{"id":120675,"date":"2026-04-24T03:46:08","date_gmt":"2026-04-24T03:46:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120675\/"},"modified":"2026-04-24T03:46:08","modified_gmt":"2026-04-24T03:46:08","slug":"renten-in-europa-haben-unsere-nachbarn-im-alter-mehr-geld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/120675\/","title":{"rendered":"Renten in Europa: Haben unsere Nachbarn im Alter mehr Geld?"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Im Ruhestand bequem leben: In Deutschland gr\u00fcbelt momentan eine Kommission dar\u00fcber, wie das trotz aller Sparzw\u00e4nge und der \u00e4lter werdenden Bev\u00f6lkerung k\u00fcnftig funktionieren soll. Nach der Aufregung \u00fcber die Ansage von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur gesetzlichen Rente als \u00abBasisabsicherung\u00bb stellte Sozialministerin B\u00e4rbel Bas (SPD) klar, dass am Ende ein Modell stehen soll, das den Lebensstandard sichert.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Andere L\u00e4nder bekommen das aus Sicht der SPD-Chefin bisher besser hin &#8211; die deutschen gesetzlichen Renten mit durchschnittlich 1.400 Euro f\u00fcr M\u00e4nner und 940 Euro f\u00fcr Frauen seien im Europavergleich niedrig, rechnete Bas diese Woche bei \u00abMaischberger\u00bb vor. Vor allem \u00d6sterreich wird immer wieder als Vorbild genannt. Aber wie unterscheidet sich das System vom deutschen \u00abDrei-S\u00e4ulen-Modell\u00bb mit gesetzlicher, privater und betrieblicher Rente? Und wie organisieren sich andere Nachbarn in Europa? Ein \u00dcberblick:<\/p>\n<p>Die Pension in \u00d6sterreich<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMTHo0bDRxUVJTemF3dmQvR0M1Z1JVbWYvblpIQ1JTaWpSUGFGNTdrbzM4NDh3YTZKMVEybDVTY1RPMXFSMFFlamdPVEIyay90dmx5UFptQ1ozaGRsLy9pUjE5dCtkMjV1OFMwaE05aE1uekE\/260424-0502-urn-newsml-dpa-com-20090101-260424-935-1299104.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Renten f\u00fcr das Alter kommen meist aus unterschiedlichen S\u00e4ulen. (Symbolbild)\" data-glightbox=\"type: image; description: Renten f\u00fcr das Alter kommen meist aus unterschiedlichen S\u00e4ulen. (Symbolbild)  | \u00a9 Sebastian Kahnert\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260424-0502-urn-newsml-dpa-com-20090101-260424-935-1299104.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Renten f\u00fcr das Alter kommen meist aus unterschiedlichen S\u00e4ulen. (Symbolbild) - \u00a9 Sebastian Kahnert\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Renten f\u00fcr das Alter kommen meist aus unterschiedlichen S\u00e4ulen. (Symbolbild)<br \/>\n                                    | \u00a9 Sebastian Kahnert\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">In \u00d6sterreich liegt die durchschnittliche Rente f\u00fcr M\u00e4nner bei rund 2.400 Euro, f\u00fcr Frauen bei 1.700 Euro. Bas erz\u00e4hlte in der Sendung, dass ihr Vater, der 45 Jahre oder l\u00e4nger als Busfahrer eingezahlt habe, in Deutschland wohl nur die H\u00e4lfte von dem Betrag seiner Berufskollegen in \u00d6sterreich bekomme.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSmxoRm05STd6MjR5bHpYS01HTVRMTHo0bDRxUVJTemF3dmQvR0M1Z1JVbWYvblpIQ1JTaWpSUGFGNTdrbzM4NDh3YTZKMVEybDVTY1RPMXFSMFFlanFtNXVMUGRpM3B4d3E5aW5xdklsazdieFI3bURGU2YrVnArSHJMUEphNHI\/260424-0502-urn-newsml-dpa-com-20090101-260424-935-1299107.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"In Deutschland sind die Bez\u00fcge aus der gesetzlichen Rente im Schnitt nicht \u00fcppig. (Archivbild)\" data-glightbox=\"type: image; description: In Deutschland sind die Bez\u00fcge aus der gesetzlichen Rente im Schnitt nicht \u00fcppig. (Archivbild)  | \u00a9 Fernando Gutierrez-Juarez\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/260424-0502-urn-newsml-dpa-com-20090101-260424-935-1299107.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"In Deutschland sind die Bez\u00fcge aus der gesetzlichen Rente im Schnitt nicht \u00fcppig. (Archivbild) - \u00a9 Fernando Gutierrez-Juarez\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                In Deutschland sind die Bez\u00fcge aus der gesetzlichen Rente im Schnitt nicht \u00fcppig. (Archivbild)<br \/>\n                                    | \u00a9 Fernando Gutierrez-Juarez\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Dort werden die Rentenbetr\u00e4ge zudem 14 Mal pro Jahr ausbezahlt. Die Erh\u00f6hungen richten sich nach der Inflation. Das Regelpensionsalter betr\u00e4gt f\u00fcr M\u00e4nner 65 Jahre. F\u00fcr Frauen wird es bis 2033 schrittweise auf 65 angehoben.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Der Hauptunterschied zu Deutschland: Es wird nicht zwischen Pensionen und Renten unterschieden &#8211; Beamte, andere Besch\u00e4ftigte und Selbstst\u00e4ndige zahlen verpflichtend in ein gemeinsames System ein. Das erkl\u00e4rt nach einer Vergleichsrechnung der Deutschen Rentenversicherung etwa 30 Prozent der h\u00f6heren Zahlbetr\u00e4ge.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Dazu kommt: Der Rentenbeitragssatz liegt bei 22,8 Prozent und damit deutlich h\u00f6her als die 18,6 Prozent in Deutschland; der Staat schie\u00dft mehr Geld in die Rentenkasse zu. Und die Bev\u00f6lkerung ist im Durchschnitt etwas j\u00fcnger.<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Aber auch in \u00d6sterreich gilt das System als h\u00f6chst reformreif. Mit rund 30 Milliarden Euro muss die L\u00fccke zwischen Einnahmen und Ausgaben geschlossen werden. Aktuelles Ziel ist daher, das Arbeiten im Alter nach Erreichen der Altersgrenze attraktiver zu machen.<\/p>\n<p>Staats- plus Betriebsrente in den Niederlanden<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Als vorbildlich werden oft auch die Niederlande genannt. Nach dem Allgemeinen Rentenversicherungsgesetz zahlen Arbeitnehmer in eine staatliche Versicherung ein. Anspruch auf eine Rente haben alle Einwohner, gestaffelt nach Aufenthaltsdauer in den Niederlanden und Wohnsituation. Die Staatsrente wird aus den Beitr\u00e4gen bezahlt, der Staat gleicht etwaige Defizite aus.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Zum anderen gibt es die Betriebsrente. Etwa 90 Prozent der Arbeitnehmer k\u00f6nnen dar\u00fcber verf\u00fcgen. Arbeitgeber bezahlen im Schnitt zwei Drittel, Arbeitnehmer ein Drittel der Beitr\u00e4ge. Erg\u00e4nzend gibt es individuelle Rentenversicherungen. Arbeitnehmer ohne Betriebsrente sind im Alter oft auf staatliche Beihilfen angewiesen. Das gesetzliche Rentenalter liegt inzwischen bei 67 Jahren.<\/p>\n<p>Drei-S\u00e4ulen-System in der Schweiz<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die Schweiz hat wie Deutschland drei Renten-S\u00e4ulen: Die staatliche S\u00e4ule, eine zweite S\u00e4ule, die im Berufsleben von Arbeitnehmer und Arbeitgeber best\u00fcckt wird, und eine dritte S\u00e4ule, die steuerbeg\u00fcnstigte Privatvorsorge. Finanziert wird die staatliche Rente durch Einzahlungen und Steuerbeitr\u00e4ge. Eine Beitragsbemessungsgrenze gibt es nicht. Das hei\u00dft, Menschen mit hohen Einkommen zahlen hohe Summen in die Rentenkasse, w\u00e4hrend Anspr\u00fcche gedeckelt sind. Die h\u00f6chstm\u00f6gliche Rente bei vollen Beitragsjahren aus der ersten S\u00e4ule liegt zurzeit bei 2.520 Franken (rund 2.750 Euro) im Monat. Das Rentenalter f\u00fcr Frauen wird gerade schrittweise auf das der M\u00e4nner angehoben: auf 65.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Die Zahlung aus der zweiten S\u00e4ule variiert stark, je nach Versicherung. Durchschnittlich haben Rentner aus erster und zweiter S\u00e4ule umgerechnet rund 4.800 Euro im Monat, Rentnerinnen rund 3.200 Euro. Dazu kommen die w\u00e4hrend des Berufslebens angesparten Betr\u00e4ge aus der dritten S\u00e4ule. Das h\u00f6rt sich viel an, aber die Lebenshaltungskosten sind auch hoch &#8211; ebenso wie die Krankenkassenbeitr\u00e4ge, die Rentner meist ohne Zusch\u00fcsse tragen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Flexibler Renteneintritt in Schweden<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">In Schweden kann man ab einem bestimmten Alter selbst entscheiden, wann man in Rente geht. Aktuell geht das etwa f\u00fcr die Jahrg\u00e4nge ab 1963 fr\u00fchestens mit 64 Jahren. Die Zahl ist an die Lebenserwartung gekoppelt, sie d\u00fcrfte also steigen. In der Regel f\u00e4llt die Rente umso h\u00f6her aus, je mehr jemand verdient und je sp\u00e4ter die Person in Rente geht. Alle zahlen ein \u2013 auch Beamte und Selbstst\u00e4ndige.<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Ein weiterer Unterschied zu Deutschland: die sogenannte Pr\u00e4mienrente. Von insgesamt 18,5 Prozent Rentenbeitrag geht der gr\u00f6\u00dfte Teil in ein umlagefinanziertes System wie in Deutschland, aber 2,5 Prozent in die Pr\u00e4mienrente. Die wird in Fonds angelegt, die die Schweden selbst ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Treffen sie keine Wahl, landet das Geld im staatlichen Standardfonds.<\/p>\n<p>Frankreich: Reform unter Protest<\/p>\n<p id=\"absatz16\" class=\"em_text\">In Frankreich gingen Menschen Ende 2023 im Schnitt im Alter von 62 Jahren und 9 Monaten in Rente. Ausgezahlt wurde im Schnitt eine Rente von 1.666 Euro brutto im Monat. In dem Jahr war unter massiven Protest beschlossen worden, das gesetzliche Rentenalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre anzuheben. Diese Anhebung wurde inzwischen ausgesetzt.<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"em_text\">Tats\u00e4chlich begann der Ruhestand f\u00fcr viele aber bereits vor der Reform sp\u00e4ter &#8211; aus finanziellen Gr\u00fcnden: Wer f\u00fcr eine volle Rente nicht lange genug eingezahlt hatte, arbeitete l\u00e4nger. Mit 67 gab es dann unabh\u00e4ngig von der Einzahldauer Rente ohne Abschlag. Wer besonders fr\u00fch angefangen hat zu arbeiten, kann nach einer festgelegten Einzahldauer auch fr\u00fcher abschlagsfrei in Rente.<\/p>\n<p>Rente mit 68 in Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Gro\u00dfbritannien hat das gesetzliche Rentenalter f\u00fcr j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge &#8211; genauer gesagt f\u00fcr alle ab dem 5. April 1977 Geborene &#8211; inzwischen auf 68 Jahre angehoben. Es gibt die M\u00f6glichkeit, sp\u00e4ter in Rente zu gehen und daf\u00fcr eine Erh\u00f6hung oder Abschlagszahlung zu bekommen.<\/p>\n<p id=\"absatz19\" class=\"em_text\">Finanziert wird die staatliche Rente \u00fcber die sogenannten National-Insurance-Beitr\u00e4ge. Anspruch hat nur, wer mindestens zehn Jahre eingezahlt hat. Die volle Rente von derzeit rund 240 Pfund in der Woche erh\u00e4lt man nach mindestens 35 Beitragsjahren. Als ausk\u00f6mmlich gilt das mit umgerechnet etwa 1.108 Euro f\u00fcr vier Wochen nicht. Arbeitgeber sind daher verpflichtet, anteilig in eine private Altersvorsorge ihrer Mitarbeitenden einzuzahlen. Die Regierung setzt zudem steuerliche Anreize, um Investitionen in private Rentenfonds zu f\u00f6rdern. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Ruhestand bequem leben: In Deutschland gr\u00fcbelt momentan eine Kommission dar\u00fcber, wie das trotz aller Sparzw\u00e4nge und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":120676,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[39270,42229,42231,2840,42230,257,76,75,74,741,42232,2415,18257,916,829,4892],"class_list":{"0":"post-120675","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-sterreich","9":"tag-altersbezug","10":"tag-brbel-bas","11":"tag-cdu","12":"tag-deutsche-rentenversicherung","13":"tag-deutschland","14":"tag-eu","15":"tag-europa","16":"tag-europe","17":"tag-friedrich-merz","18":"tag-meta_dpa_politik_inland","19":"tag-niederlande","20":"tag-rente","21":"tag-schweden","22":"tag-schweiz","23":"tag-spd"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116457634702258347","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=120675"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/120675\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/120676"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=120675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=120675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=120675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}