{"id":127174,"date":"2026-04-27T20:46:10","date_gmt":"2026-04-27T20:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/127174\/"},"modified":"2026-04-27T20:46:10","modified_gmt":"2026-04-27T20:46:10","slug":"kolumbien-klimakonferenz-diskutiert-ueber-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/127174\/","title":{"rendered":"Kolumbien: Klimakonferenz diskutiert \u00fcber Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Der Appell ist eindeutig: \u201eSind wir zu einem Wandel f\u00e4hig?\u201c, fragte Erzbischof Jos\u00e9 Domingo Ulloa aus Panama-Stadt bei der Klimakonferenz in Kolumbien. Weil Ulloa auch Vizepr\u00e4sident des katholischen lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM ist, hat sein Wort besonderes Gewicht. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-04\/vatikan-oekologie-laudato-si-franziskus-leo-familien-leitfaden.html\" title=\"Vatikan ver\u00f6ffentlicht \u00d6ko-Leitfaden f\u00fcr Familien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2021\/12\/26\/famiglia.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Vatikan ver\u00f6ffentlicht \u00d6ko-Leitfaden f\u00fcr Familien\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Vatikan hat ein Dokument ver\u00f6ffentlicht, das \u00f6kologisches Verhalten und Nachhaltigkeit speziell in Familien f\u00f6rdern soll. Es wurde in f\u00fcnf Sprachen ver\u00f6ffentlicht \u2013 bislang &#8230;\n     <\/p>\n<p>Noch bis Mittwoch wird in Santa Marta \u00fcber Alternativen zu fossilen Brennstoffen wie Kohle, \u00d6l und Gas sowie \u00fcber Abh\u00e4ngigkeiten von diesen Energietr\u00e4gern diskutiert.<\/p>\n<p>\u201eIch spreche im Namen einer Kirche, die das Leid nicht aus der Ferne beobachtet, sondern es begleitet, es ber\u00fchrt, es beweint, und deshalb kann sie nicht schweigen\u201c, sagte Ulloa. Es gelte, die Sch\u00f6pfung nicht als eine Ressource zu betrachten, die ausgebeutet werden k\u00f6nne, sondern als ein Geschenk, das es zu bewahren gelte. Wer sich als gl\u00e4ubig bezeichne, m\u00fcsse verstehen, dass es sich auch um eine moralische und spirituelle Krise handle.<\/p>\n<p>Das sehen zumindest in Lateinamerika die Regierungen teils anders. Gerade erst kippte Mexikos linkspopulistische Pr\u00e4sidentin Claudia Sheinbaum die bisherige kritische Haltung zum Thema Fracking: Es gebe neue, umweltschonende Technologien, mit denen Gas gef\u00f6rdert werden k\u00f6nne. L\u00e4nder wie Mexiko treibt die Suche nach einer Energieunabh\u00e4ngigkeit an, nachdem die j\u00fcngsten geopolitischen Entwicklungen die Verletzbarkeit von Handelsrouten und Lieferketten offenbarten.<\/p>\n<p>Uneins \u00fcber die Chancen der Fossilen <\/p>\n<p>Argentinien und Brasilien wiederum sehen darin auch eine gro\u00dfe Entwicklungschance. Der brasilianische \u00d6lkonzern Petrobras treibt mit R\u00fcckendeckung von Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva die Vorbereitungen f\u00fcr die \u00d6lf\u00f6rderung im \u00f6kologisch sensiblen Amazonas-M\u00fcndungsbecken voran.<\/p>\n<p>Die ist laut Angaben des brasilianischen Instituts Humanitas Unisinos allerdings umgerechnet fast zehn Milliarden Euro teurer als Investitionen in erneuerbare Energien. Basis dieser Sch\u00e4tzung ist eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation WWF Brasilien. Sie sieht das wirtschaftliche Argument zugunsten fossiler Energien widerlegt.<\/p>\n<p>Petrobras meldete zuletzt gro\u00dfe Gasfunde vor Kolumbien, dem Land, dessen Regierung zumindest offiziell und im aktuellen Wahlkampf f\u00fcr einen radikalen Ausstieg aus \u00d6l und Gas pl\u00e4diert. Ob das auch noch nach der Wahl in diesem Jahr gilt, bleibt abzuwarten. Zudem will Petrobras wie europ\u00e4ische Unternehmen an einem Wiederaufstieg Venezuelas, der \u00f6lreichsten Nation der Welt, teilhaben.<\/p>\n<p>Argentinien setzt auf \u00d6l und Gas <\/p>\n<p>Argentinien wiederum will seinen Staatshaushalt mit einem massiven Ausbau von \u00d6l und Gas sanieren. Die Kammer der Erd\u00f6l- und Erdgasproduzenten (CEPH) geht von einem Energiebilanz\u00fcberschuss bei einer steigenden Nachfrage nach argentinischem Gas von bis zu j\u00e4hrlich zehn Milliarden US-Dollar (8,5 Milliarden Euro) aus.<\/p>\n<p>J\u00fcngst schloss ein deutsches Unternehmen eine Absichtserkl\u00e4rung \u00fcber die langfristige Lieferung von Gas nach Deutschland. Der Energiesektor k\u00f6nnte damit sogar den lange f\u00fchrenden Agrar-Sektor als wichtigsten Devisenbringer \u00fcberholen und die argentinische Staatskasse enorm entlasten. Die CEPH sieht bis Ende 2035 ein Potenzial von Einnahmen in H\u00f6he von bis zu 48 Milliarden US-Dollar (rund 41 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Krise trifft die \u00c4rmsten <\/p>\n<p>Zur\u00fcck nach Santa Marta, wo derzeit vor allem die Folgen der aktuellen Energiekrise im Mittelpunkt stehen. \u201eDer Krieg im Iran zeigt uns deutlich, wie abh\u00e4ngig die Welt von fossilen Energietr\u00e4gern ist und wie gef\u00e4hrlich diese Abh\u00e4ngigkeit ist. Die Sperrung der Stra\u00dfe von Hormus gef\u00e4hrdet viele afrikanische Staaten in ihrer Ern\u00e4hrungssicherheit, da sie h\u00f6here D\u00fcnger-, Energie- und Transportkosten stemmen m\u00fcssen\u201c, sagt Sabine Minninger, Klimaexpertin der Hilfsorganisation Brot f\u00fcr die Welt.<\/p>\n<p>Aber auch in Lateinamerika sind \u00e4rmere L\u00e4nder betroffen. In Haiti wird die ohnehin schon schwere Ern\u00e4hrungskrise durch die hohen Spritpreise noch einmal versch\u00e4rft, in Honduras warnen Experten vor einem Anstieg der Ern\u00e4hrungsunsicherheit. Minninger fordert daher internationale Gelder f\u00fcr die betroffenen \u00e4rmeren Staaten: \u201eEine angemessene Klimafinanzierung f\u00fcr die \u00e4rmsten Staaten kann dabei helfen, die Erschlie\u00dfung erneuerbarer Energien voranzubringen.\u201c<\/p>\n<p>(kap\/kna \u2013 pr)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Appell ist eindeutig: \u201eSind wir zu einem Wandel f\u00e4hig?\u201c, fragte Erzbischof Jos\u00e9 Domingo Ulloa aus Panama-Stadt bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":127175,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[1555,20075,13222,4699,3281,14845,7578,16785,40,41,39,66,255,65,64],"class_list":{"0":"post-127174","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-umwelt","9":"tag-armut","10":"tag-gerechtigkeit","11":"tag-katholische-kirche","12":"tag-klimawandel","13":"tag-kolumbien","14":"tag-konferenz","15":"tag-laudato-si","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-welt","20":"tag-wirtschaft","21":"tag-world","22":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116478632486048926","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127174","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127174"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127174\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127174"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127174"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127174"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}