{"id":123950,"date":"2026-04-25T22:20:11","date_gmt":"2026-04-25T22:20:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/123950\/"},"modified":"2026-04-25T22:20:11","modified_gmt":"2026-04-25T22:20:11","slug":"crans-montana-schaendliche-forderung-italien-empoert-ueber-schweizer-rechnung-nach-brandkatastrophe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/123950\/","title":{"rendered":"Crans-Montana: \u201eSch\u00e4ndliche Forderung\u201c \u2013 Italien emp\u00f6rt \u00fcber Schweizer Rechnung nach Brandkatastrophe"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem t\u00f6dlichen Brand in Crans-Montana sorgt jetzt eine Rechnung f\u00fcr politischen Streit. Die Schweiz verlangt von Italien die \u00dcbernahme von Behandlungskosten verletzter Landsleute. Rom verweigert die Zahlung \u2013 und spricht von fehlender Gegenseitigkeit.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Rund vier Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana gibt es einen Streit zwischen der Schweiz und Italien. Wie italienische Medien am Freitagabend berichteten, verlangt die Schweiz von ihrem Nachbarland die \u00dcbernahme der Behandlungskosten von drei italienischen Opfern.<\/p>\n<p>100.000 Franken seien durch den Aufenthalt der drei Personen in einem Krankenhaus in Sitten (Wallis) angefallen. Mathias Reynard, Regierungspr\u00e4sident des Kantons Wallis, verweist den Berichten zufolge darauf, dass der Kanton aus rechtlichen Gr\u00fcnden keinen Spielraum habe, um die Kosten selbst zu \u00fcbernehmen. Das habe Reynard dem italienischen Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, mitgeteilt. <\/p>\n<p>Cornado weist die Kosten\u00fcbernahme jedoch zur\u00fcck. Der Zeitung \u201eRepubblica\u201c erkl\u00e4rte er: \u201eItalien wird die Behandlungskosten f\u00fcr die Verletzten von Crans-Montana nicht \u00fcbernehmen. Unser Land hat wochenlang die Behandlung von zwei Schweizer B\u00fcrgern im Krankenhaus Niguarda in Mailand \u00fcbernommen, und der Zivilschutz des Aostatals hat in den ersten Stunden der Trag\u00f6die mit einem eigenen Helikopter an den Rettungsma\u00dfnahmen teilgenommen. Es gibt einen Grundsatz der Gegenseitigkeit, der respektiert werden muss.\u201c<\/p>\n<p>Er fordere eine Gleichbehandlung und erachte es als \u201einakzeptabel\u201c, wenn die Kosten auf die italienische Bev\u00f6lkerung abgew\u00e4lzt w\u00fcrden. Regierungspr\u00e4sident Reynard habe ihm vorgeschlagen, mit den Bundesbeh\u00f6rden in der Schweizer Hauptstadt Bern Kontakt aufzunehmen, um eine L\u00f6sung auf diplomatischer Ebene zu finden. <\/p>\n<p>Auch Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni zeigt sich \u00fcber die Rechnung aus der Schweiz emp\u00f6rt. Auf <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/GiorgiaMeloni\/status\/2047736271083028935\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/GiorgiaMeloni\/status\/2047736271083028935&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">X<\/a> schrieb sie: \u201eSollte diese sch\u00e4ndliche Forderung formell gestellt werden, k\u00fcndige ich bereits jetzt an, dass Italien sie an den Absender zur\u00fcckschicken und ihr keinerlei Folge leisten wird.\u201c Sie vertraue auf das \u201eVerantwortungsbewusstsein der Schweizer Beh\u00f6rden\u201c.<\/p>\n<p>Die Zeitung <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/crans-montana-schweiz-fordert-italien-zur-kostenuebernahme-auf-ld.10004470\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.nzz.ch\/schweiz\/crans-montana-schweiz-fordert-italien-zur-kostenuebernahme-auf-ld.10004470&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201c<\/a> (NZZ) schreibt, dass das Vorgehen der Schweiz rechtlich korrekt sei. Krankenh\u00e4user schickten die Rechnungen normalerweise an eine gemeinsame Agentur der Krankenkassen, die die Dokumente wiederum an das Pendant im jeweiligen Herkunftsland der Patienten weiterleiten w\u00fcrde. Zwischen den Agenturen werde dann die Kosten\u00fcbernahme geregelt.<\/p>\n<p>Die \u201eNZZ\u201c berichtet weiter, dass aus Kreisen, die mit der Katastrophe in Crans-Montana befasst seien, dennoch Zweifel am Vorgehen der Beh\u00f6rden herrsche \u2013 insbesondere dar\u00fcber, ob das b\u00fcrokratische Vorgehen der Tragweite des Ungl\u00fccks gerecht werde. <\/p>\n<p>Durch den Brand in der Bar \u201eLe Constellation\u201c in der Neujahrsnacht waren 41 Menschen ums Leben gekommen. Funkenspr\u00fchende Partyfont\u00e4nen hatten Schaumstoff an der Decke in Brand gesetzt.<\/p>\n<p>nw<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem t\u00f6dlichen Brand in Crans-Montana sorgt jetzt eine Rechnung f\u00fcr politischen Streit. 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