2026-04-23T21:00:11","date_gmt":"2026-04-23T21:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120283\/"},"modified":"2026-04-23T21:00:11","modified_gmt":"2026-04-23T21:00:11","slug":"foreflight-auf-der-aero-2026-wie-weit-reicht-die-plattform-fuer-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120283\/","title":{"rendered":"ForeFlight auf der Aero 2026: Wie weit reicht die Plattform f\u00fcr Europa?"},"content":{"rendered":"<p>Am Stand von ForeFlight l\u00e4uft die App auf gro\u00dfformatigen iPads, und genau dort zeigt sie ihre St\u00e4rke. Moving Map, Routenplanung, Wetterintegration und Flugplatzinfos greifen fl\u00fcssig ineinander, die kartenzentrierte Oberfl\u00e4che wirkt aufger\u00e4umt und durchdacht. Im Gespr\u00e4ch mit dem Softwareanbieter wird deutlich, dass Europa nicht mehr als Nebenschauplatz, sondern als gezielter Wachstumsmarkt betrachtet wird.<\/p>\n<p>Was am Stand allerdings auch auff\u00e4llt: Die Informationsdichte, die ForeFlight auf einem 12,9-Zoll-Display ausspielen kann, schmilzt auf kleineren Ger\u00e4ten sp\u00fcrbar zusammen. Auf einem iPhone bleibt die volle Funktionalit\u00e4t erhalten, der gro\u00dfe \u00dcberblick jedoch nicht. Wer die Plattform als integriertes Planungs- und Navigationswerkzeug nutzen will, kommt um ein iPad mit Halterung im Cockpit kaum herum.<\/p>\n<p>Logbuch, Karten, FLARM: Was f\u00fcr Europa dazugekommen ist<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Erweiterungen f\u00fcr europ\u00e4ische Nutzer z\u00e4hlt das EASA-konforme Logbuch mit Recency-Tracking und FCL.050-Export. Die Currency-\u00dcbersicht b\u00fcndelt Passagier-Recency, IFR Currency, Medical und Sprachkenntnisse auf einen Blick: hilfreich f\u00fcr die eigene Fristenverwaltung, die sonst gern in Tabellenkalkulationen oder auf Zetteln endet.<\/p>\n<p>Beim Kartenmaterial lassen sich VFR-Verfahrenskarten, VFR-ICAO-Karten und AIPs als Add-on hinzubuchen. FLARM-Verkehr kann \u00fcber eine separate Lizenz aus einem Sentry Plus oder SkyEcho 2 in die Kartenansicht eingebunden werden. Hinzu kommen die Debrief-Funktion mit Track-Log-Analyse, H\u00f6henprofil und teilbaren Flugauswertungen sowie individuell anpassbare Wegpunktsymbole und alternative Flugh\u00e4fen direkt in der Kartenansicht.<\/p>\n<p>Drei Tarife, eine Region inklusive<\/p>\n<p>ForeFlight staffelt sein Angebot in drei Jahresabos (Preise ohne MwSt.):<\/p>\n<p>Starter (117 \u20ac\/Jahr): Flugplanung, Navigation, LogbuchEssential (235 \u20ac\/Jahr): Zus\u00e4tzlich Hazard Awareness, Profilansicht, georeferenzierte Verfahrenskarten und IFR-GrundfunktionenPremium (350 \u20ac\/Jahr): Forecast-Visualisierung in Profil und 3D, Weight &amp; Balance, Performance-Berechnung f\u00fcr Kolbenflugzeuge, 3D-Flugpl\u00e4tze und Turboprop-\/Jet-Planungsfunktionen<\/p>\n<p>Jedes Abo enth\u00e4lt eine Region, etwa Europa. Jede weitere kostet 99 Euro. Genutzt werden kann die Lizenz gleichzeitig auf bis zu zwei iPads und einem iPhone oder einem iPad und zwei iPhones.<\/p>\n<p>Emergency Glide Mode: Erreichbare Pl\u00e4tze auf einen Blick<br \/>In allen Tarifen enthalten und f\u00fcr Einmot-Piloten besonders relevant: der Emergency Glide Mode. Bei Aktivierung reduziert er die Kartenansicht auf das Wesentliche und zeigt ausschlie\u00dflich erreichbare Landepl\u00e4tze, priorisiert nach Bahnl\u00e4nge, Wetter und gesch\u00e4tzter Ankunftsh\u00f6he \u00fcber Grund. Im Ernstfall spart das die Sekunden, die sonst f\u00fcr das Durchbl\u00e4ttern von Karten oder hektisches Funken draufgehen.<\/p>\n<p>Dynamic Procedures: IFR-Tiefe kommt 2026<\/p>\n<p>F\u00fcr IFR-Piloten die wohl interessanteste Ank\u00fcndigung: Dynamic Procedures soll voraussichtlich im Laufe von 2026 auch f\u00fcr Europa verf\u00fcgbar werden. Das Feature b\u00fcndelt Frequenzen, Endanflugkurs, Mindesth\u00f6hen, Segmentdaten und relevante NOTAMs in einer interaktiven Sidebar, kontextbezogen f\u00fcr das jeweils gew\u00e4hlte Verfahren. In den USA und Kanada ist die Funktion bereits im Einsatz und ab dem Essential-Tarif integriert.<\/p>\n<p>Gerade im Single-Pilot-IFR k\u00f6nnte das ein sp\u00fcrbarer Zugewinn werden, weil Briefing und Verfahrensf\u00fchrung nicht mehr zwischen verschiedenen Kartenseiten und Dokumenten zusammengesucht werden m\u00fcssen. Bis dahin bietet ForeFlight f\u00fcr den europ\u00e4ischen IFR-Betrieb georeferenzierte Verfahrenskarten, Profilansichten und erweiterte Planungsfunktionen: solide, aber noch ohne die Integrationstiefe, die Dynamic Procedures verspricht.<\/p>\n<p>Apple-exklusiv: Bewusste Entscheidung, klare Einschr\u00e4nkung<\/p>\n<p>ForeFlight l\u00e4uft seit dem ersten Tag ausschlie\u00dflich auf Apple-Ger\u00e4ten. Der Anbieter begr\u00fcndet das mit der standardisierten Hardware-Software-Architektur von Apple: eine Codebasis, ein Testumfeld, monatliche Updates. Funktionen wie 3D-Flugplatzansicht und Synthetic Vision nutzen Apples Grafik-Schnittstelle Metal, die eng auf die eigene Hardware abgestimmt ist. Die Fragmentierung der Android-Welt (unterschiedliche OS-Versionen, herstellerspezifische Anpassungen, variierende Hardware) mache eine gleichwertige Entwicklung aus Sicht von ForeFlight unwirtschaftlich. F\u00fcr Piloten ohne Apple-Ger\u00e4te bleibt ForeFlight damit keine Option.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am Stand von ForeFlight l\u00e4uft die App auf gro\u00dfformatigen iPads, und genau dort zeigt sie ihre St\u00e4rke. 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