{"id":12385,"date":"2026-02-25T12:27:07","date_gmt":"2026-02-25T12:27:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/12385\/"},"modified":"2026-02-25T12:27:07","modified_gmt":"2026-02-25T12:27:07","slug":"bis-samstag-ist-eine-planeten-parade-zu-bestaunen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/12385\/","title":{"rendered":"Bis Samstag ist eine Planeten-Parade zu bestaunen"},"content":{"rendered":"<p eom-name=\"p\" eom-tag-name=\"p\">Sechs Planeten in einer Reihe am Abendhimmel: Die seltene Planeten-Parade sorgt aktuell f\u00fcr ein faszinierendes Schauspiel. Die Bedingungen f\u00fcr Beobachtungen sind g\u00fcnstig und das Wetter d\u00fcrfte mitspielen.<\/p>\n<p>Es ist ein Fest f\u00fcr Sternenbeobachter, ein Spektakel, das au\u00dferordentlich selten am Nachthimmel zu sehen ist: Bereits jetzt zeigen sich f\u00fcnf Planeten am fr\u00fchabendlichen Himmel. Ab Samstag (28. Februar) wird sich auch die Venus zu Jupiter, Uranus, Saturn, Neptun und Merkur in einer Planeten-Parade dazugesellen.<\/p>\n<p>Quintett der Planeten <\/p>\n<p>Bei einer Planeten-Parade oder Planeten-Prozession sind gleichzeitig drei, vier oder f\u00fcnf der frei\u00e4ugig sichtbaren Planeten \u2013 Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn \u2013 recht nahe beieinander in einer Reihe am Himmel zu sehen sind.<\/p>\n<p>Da ihre Bahnebenen nur wenig von der Ekliptik (die scheinbare j\u00e4hrliche Bahn der Sonne am Fixsternhimmel, betrachtet von der Erde aus)a bweichen, stehen bei solchen Konstellationen die Planeten ann\u00e4hernd auf einer Linie, die der Bogen eines gro\u00dfen Kreises auf der Himmelskugel ist.<\/p>\n<p>An der Volkssternwarte Darmstadt beobachtet Bernd Scharbert, erster Vorsitzender des Vereins, die Himmelsk\u00f6rper. \u201eDamit man eine Planeten-Parade hat, m\u00fcssen viele Planeten auf der gleichen Seite der Sonne stehen. Nur dann kann man sie am Nachthimmel sehen\u201c, erkl\u00e4rt er. Den Mars k\u00f6nne man noch nicht sehen, \u201eweil er ganz nah bei der Sonne ist und schlecht beobachtbar ist\u201c.<\/p>\n<p>   Beobachtungen nur nach Sonnenuntergang <\/p>\n<p>Wer einen Blick auf die Parade der Himmelsk\u00f6rpersehen erheischen will, muss schnell sein: Nur direkt nach dem Sonnenuntergang steht Merkur tief im Westen, Venus leuchtet dar\u00fcber. Jupiter ist direkt dar\u00fcber gut zu erkennen. \u201eDer Abstand von Merkur und Venus zur Sonne ist ungef\u00e4hr die Breite einer Faust.\u201c<\/p>\n<p>In der Nacht zum Donnerstag (26. Februar) k\u00f6nnten die meteorologischen Bedinungen Beobachtungsbedingungenebenfalls g\u00fcnstig sein. Auch in der Nacht zum Freitag (27. Februar) wird wohl kein Regen fallen.<\/p>\n<p>In der Nacht zum Samstag ist es anfangs voraussichtlich noch klar oder nur gering bew\u00f6lkt. Im Verlauf k\u00f6nnte der Himmel dann allerdings bedeckt sein.<\/p>\n<p>    Esa verfolgt Reise der Raumsonden <\/p>\n<p>Ein paar Kilometer von der Volkssternwarte entfernt, nehmen sich Astronomen am Europ\u00e4ischen Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt mit Sonden der Europ\u00e4ischen Raumfahrtorganisation Esa professionell der Prozession an.<\/p>\n<p>\u201eZum Merkur, der auch Teil dieser Planeten-Parade ist, haben wir vor sieben Jahren eine Sonde losgeschickt\u201c, erl\u00e4utert Florian Renk, als Leiter der Flugdynamik an den europ\u00e4ischen Missionen. \u201eDie Sonde \u201aBepiColombo\u2019 wird auf diesem Weg schon fast zehn Milliarden Kilometer durch unser Sonnensystem zur\u00fcckgelegt haben.\u201c<\/p>\n<p>Die Sonde soll im Dezember nach fast acht Jahren am Merkur vorbeifliegen. \u201eIn Darmstadt \u00fcberwachen wir den Flugweg, dass wir auch wirklich am Merkur ankommen\u201c, berichtet Renk. Nach zehn Milliarden Kilometern Flug \u201eschaffen wir es, einen ganz, ganz kleinen, nur 5000 Kilometer im Durchmesser gro\u00dfen Planeten auf besser als 20 Kilometer genau zu treffen\u201c.<\/p>\n<p>Auch der Jupiter wird von Darmstadt aus angesteuert. Den rund 600 Millionen Kilometer entfernten Gasriesen wird die Raumsonde \u201eJuice\u201c erst im Jahr 2031 erreichen. \u201eDer Jupiter hat viele Monde. Wir wollen mit \u201aJuice\u2019 die Eismonde des Jupiters besuchen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDer Planet, der noch ein bisschen weiter drau\u00dfen ist, wundersch\u00f6n anzuschauen mit seinem Ring, ist der Saturn, der auch Monde hat.\u201c Dar\u00fcber wisse man \u201enoch sehr, sehr, sehr, sehr wenig\u201c, konstatiert Renk.<\/p>\n<p>   Planeten-Konstellationen <\/p>\n<p>Die Planetenparade vom 27. Februar 1953 v. Chr. gilt als die gr\u00f6\u00dfte scheinbare Ann\u00e4herung aller f\u00fcnf hellen Planeten in historischer Zeit.<\/p>\n<p>Bei der vom 21. Januar 2025 bis Mitte Februar 2025 andauernden Planetenparade, waren die sechs Planeten Mars, Jupiter, Uranus, Neptun, Venus und Saturn am Nachthimmel sichtbar, frei\u00e4ugig allerdings nur die n\u00e4heren Vier.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste vergleichbare Planeten-Konstellation ist erst wieder im Jahr 2028 zu erwarten.<\/p>\n<p> Planeten und Zwergplaneten <\/p>\n<p class=\"infobox\">Pluto\/Plutoide<br \/>Der Begriff Planet war bereits im Altertum bekant. Lange Zeit gab es f\u00fcr diese Himmelsobjekte allerdings keine exakte wissenschaftliche Beschreibung. Erst 2006 verabschiedete die 26. Vollversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) eine Resolution, die Planeten sowie die neue Klasse der Zwergplaneten durch klarere Kriterien definiert. Die Festlegung war n\u00f6tig geworden, um neu entdeckte, Pluto-\u00e4hnliche Himmelsk\u00f6rper &#8211; also Plutoide &#8211; in unserem Sonnensystem genauer einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"infobox\">Planet<br \/>Nach der Definion der IAU ist ein Planet ein Himmelsk\u00f6rper, der . . .<\/p>\n<p class=\"infobox\">\u2022 <br \/>sich in einer Umlaufbahn um die Sonne befindet.<\/p>\n<p class=\"infobox\">Zwergplanet <br \/>Nach der Definion der Internationalen Astronomischen Union IAU ist ein Zwergplanet ein Himmelsk\u00f6rper, der . . .<\/p>\n<p class=\"infobox\">Anerkannte Planeten <br \/>ie IAU z\u00e4hlt in unserem Sonnensystem offiziell acht Planeten (in der Reihenfolge der Entfernung zur Sonne): Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sowie die f\u00fcnf Zwergplaneten Ceres, Pluto, Haumea, Makemake und Eris. Es k\u00f6nnte jedoch Dutzende oder sogar Hunderte weitere Zwergplaneten in unserem Sonnensystem geben.<\/p>\n<p class=\"infobox\">Erde<br \/>Die Erde ist der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte und der Sonne drittn\u00e4chste Planet unseres Sternensystems. Sie hat Durchmesser von 12 756 Kilometern, ist rund 4,6 Milliarden Jahre alt und etwa 150 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.<\/p>\n<p class=\"infobox\">Erd\u00e4hnliche Planeten<br \/>Als erd\u00e4hnliche Planeten, terrestrische Planeten oder Gesteinsplaneten werden Himmelsk\u00f6rper bezeichnet, die in ihrem Aufbau der Erde gleichen. Sie bestehen vollst\u00e4ndig oder fast vollst\u00e4ndig aus festen Bestandteilen und haben einen Schalenaufbau. Neben Merkur, Venus, Erde und Mars \u2013 den vier Planeten des inneren Sonnensystems \u2013 geh\u00f6ren auch unser Mond, die Jupitermonde Io und Europa sowie die gr\u00f6\u00dferen Eismonde Ganymed, Kallisto, Titan, und Triton zu dieser Gruppe.<\/p>\n<p class=\"infobox\">Gasplaneten<br \/>Daneben gibt es noch die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun (auch jupiter\u00e4hnliche Planeten genannt), die \u00fcberwiegend aus leichten Elementen wie Wasserstoff und Helium bestehen und nur einen geringen Anteil an schwererem Material wie Gesteine und Metalle aufweisen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sechs Planeten in einer Reihe am Abendhimmel: Die seltene Planeten-Parade sorgt aktuell f\u00fcr ein faszinierendes Schauspiel. 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