{"id":12636,"date":"2026-02-25T14:40:11","date_gmt":"2026-02-25T14:40:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/12636\/"},"modified":"2026-02-25T14:40:11","modified_gmt":"2026-02-25T14:40:11","slug":"offener-brief-google-gefaehrdet-das-offene-android","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/12636\/","title":{"rendered":"Offener Brief: Google gef\u00e4hrdet das offene Android"},"content":{"rendered":"<p>Googles Pl\u00e4ne, App-Installationen auf zertifizierten Android-Ger\u00e4ten mit einer zentralen Registrierung ihrer Entwickler zu verbinden, stehen weiter in der Kritik. In einem offenen Brief werfen Akteure und Unternehmen aus der Open-Source-Szene sowie aus der Zivilgesellschaft dem Unternehmen vor, das offene \u00d6kosystem Androids zu gef\u00e4hrden. Sie fordern eine Abkehr von der Registrierungspflicht. Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem vom Chaos Computer Club, der Free Software Foundation, dem Mailanbieter Tuta, den Machern des Vivaldi-Browsers und der GitHub-Alternative Codeberg.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Unter anderem wird <a href=\"https:\/\/keepandroidopen.org\/open-letter\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">im Brief kritisiert<\/a>, dass sich Google mit einer solchen Entwickler\u00fcberpr\u00fcfung zum Torw\u00e4chter fremder Distributionskan\u00e4le erheben w\u00fcrde. Wer seine Apps \u00fcber eigene Websites, alternative App-Stores von Drittanbietern, Unternehmensvertriebssysteme oder \u00e4hnliches verbreite, m\u00fcsse n\u00e4mlich auch die Genehmigung von Google durch einen obligatorischen Verifizierungsprozess einholen. Das umfasse die Zustimmung zu den Gesch\u00e4ftsbedingungen, die Zahlung einer Geb\u00fchr und das Hochladen eines amtlichen Ausweises.<\/p>\n<p>Ebenfalls kritisieren die Autoren des Briefs, dass k\u00fcnstliche Zugangsh\u00fcrden geschaffen w\u00fcrden, und bef\u00fcrchten Datenschutzrisiken durch eine zentrale Datenbank von Android-Entwicklern in der Hand des Unternehmens. Ferner k\u00f6nne es zu Wettbewerbsverzerrungen kommen, wenn Google \u00fcber eine solche Registrierung Daten sammelt, wer welche Apps anbietet.<\/p>\n<p>Kein Verbot von Sideloading<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Android-Google-verbietet-anonyme-Apps-10617479.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Google hatte vergangenen August zun\u00e4chst bekannt gemacht<\/a>, dass ab Herbst 2026 auf zertifizierten Android-Ger\u00e4ten nur noch Anwendungen installiert werden k\u00f6nnen, deren Herausgeber sich zuvor bei Google registriert und dann die jeweilige Anwendung signiert hat. Bislang galt eine solche Registrierungspflicht nur f\u00fcr Entwickler, die Apps \u00fcber Googles Play Store anbieten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Google-Unverifizierte-Apps-bald-per-Sideloading-fuer-erfahrene-Nutzer-11076803.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nach Protesten schien das Unternehmen zur\u00fcckzurudern<\/a> und betonte, man wolle Installationen aus alternativen App-Stores sowie \u2013 auch als Sideloading bezeichnete \u2013 Direkt-Installation von Anwendungsdateien damit nicht untersagen. Vielmehr gehe es darum, einen \u201eneuen, fortschrittlichen Ablauf\u201c zu entwickeln, der es \u201eerfahrenen Benutzern\u201c erm\u00f6glichen soll, \u201edie Risiken der Installation nicht verifizierter Software zu akzeptieren\u201c. Das solle die Sicherheit von Android verbessern.<\/p>\n<p>Wie sieht der \u201efortschrittliche Ablauf\u201c aus?<\/p>\n<p>Wie genau Google dann H\u00fcrden bei der Installation unverifizierter Apps setzt, ist noch nicht klar. <a href=\"https:\/\/f-droid.org\/en\/2026\/02\/24\/open-letter-opposing-developer-verification.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">F-Droid-Entwickler Marc Prud&#8217;hommeaux<\/a> kritisierte, dass Google den \u201efortschrittlichen Ablauf\u201c bislang nicht \u00f6ffentlich gemacht habe. Auch das Versprechen, fr\u00fchzeitiges Feedback zum Design dieser Funktion zu sammeln, habe Google nicht eingehalten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Android-Sideloading-unverifizierter-Apps-wird-aufwaendiger-11146258.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Codeanalysen deuten darauf hin<\/a>, dass der Prozess einen Warndialog enthalten k\u00f6nnte sowie eine aktive Komponente, f\u00fcr die eine Internetverbindung erforderlich ist. Ist keine verf\u00fcgbar, erhalten Nutzer eine Warnung, dass der Entwicklerstatus nicht \u00fcberpr\u00fcft werden kann.<\/p>\n<p>Bis Nutzer zertifizierter Android-Versionen in Europa diese neuen Installationsh\u00fcrden zu Gesicht bekommen, d\u00fcrfte es ohnehin noch dauern. Ab September 2026 soll die Installation anonymer Apps zun\u00e4chst in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand erschwert werden. Ab 2027 folgt dann schrittweise der Rest der Welt. Die Verifizierung f\u00fcr alle Entwickler soll bereits ab M\u00e4rz 2026 verf\u00fcgbar sein.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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