{"id":127959,"date":"2026-04-28T08:04:06","date_gmt":"2026-04-28T08:04:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/127959\/"},"modified":"2026-04-28T08:04:06","modified_gmt":"2026-04-28T08:04:06","slug":"vulkane-in-europa-warum-100-000-jahre-ruhe-keine-sicherheit-bedeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/127959\/","title":{"rendered":"Vulkane in Europa: Warum 100.000 Jahre Ruhe keine Sicherheit bedeuten"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nVulkane, die \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume keine Lava oder Asche mehr ausgesto\u00dfen haben, werden in der Fachwelt oft als erloschen eingestuft. \u00dcblicherweise gilt eine Grenze von etwa 10.000 Jahren Inaktivit\u00e4t als Anhaltspunkt f\u00fcr dieses Urteil. Doch eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Olivier Bachmann von der ETH Z\u00fcrich hat nun am Beispiel des griechischen Vulkans Methana nachgewiesen, dass diese Einsch\u00e4tzung falsch und damit gef\u00e4hrlich sein kann. Methana, der nur etwa 60 Kilometer von Athen entfernt liegt, zeigte zwischen zwei Aktivit\u00e4tsphasen mit Ausbr\u00fcchen \u00fcber mehr als 100.000 Jahre hinweg kaum \u00e4u\u00dfere Lebenszeichen, w\u00e4hrend sich im Untergrund gewaltige Mengen Magma ansammelten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Forscher untersuchten f\u00fcr ihre Studie mehr als 1250 Zirkon-Kristalle aus insgesamt 31 verschiedenen Eruptionen, die einen Zeitraum von 700.000 Jahren abdecken. Zirkone sind winzige Mineralien, die entstehen, wenn Magma in Reservoiren abk\u00fchlt. Sie speichern wie nat\u00fcrliche Zeitkapseln Informationen \u00fcber die Bedingungen und den Zeitpunkt ihrer Entstehung. &#8222;Wir k\u00f6nnen uns Zirkonkristalle wie winzige Flugschreiber vorstellen&#8220;, sagt Olivier Bachmann, Professor f\u00fcr Vulkanologie und magmatische Petrologie der ETH Z\u00fcrich.\n<\/p>\n<p>Die versteckte Geschichte der Zirkone<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Analyse dieser Kristalle offenbarte das Innenleben des Vulkans mit einer bisher unerreichten Pr\u00e4zision. Dabei zeigte sich eine \u00fcberraschende Diskrepanz: Die Phase mit der h\u00f6chsten Wachstumsrate an Zirkonen \u2013 ein klares Indiz f\u00fcr intensive magmatische Aktivit\u00e4t im Untergrund \u2013 fiel genau in die Zeit der l\u00e4ngsten oberfl\u00e4chlichen Ruhephase von \u00fcber 100.000 Jahren. &#8222;Das ist ein klares Zeichen, dass im Untergrund das Magma sehr aktiv war \u2013 nur eben ohne an die Oberfl\u00e4che zu gelangen&#8220;, sagt R\u0103zvan-Gabriel Popa, Erstautor der Studie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vulkane, die \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume keine Lava oder Asche mehr ausgesto\u00dfen haben, werden in der Fachwelt oft als&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":127960,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[38189,43797,43805,76,75,74,43795,43799,2574,377,43803,43802,38191,6377,43794,43804,43798,43801,43800,7753,43793,43796],"class_list":{"0":"post-127959","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-erdkruste","9":"tag-eruption","10":"tag-eth","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-geochemie","15":"tag-geochronologie","16":"tag-geologie","17":"tag-griechenland","18":"tag-hydrierung","19":"tag-kristallisation","20":"tag-magma","21":"tag-mdr-wissen","22":"tag-methana","23":"tag-naturgefahr","24":"tag-risikoforschung","25":"tag-schmelze","26":"tag-subduktionszone","27":"tag-ueberwachung","28":"tag-vulkan","29":"tag-zirkon"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116481298689237861","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127959"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127959\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127960"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}