{"id":124541,"date":"2026-04-26T09:01:06","date_gmt":"2026-04-26T09:01:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/124541\/"},"modified":"2026-04-26T09:01:06","modified_gmt":"2026-04-26T09:01:06","slug":"iran-diplomatie-stockt-trump-sagt-delegationsreise-ab-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/124541\/","title":{"rendered":"Iran-Diplomatie stockt: Trump sagt Delegationsreise ab \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Irans Au\u00dfenminister Araqchi zweifelt am Ernst der USA, w\u00e4hrend Trump von \u201eStreitigkeiten\u201c in Teherans F\u00fchrung spricht.<\/p>\n<p>Die diplomatischen Bem\u00fchungen um ein Ende des Iran-Kriegs kommen nicht vom Fleck. US-Pr\u00e4sident Donald Trump sagte eine zuvor angek\u00fcndigte Reise seiner Unterh\u00e4ndler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab &#8211; und das zum zweiten Mal binnen einer Woche. Trump begr\u00fcndete dies unter anderem mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Teheran hatte schon zuvor signalisiert, nicht an direkten Verhandlungen mit der US-Seite teilnehmen zu wollen.<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Abbas Araqchi reiste zwar nach Pakistan, nach eigener Darstellung allerdings nur, um die pakistanischen Vermittler zu treffen. Der Besuch in Islamabad sei \u201esehr fruchtbar\u201c gewesen, schrieb Araqchi danach auf der Plattform X, er habe seine Ideen f\u00fcr eine dauerhafte Beilegung des Krieges \u00fcbermittelt. In Richtung USA sagte er: \u201eEs bleibt abzuwarten, ob die USA es mit der Diplomatie wirklich ernst meinen.\u201c<\/p>\n<p>Wann oder ob eine zweite Verhandlungsrunde stattfinden soll, ist nun unklar. Trump schrieb mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe \u201einnerhalb ihrer \u201aF\u00fchrung\u2018 enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung\u201c. Niemand wisse, wer das Sagen habe, \u201enicht einmal sie selbst\u201c.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war geplant gewesen, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff gemeinsam mit Trumps Schwiegersohn Jared Kushner f\u00fcr neue Gespr\u00e4che nach Islamabad reisen sollte. Die Iraner h\u00e4tten darum gebeten, pers\u00f6nlich zu sprechen, hatte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt, noch am Freitag mitgeteilt &#8211; was aus Teheran prompt dementiert wurde.<\/p>\n<p>Das vorgelegte Papier des Irans sei zu schlecht gewesen, sagte Trump weiter. \u201eInteressanterweise erhielten wir, sobald ich ihnen abgesagt hatte, innerhalb von zehn Minuten ein neues Papier, das viel besser war.\u201c Trump sah in seinen \u00c4u\u00dferungen von weiteren Drohungen oder Beleidigungen ab, stattdessen gab er sich demonstrativ gelassen. Die USA hielten alle Tr\u00fcmpfe in der Hand, sagte er. \u201eWenn sie sprechen wollen, m\u00fcssen sie nur anrufen.\u201c<\/p>\n<p>Trumps Gebaren gegen\u00fcber Teheran hat sich damit deutlich gewandelt: Noch vor kurzem baute er auf maximalen milit\u00e4rischen Druck, setzte Teheran Fristen und drohte damit, \u201eeine ganze Zivilisation\u201c auszul\u00f6schen, sollte sich die Gegenseite nicht bewegen.<\/p>\n<p>Streitpunkte in den Verhandlungen der Kriegsparteien sind unter anderem das iranische Atomprogramm und Teherans Entwicklung ballistischer Raketen. Die USA bestehen zudem auf einer uneingeschr\u00e4nkten \u00d6ffnung der strategisch bedeutenden Stra\u00dfe von Hormuz f\u00fcr den Schiffsverkehr. Der Iran wiederum fordert unter anderem Wiedergutmachung f\u00fcr Kriegssch\u00e4den.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Trump rhetorisch abr\u00fcstet, b\u00fcndelt das US-Milit\u00e4r seine Kapazit\u00e4ten in der Golfregion. Auch der Flugzeugtr\u00e4ger \u201eUSS George H.W. Bush\u201c befindet sich nach US-Angaben mittlerweile im Zust\u00e4ndigkeitsbereich des Regionalkommandos CENTCOM. Es ist demnach das erste Mal seit 2003, dass drei US-Flugzeugtr\u00e4ger gleichzeitig im Nahen Osten eingesetzt werden. Auf den Schiffen sind zusammen mehr als 200 Flugzeuge und rund 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen stationiert.<\/p>\n<p>Mit einer Seeblockade wollen die USA den Druck auf Teheran erh\u00f6hen. Sie gilt f\u00fcr alle Schiffe, die iranische H\u00e4fen ansteuern oder verlassen haben. Der Iran attackiert derweil immer wieder Containerschiffe, die sich durch die Stra\u00dfe von Hormuz bewegen. Der Verkehr durch die f\u00fcr den weltweiten \u00d6l- und Gashandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Krieges nahezu zum Erliegen gekommen.<\/p>\n<p>Das US-Milit\u00e4r fing unterdessen einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen \u201eSchattenflotte\u201c ab. Ein vom Zerst\u00f6rer \u201eUSS Pinckney\u201c abgehobener Helikopter habe das Schiff im Arabischen Meer gestoppt, es werde zur\u00fcck in Richtung Iran eskortiert, teilte das US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit. Das Schiff \u201eM\/V Sevan\u201c geh\u00f6rt demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit US-Sanktionen belegt wurden. Diese zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab &#8211; also Schiffe mit verschleierter Eigent\u00fcmerschaft, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung f\u00fcr Teherans Einnahmen aus dem \u00d6l- und Gasexport sind. (APA\/dpa)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Irans Au\u00dfenminister Araqchi zweifelt am Ernst der USA, w\u00e4hrend Trump von \u201eStreitigkeiten\u201c in Teherans F\u00fchrung spricht. 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