{"id":123059,"date":"2026-04-25T09:15:09","date_gmt":"2026-04-25T09:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/123059\/"},"modified":"2026-04-25T09:15:09","modified_gmt":"2026-04-25T09:15:09","slug":"moegliche-neue-art-kosmischer-explosion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/123059\/","title":{"rendered":"m\u00f6gliche neue Art kosmischer Explosion"},"content":{"rendered":"<p> PASADENA\/USA. Wissenschaftler am California Institute of Technology berichten \u00fcber AT2025ulz, ein r\u00e4tselhaftes Lichtsignal aus rund 1,3 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Das Ereignis wurde nach einem Gravitationswellen-Signal vom 18. August 2025 beobachtet. Wie Science Daily berichtet, k\u00f6nnte das Ereignis auf eine \u201eDoppelexplosion\u201c, eine bislang nicht best\u00e4tigte neue Art kosmischer Explosion hinweisen. <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst sah die Erscheinung wie eine Kilonova aus. Das ist ein Ausbruch, der entsteht, wenn zwei Neutronensterne zusammensto\u00dfen. Neutronensterne sind extrem dichte Reste gro\u00dfer Sterne und k\u00f6nnen auf kleinem Raum mehr Masse als die Sonne enthalten.<\/p>\n<p>Nach wenigen Tagen \u00e4nderte sich das Bild. Das Objekt wurde wieder heller, zeigte blaueres Licht und trug Spuren von Wasserstoff. Solche Merkmale passen eher zu einer Supernova, also zur Explosion eines sterbenden gro\u00dfen Sterns.<\/p>\n<p>Signal kam kurz nach Gravitationswellen<\/p>\n<p>Den ersten Hinweis lieferten die LIGO Detektoren in den USA und Virgo in Italien. Sie registrierten Gravitationswellen, also\u00a0winzige Wellen im Raum bzw. in der Raumzeit, die durch eine beschleunigte Masse ausgel\u00f6st werden. Kurz danach fand die Zwicky Transient Facility am Palomar Observatorium eine rasch verblassende rote Quelle in derselben Himmelsregion.<\/p>\n<p>Mehrere Teleskope verfolgten das Ereignis weiter. Anfangs \u00e4hnelte die rote Farbe der Kilonova von 2017, dem bisher klarsten Nachweis eines solchen Ausbruchs. Dort entstanden schwere Elemente wie Gold, die blaues Licht verschlucken und rotes Licht st\u00e4rker durchlassen.<\/p>\n<p>Zwei Explosionen k\u00f6nnten zusammenfallen<\/p>\n<p>Das Wissenschaftlerteam um Astronomin Mansi Kasliwal schl\u00e4gt eine vorsichtig formulierte Erkl\u00e4rung vor. Eine Supernova k\u00f6nnte zwei sehr kleine neu entstandene Neutronensterne hervorgebracht haben. Diese k\u00f6nnten kurz darauf ineinander gest\u00fcrzt sein und eine zweite Explosion ausgel\u00f6st haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr dieses m\u00f6gliche Doppelereignis verwenden die Forschenden den Begriff Superkilonova. Gemeint ist eine Kilonova, die in einer Supernova verborgen liegt. Best\u00e4tigt ist diese Deutung aber nicht.<\/p>\n<p>Weitere Funde sollen Klarheit bringen<\/p>\n<p>AT2025ulz passt weder sauber zu einer normalen Kilonova noch zu einer gew\u00f6hnlichen Supernova. Besonders auff\u00e4llig ist, dass die Daten auf mindestens ein Objekt hindeuten, das leichter als typische Neutronensterne ist. Solche sehr leichten Neutronensterne sind bislang theoretisch m\u00f6glich, aber nicht direkt belegt.<\/p>\n<p>Die Forschenden wollen deshalb nach \u00e4hnlichen F\u00e4llen suchen. K\u00fcnftige Himmelsdurchmusterungen mit neuen Teleskopen k\u00f6nnten zeigen, ob AT2025ulz ein seltener Sonderfall war oder der erste Hinweis auf eine neue Klasse von Sternexplosionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"PASADENA\/USA. Wissenschaftler am California Institute of Technology berichten \u00fcber AT2025ulz, ein r\u00e4tselhaftes Lichtsignal aus rund 1,3 Milliarden Lichtjahren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":123060,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[699,700,46,42,42738,44,97,96,398,101,98,100,99],"class_list":{"0":"post-123059","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-astrophysik","10":"tag-at","11":"tag-austria","12":"tag-kilonova","13":"tag-oesterreich","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-supernova","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116464590812535342","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123059","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123059"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123059\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/123060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123059"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123059"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123059"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}