{"id":124514,"date":"2026-04-26T08:42:07","date_gmt":"2026-04-26T08:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/124514\/"},"modified":"2026-04-26T08:42:07","modified_gmt":"2026-04-26T08:42:07","slug":"gestrandeter-buckelwal-timmy-tierschuetzer-plaedieren-fuer-toetung-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/124514\/","title":{"rendered":"Gestrandeter Buckelwal \u201eTimmy\u201c: Tiersch\u00fctzer pl\u00e4dieren f\u00fcr T\u00f6tung \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die Meeresschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) kritisiert den Rettungsversuch als \u201edas genaue Gegenteil\u201c dessen, was ein Buckelwal brauche, Greenpeace spricht von einem \u201eans W\u00fcrdelose grenzenden Gezerre\u201c.<\/p>\n<p>Kurz vor Beginn einer gro\u00dfen Rettungsaktion haben sich Tiersch\u00fctzer f\u00fcr die T\u00f6tung des vor der deutschen Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals ausgesprochen. Aktuell die einzig vertretbare Ma\u00dfnahme sei, den Wal durch Euthanasie zu erl\u00f6sen, erkl\u00e4rte die Whale and Dolphin Conservation. \u201eDie Durchf\u00fchrung erfordert jedoch spezielle fachliche Expertise sowie Erfahrung mit der Euthanasie gro\u00dfer Wale und ist mit Risiken f\u00fcr die beteiligten Einsatzkr\u00e4fte verbunden.\u201c<\/p>\n<p>Experten waren in einem wissenschaftlichen Gutachten schon Anfang April zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Rettungsversuch nicht erfolgversprechend sei und erhebliche Risiken f\u00fcr das Tier berge. Die Einsch\u00e4tzung sei schon damals gewesen, dem Wal die Ruhe zu geben, die er suche, sagte auch Greenpeace-Experte Thilo Maack. \u201eLeider ist der aktuelle Rettungsversuch das genaue Gegenteil.\u201c<\/p>\n<p>Eine private Initiative will den Buckelwal mit einem Lastkahn in dreieinhalb Tagen an der Insel Fehmarn vorbei bis zur mehr als 400 Kilometer entfernten Nordsee bei Skagen bringen. Dort werde man den Zustand des Tiers bewerten und \u201eschauen, wie die Reise \u00fcberstanden wurde\u201c, so der technische Leiter der Initiative, Felix Bohnsack am Samstagabend vor Journalisten. Das Konzept hatte am Wochenende auch Gr\u00fcnes Licht von den Beh\u00f6rden bekommen.<\/p>\n<p>Der Tierschutzorganisation WDC zufolge sind die wiederholten Strandungen des Buckelwals ein m\u00f6gliches Zeichen f\u00fcr eine bewusste Handlung und f\u00fcr einen \u201egrundlegend schlechten Gesundheitszustand und schwerwiegendere Faktoren, die den Wal dazu bewegen, nicht lange im tieferen Gew\u00e4sser zu schwimmen\u201c. Die Chancen f\u00fcr ein langfristiges \u00dcberleben des Tiers sch\u00e4tzt WDC auch aus diesem Grund als gering ein. Das gelte auch bei einem Transport bis zum Atlantik.<\/p>\n<p>Im Fokus sollten immer die langfristigen \u00dcberlebenschancen stehen: wie realistisch es ist, dass das Tier ohne langfristiges Leid und Schmerzen \u00fcberlebt, betont die Organisation. F\u00fcr den Wal vor Poel seien diese Chancen extrem gering. \u201eAuch wenn der Fall dieses Buckelwals extrem traurig und tragisch ist &#8211; die Realit\u00e4t ist, dass jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine weltweit einen \u00e4hnlich langen Leidens- beziehungsweise Sterbeweg haben, da sie sich in Fischereiger\u00e4ten verstricken\u201c.<\/p>\n<p>Experten \u00fcbten scharfe Kritik an dem Trubel rund um den Buckelwal. Gut w\u00e4re ein kompetentes und erfahrenes Team an Ort und Stelle mit Tierarzt, Biologen, Bootsf\u00fchrer, dem die Verantwortung \u00fcbertragen werde, sagte der Meeresbiologe Boris Culik, fr\u00fcher beim Geomar Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung in Kiel. \u201eAktuell haben wir eine Kakophonie aus wechselnden vermeintlichen Experten, deren Bef\u00e4higung und Erfahrungen niemand hinterfragt. Influencer, Politiker, Beh\u00f6rden, Entscheidungswirrwarr und B\u00fcrokratie.\u201c Greenpeace-Experte Maack sagte: \u201eKeinem Wildtier an Land, wie zum Beispiel einem sterbenden Wolf, Hirsch oder Wildschwein, w\u00fcrde man ein solches ans W\u00fcrdelose grenzende Gezerre zumuten.\u201c (APA)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Meeresschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) kritisiert den Rettungsversuch als \u201edas genaue Gegenteil\u201c dessen, was ein Buckelwal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":124515,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[40,41,39,66,23482,65,64],"class_list":{"0":"post-124514","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-nachrichten","9":"tag-news","10":"tag-schlagzeilen","11":"tag-welt","12":"tag-wismar","13":"tag-world","14":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124514"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124514\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124515"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}