{"id":126593,"date":"2026-04-27T14:21:07","date_gmt":"2026-04-27T14:21:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/126593\/"},"modified":"2026-04-27T14:21:07","modified_gmt":"2026-04-27T14:21:07","slug":"tuerkei-orthodox-koptisches-gipfeltreffen-in-istanbul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/126593\/","title":{"rendered":"T\u00fcrkei: Orthodox-koptisches Gipfeltreffen in Istanbul"},"content":{"rendered":"<p>Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. hat am Wochenende das \u00d6kumenische Patriarchat von Konstantinopel besucht. Am Sitz des Patriarchats (Phanar) in Istanbul wurde Tawadros von Patriarch Bartholomaios I. empfangen. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-04\/papst-erzbischoefin-mullaly-christen-evangelisierung-frieden.html\" title=\"Papst an Erzbisch\u00f6fin Mullally: Gemeinsam auf Frieden hinwirken\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/srv\/2026\/04\/27\/2026-04-27-sua-grazia-sarah-mullally--arcivescovo-di-canterbury\/1777282893020.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst an Erzbisch\u00f6fin Mullally: Gemeinsam auf Frieden hinwirken\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Papst Leo w\u00fcnscht sich einen starken, gemeinsamen Friedenseinsatz von Christen in der Welt. Daf\u00fcr m\u00fcssten sie ihre Spaltungen \u00fcberwinden, sagte er am Montag vor der neuen &#8230;\n     <\/p>\n<p>Mit dem Treffen, das 25 Jahre nach dem Besuch des koptischen Patriarchen Schenuda III. im Phanar stattfand, sollen die Beziehungen zwischen den beiden Kirchen weiter gest\u00e4rkt werden, hie\u00df es \u00fcbereinstimmend von beiden Seiten laut dem \u201ePro Oriente&#8220;-Informationsdienst (Montag). Es war der erste Besuch von Tawadros II. im \u00d6kumenischen Patriarchat.<\/p>\n<p>In der Georgskirche im Phanar nahm das koptische Kirchenoberhaupt an einem Gottesdienst teil, bevor der Besuch in den Audienzr\u00e4umen des Patriarchats seine Fortsetzung fand. Die beiden Kirchenoberh\u00e4upter betonten dabei mehrmals den Willen zur verst\u00e4rkten Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Wille zu verst\u00e4rkter Zusammenarbeit <\/p>\n<p>Patriarch Bartholomaios hob hervor, dass die Bande zwischen Konstantinopel und der Koptischen Kirche \u201euralt und heilig&#8220; seien und durch das Blut der M\u00e4rtyrer und das gemeinsame patristische Erbe gen\u00e4hrt w\u00fcrden. Missverst\u00e4ndnisse theologischer und anderer Art, die zur Trennung und Entfremdung gef\u00fchrt hatten, seien inzwischen weitgehend \u00fcberwunden. Bartholomaios rief dazu auf, mit einheitlicher Stimme f\u00fcr die Verteidigung der Menschenw\u00fcrde und die Heiligkeit der Sch\u00f6pfung einzutreten, insbesondere in Regionen, in denen Christen Verfolgung ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch Patriarch Tawadros. Er bekr\u00e4ftigte das Bekenntnis zur Einheit und zum Frieden. Die Kirchen m\u00fcssten ein Zeichen der Einheit, Zeugen der Liebe und Diener des Friedens sein. \u201eLasst uns gemeinsam beten, gemeinsam dienen und gemeinsam Zeugnis ablegen vor einer Welt, die von uns mehr erwartet als nur Worte&#8220;, so Tawadros, der den \u00d6kumenischen Patriarchen auch zu einem Gegenbesuch in \u00c4gypten einlud.<\/p>\n<p>Ann\u00e4herungen <\/p>\n<p>Die deutlichen \u00f6kumenischen Bekundungen sind auch auf dem Hintergrund der j\u00fcngsten Ann\u00e4herungen zwischen der Orthodoxen Kirche und den Orientalisch-orthodoxen Kirchen zu sehen. Nach rund 30 Jahren Unterbrechung wurde ein strukturierter Dialog zwischen den beiden Kirchenfamilien im Herbst 2024 wieder aufgenommen. Hochrangige Vertreter waren in \u00c4gypten zu einer Tagung zusammengekommen, bei der die weiteren m\u00f6glichen und notwendigen Schritte diskutiert wurden. Die Konferenz fand im Logos-Zentrum im Wadi El-Natrun in \u00c4gypten statt; einladender \u201eHausherr&#8220; war Papst-Patriarch Tawadros II. Patriarch Bartholomaios hatte nicht pers\u00f6nlich an der Tagung teilgenommen, aber ein Gru\u00dfwort \u00fcbersandt.<\/p>\n<p>Behandelt wurden in Wadi El-Natrun u. a. theologische, aber auch ethische und soziale Fragen. Die Vertreter der beiden Kirchenfamilien tagten zum Teil innerhalb der jeweils eigenen Kirchen, zum Teil auch im Plenum. Bei den Beratungen konnte man auf ein vor zehn Jahren in Athen von einer inoffiziellen Arbeitsgruppe erstelltes Dokument zur\u00fcckgreifen. Besondere Aufmerksamkeit wurde u. a. den Themen Ehe und Familie gewidmet, wie es hie\u00df.<\/p>\n<p>Der Dialog zwischen den beiden Kirchenfamilien wurde in den 1960er Jahren aufgenommen; zuerst mit vier inoffiziellen Treffen (Arhus 1964, Bristol 1967, Genf 1970 und Addis Abeba 1971). Darauf folgten vier offizielle Dialog-Konferenzen (Genf 1985, Wadi El-Natrun 1989, Genf 1990 und 1993). Seither gab es keine weiteren offiziellen Dialoge mehr, wohl aber zahlreiche inoffizielle Initiativen, etwa auf Ebene von Theologen.<\/p>\n<p>Als Ko-Vorsitzende der Gemeinsamen Kommission f\u00fcr den theologischen Dialog zwischen der Orthodoxen Kirche und den Orientalisch-orthodoxen Kirchen fungieren Metropolit Emmanuel (Adamakis) vom \u00d6kumenischen Patriarchat von Konstantinopel und Metropolit Thomas von Quosia und Mir von der Koptisch-orthodoxen Kirche.<\/p>\n<p>(kap \u2013 pr)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Tawadros II. hat am Wochenende das \u00d6kumenische Patriarchat von Konstantinopel besucht. 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