{"id":122004,"date":"2026-04-24T18:31:08","date_gmt":"2026-04-24T18:31:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/122004\/"},"modified":"2026-04-24T18:31:08","modified_gmt":"2026-04-24T18:31:08","slug":"us-gesandte-fliegen-zu-iran-gespraechen-nach-pakistan-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/122004\/","title":{"rendered":"US-Gesandte fliegen zu Iran-Gespr\u00e4chen nach Pakistan \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Steve Witkoff und Jared Kushner sollen am Samstag in Islamabad eintreffen, Irans Au\u00dfenminister wird schon am Freitagabend f\u00fcr Gespr\u00e4che in Pakistan erwartet.<\/p>\n<p>Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner fliegen am Samstag zu erneuten Gespr\u00e4chen \u00fcber ein m\u00f6gliches Ende des Iran-Kriegs nach Pakistan. Wie die Sprecherin des Wei\u00dfen Haus, Karoline Leavitt, am Freitag im Sender Fox News sagte, sollen Witkoff und Kushner in Pakistan mit iranischen Unterh\u00e4ndlern zusammentreffen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte zuvor gemeldet, dass Irans Au\u00dfenminister Abbas Araqchi am Freitagabend nach Islamabad reisen werde.<\/p>\n<p>Zuvor hatte Araqchi bereits mit Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und Au\u00dfenminister Ishaq Dar telefoniert. CNN zufolge reist US-Vizepr\u00e4sident JD Vance nicht nach Pakistan, da der iranische Parlamentspr\u00e4sident Mohammed Bagher Ghalibaf nicht an den Gespr\u00e4chen teilnehme. Ghalibaf werde im Wei\u00dfen Haus als Spitze der iranischen Delegation und damit als Pendant von Vance angesehen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem berieten die EU-Staaten bei einem informellen Gipfeltreffen in Zypern \u00fcber Schritte zur Beruhigung der Lage. Die deutsche Bundesregierung hatte mitgeteilt, sie sei bereit, mit ihren Partnern schrittweise Sanktionen gegen den Iran zu lockern, wenn es zu einer umfassenden \u00dcbereinkunft zur Wiederfreigabe der Stra\u00dfe von Hormuz kommen sollte. Die Blockade der f\u00fcr den \u00d6lhandel wichtigen Meerenge hat die Energiepreise in die H\u00f6he getrieben und setzt die Weltwirtschaft unter Druck.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran ohne klares Ende verl\u00e4ngert. Die Waffen sollen demnach schweigen, bis Teheran mit einem geeinten Vorschlag an den Verhandlungstisch kommt. Kurz zuvor hatte der Iran einer Teilnahme an weiteren Verhandlungen in Pakistan eine Absage erteilt. Verhandler der Konfliktparteien hatten sich in Islamabad f\u00fcr eine erste Gespr\u00e4chsrunde getroffen. Diese war ohne Ergebnis geendet.<\/p>\n<p>Beide Seiten drohten, sie seien bereit, die K\u00e4mpfe wieder aufzunehmen. Die USA stocken vor diesem Hintergrund ihre Milit\u00e4rpr\u00e4senz in der Region weiter auf. Der Flugzeugtr\u00e4ger \u201eUSS George H.W. Bush\u201c befinde sich im Indischen Ozean, teilte das US-Regionalkommando Centcom am Donnerstag auf X mit. Erstmals seit 2003 bef\u00e4nden sich somit drei US-Flugzeugtr\u00e4ger gleichzeitig im Nahen Osten im Einsatz, hie\u00df es von Centcom am Freitag. Diese umfassten zusammen \u00fcber 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen.<\/p>\n<p>Trump hatte eine \u00d6ffnung der von Teheran weitgehend blockierten Stra\u00dfe von Hormuz zur Bedingung f\u00fcr die Waffenruhe gemacht, w\u00e4hrend er zugleich an der eigenen Blockade iranischer H\u00e4fen festh\u00e4lt. Trump wies die Marine seines Landes am Donnerstag an, alle Schiffe zu beschie\u00dfen und zu versenken, die Minen in der f\u00fcr den globalen \u00d6lhandel wichtigen Meerenge ausbringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Minensuchboote w\u00fcrden die Stra\u00dfe von Hormuz zugleich noch intensiver von Sprengk\u00f6rpern s\u00e4ubern, schrieb Trump auf Truth Social. Das US-Nachrichtenportal \u201eAxios\u201c zitierte einen US-Beamten und eine weitere Quelle, wonach die Marine der iranischen Revolutionsgarden diese Woche dort weitere Minen verlegt habe.<\/p>\n<p>Unterdessen ist Tel Aviv laut Verteidigungsminister Israel Katz \u201ebereit, den Krieg gegen den Iran wieder aufzunehmen\u201c. Sein Land warte auf gr\u00fcnes Licht aus den USA, sagte er nach Angaben seines B\u00fcros vom Donnerstagabend bei einer Lagebeurteilung. Die Ziele seien bereits festgelegt. Es gehe unter anderem darum, die Familien-\u201eDynastie\u201c des neuen obersten F\u00fchrers Mojtaba Khamenei, Sohn des get\u00f6teten Ajatollahs Ali Khamenei, endg\u00fcltig zu zerschlagen.<\/p>\n<p>Weiteres Ziel sei die Zerst\u00f6rung der wirtschaftlichen Infrastruktur, einschlie\u00dflich Energie- und Stromanlagen. Katz sprach davon, den Iran \u201ein die Steinzeit\u201c zur\u00fcckzuversetzen. Trump hatte sich vor Wochen \u00e4hnlich ausgedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Inzwischen droht im Iran nach den Angriffen der USA und Israels laut Experten eine schwere Krise in der medizinischen Versorgung. Zwar gebe es eine Waffenruhe, aber die Folgen der wochenlangen Bombardierung beeintr\u00e4chtigten wohl noch auf Monate oder Jahre die Versorgung der Bev\u00f6lkerung, sagte Cristhian Cortez Cardoza in Genf. Er ist stellvertretender Regionaldirektor f\u00fcr den Nahen Osten und Nordafrika bei der F\u00f6deration der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).<\/p>\n<p>\u201eEin Waffenstillstand bedeutet nicht, dass der Konflikt vorbei ist\u201c, sagte Cardoza. Hunderte Kliniken und Gesundheitseinrichtungen sowie Lernst\u00e4tten und Gesch\u00e4fte seien zerst\u00f6rt worden, sagte er. Es wachse die Sorge, dass nicht mehr gen\u00fcgend medizinische Ger\u00e4te wie Dialysemaschinen oder Prothesen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>Unterdessen wurde auch die Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon und Israel nach Angaben von US-Pr\u00e4sident Trump um drei Wochen verl\u00e4ngert. Die derzeit geltende, zehnt\u00e4gige Waffenruhe w\u00e4re ohne eine Verl\u00e4ngerung am sp\u00e4ten Sonntagabend ausgelaufen. Auch nach der Verl\u00e4ngerung kam es aber zu Angriffen.<\/p>\n<p>Die libanesische Regierung ist keine aktive Kriegspartei in dem aktuellen Konflikt. Sie will den Einfluss der Hisbollah im Land eind\u00e4mmen. Die Hisbollah ist gegen die Verhandlungen mit Israel. Im Libanon reagierten die Menschen Augenzeugen zufolge mit einer vorsichtigen Erleichterung auf die Ank\u00fcndigung der Waffenruhe-Verl\u00e4ngerung. Viele f\u00fcrchten demnach, dass sich beide Seiten nicht an das Abkommen halten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>(APA\/dpa\/Reuters\/AFP)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Steve Witkoff und Jared Kushner sollen am Samstag in Islamabad eintreffen, Irans Au\u00dfenminister wird schon am Freitagabend f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":122005,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[40,1090,41,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-122004","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-nachrichten","9":"tag-nahost","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-welt","13":"tag-world","14":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=122004"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/122004\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/122005"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=122004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=122004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=122004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}