{"id":128553,"date":"2026-04-28T14:34:08","date_gmt":"2026-04-28T14:34:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/128553\/"},"modified":"2026-04-28T14:34:08","modified_gmt":"2026-04-28T14:34:08","slug":"stammzellen-aus-nabelschnur-und-plazenta-neue-perspektiven-fuer-medizin-und-vorsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/128553\/","title":{"rendered":"Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta: Neue Perspektiven f\u00fcr Medizin und Vorsorge"},"content":{"rendered":"<p>Leipzig (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiger Moment voller Emotionen, Hoffnung und Zukunftspl\u00e4ne. Was viele werdende Eltern nicht wissen: Genau in diesen ersten Minuten nach der Geburt stehen Zellen zur Verf\u00fcgung, die der Medizin neue Wege er\u00f6ffnen k\u00f6nnten. Aktuelle klinische Studien zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta ein gro\u00dfes Potenzial besitzen, um schwere Erkrankungen besser zu behandeln &#8211; teilweise sogar schon vor der Geburt.<\/p>\n<p>Was sind Stammzellen &#8211; und warum sind sie medizinisch so wertvoll?<\/p>\n<p>Stammzellen sind besondere Zellen im menschlichen K\u00f6rper. Sie haben die F\u00e4higkeit, sich zu teilen, zu erneuern und sich &#8211; je nach Typ &#8211; in unterschiedliche spezialisierte Zellen zu entwickeln. In der Medizin unterscheidet man unter anderem: <\/p>\n<p>&#8211; H\u00e4matopoetische Stammzellen, die sich zu Blut- und Immunzellen entwickeln und seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden, etwa bei Leuk\u00e4mien oder anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. <br \/>&#8211; Mesenchymale Stammzellen, die unter anderem an der Bildung von Knochen, Knorpel und Bindegewebe beteiligt sind und zus\u00e4tzlich regulierende Effekte auf das Immunsystem haben k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Besonders diese mesenchymalen Stammzellen stehen derzeit im Fokus der Forschung. Sie kommen in hoher Zahl in neonatalen Geweben vor &#8211; also im Nabelschnurgewebe und in der Plazenta, die nach der Geburt normalerweise nicht weiter genutzt werden.1-5 <\/p>\n<p>Aktuelle Studien: Stammzelltherapie r\u00fcckt n\u00e4her an die klinische Anwendung<\/p>\n<p>Neue wissenschaftliche Arbeiten zeigen, dass Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta nicht nur im Labor, sondern auch beim Menschen sicher eingesetzt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Einsatz bereits vor der Geburt: Hilfe bei offener Spina bifida<\/p>\n<p>In einer US-amerikanischen Studie wurde erstmals untersucht, ob mesenchymale Stammzellen aus Plazentagewebe bei der operativen Behandlung einer offenen Spina bifida helfen k\u00f6nnen. Diese schwere Fehlbildung der Wirbels\u00e4ule wird bereits w\u00e4hrend der Schwangerschaft operiert. <\/p>\n<p>Dabei wurden Stammzellen auf ein biologisches Tr\u00e4germaterial aufgebracht und w\u00e4hrend der Operation auf das R\u00fcckenmark gelegt. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Alle behandelten Kinder wurden ohne Komplikationen geboren, die Operationsstellen heilten gut, und es traten keine Nebenwirkungen durch die Stammzellen auf. Auch Monate nach der Geburt zeigten sich keine Hinweise auf Risiken wie Tumorbildungen.6 <\/p>\n<p>Die Studie gilt als wichtiger Meilenstein f\u00fcr die regenerative Medizin und die Stammzellforschung in der Schwangerschaft. <\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung des Immunsystems bei schwerem Lungenversagen<\/p>\n<p>Auch bei Erwachsenen zeigen Stammzellen aus Nabelschnurgewebe gro\u00dfes Potenzial. In einer kanadischen Studie erhielten schwer an COVID-19 erkrankte Patient:innen mit akutem Lungenversagen zus\u00e4tzlich zu ihrer Standardtherapie eine Infusion mit mesenchymalen Stammzellen. <\/p>\n<p>Die behandelten Patient:innen ben\u00f6tigten weniger Sauerstoff, \u00fcberlebten h\u00e4ufiger und berichteten \u00fcber eine bessere Lebensqualit\u00e4t. Forschende vermuten, dass die Stammzellen das Immunsystem dabei unterst\u00fctzen, \u00fcberschie\u00dfende Entz\u00fcndungsreaktionen zu regulieren.7 <\/p>\n<p>Weitere klinische Studien, etwa zur Behandlung von schweren Blutvergiftungen, sind bereits im Gange.8 <\/p>\n<p>Ein einmaliges Zeitfenster: Stammzellen nur direkt nach der Geburt gewinnen<\/p>\n<p>Allen genannten Therapieans\u00e4tzen ist eines gemeinsam: Stammzellen aus Nabelschnur und Plazenta k\u00f6nnen ausschlie\u00dflich direkt nach der Geburt gewonnen werden. Die Entnahme von Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und Plazenta ist f\u00fcr Mutter und Kind vollkommen schmerzfrei und risikolos. Derzeit werden die potenziellen Quellen f\u00fcr Stammzellen in Deutschland allerdings meist direkt verworfen und nicht genutzt. <\/p>\n<p>Vita 34: Stammzellvorsorge f\u00fcr die Zukunft des Kindes<\/p>\n<p>Als eine der f\u00fchrenden Stammzellbanken in Europa bietet Vita 34 werdenden Eltern die M\u00f6glichkeit, Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe ihres Kindes einlagern zu lassen. Die Zellen werden langfristig kryokonserviert und stehen so f\u00fcr m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige medizinische Anwendungen bereit. <\/p>\n<p>Ein besonderer Fokus liegt auf der Einlagerung von Vollblut und Vollgewebe, sodass alle enthaltenen Zelltypen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften erhalten bleiben. Mit dieser Form der Vorsorge unterst\u00fctzt Vita 34 Eltern dabei, ihrem Kind schon bei der Geburt eine zus\u00e4tzliche Option f\u00fcr die Zukunft zu sichern. Weitere Informationen zur Einlagerung und den Potenzialen von Stammzellen finden Sie auf vita34.de. <\/p>\n<p>\u00dcber Vita 34<\/p>\n<p>Vita 34 ist eine Marke der FamiCord AG. Die FamiCord AG ist ein 1997 gegr\u00fcndetes Unternehmen mit Sitz in Leipzig und ist nicht nur die f\u00fchrende Stammzellenbank Europas, sondern auch die drittgr\u00f6\u00dfte weltweit. Angetrieben durch den Leitgedanken, allen Menschen eine ges\u00fcndere Zukunft zu erm\u00f6glichen, erbringt die FamiCord AG als Full-Service-Anbieter mit weltweit rund 800 Mitarbeiter:innen alle Leistungen rund um die Gesundheitsvorsorge mit Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe. <\/p>\n<p>Referenzen<\/p>\n<p>1. Malhotra A et al. Advances in neonatal cell therapies: Proceedings of the First Neonatal Cell Therapies Symposium (2022). Pediatric Res. 2023;94:1631-1638. <br \/>2. Davies JE, Walker JT, Keating A. Concise Review: Wharton&#8217;s Jelly: The Rich, but Enigmatic, Source of Mesenchymal Stromal Cells. Stem Cells Transl Med. 2017;6(7):1620-1630 <br \/>3. Galieva LR, et al. Human Umbilical Cord Blood Cell Transplantation in Neuroregenerative Strategies. Front Pharmacol. 2017 Sep 8;8:628. <br \/>4. Jin HJ, et al. Comparative analysis of human mesenchymal stem cells from bone marrow, adipose tissue, and umbilical cord blood as sources of cell therapy. Int J Mol Sci. 2013 Sep 3;14(9):17986-8001. <br \/>5. Marino L, et al. Mesenchymal Stem Cells from the Wharton&#8217;s Jelly of the Human Umbilical Cord: Biological Properties and Therapeutic Potential. Int J Stem Cells. 2019 Jul 31;12(2):218-226 <br \/>6. Farmer DL, et al. Feasibility and safety of cellular therapy for in-utero repair of myelomeningocele (CuRe Trial): a first-in-human, phase 1, single-arm study. Lancet. 2026 Feb 28;407(10531):867-875. <br \/>7. English SW, et al. Cellular immunotherapy for COVID-19-induced acute respiratory distress syndrome: Results of the CIRCA-19 phase 1 safety and phase 2 randomized controlled trials. Stem Cell Reports. 2026 Mar 12:102854. <br \/>8. Umbilical Mesenchymal Stromal Cells as Cellular Immunotherapy for Septic Shock (UC-CISSII); https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT05969275. Letzter Zugriff April 2026. <\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Benedikta Springer<br \/>dpmed GmbH<br \/>Tel: +49 89 71 67 231 &#8211; 10<br \/>Mobil: +49 171 &#8211; 790 26 42<br \/>E-Mail: benedikta.springer@dpmed.de<\/p>\n<p>Original-Content von: VITA 34 AG, \u00fcbermittelt durch news aktuell<br \/>Originalmeldung: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/41319\/6264545<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig (ots) &#8211; Die Geburt eines Kindes ist ein einzigartiger Moment voller Emotionen, Hoffnung und Zukunftspl\u00e4ne. Was viele&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":11436,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[46,42,124,123,125,43929,8996,44,29668,43930,7385,7734],"class_list":{"0":"post-128553","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health","12":"tag-medizin","13":"tag-nabelschnur","14":"tag-neue","15":"tag-oesterreich","16":"tag-perspektiven","17":"tag-plazenta","18":"tag-stammzellen","19":"tag-vorsorge"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116482832041632713","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11436"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}