{"id":128558,"date":"2026-04-28T14:37:08","date_gmt":"2026-04-28T14:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/128558\/"},"modified":"2026-04-28T14:37:08","modified_gmt":"2026-04-28T14:37:08","slug":"fast-am-gipfel-knackt-der-atx-heuer-endlich-die-6000-punkte-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/128558\/","title":{"rendered":"Fast am Gipfel: Knackt der ATX heuer endlich die 6000 Punkte? \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Wiener B\u00f6rse. Die Euphorie des Vorjahres ist ein wenig abgeflaut. Doch sehen Fondsmanager in \u00d6sterreich Turnaround-Kandidaten, die von einem Ende des Iran-Krieges stark profitieren k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Wien. Im Vorjahr hat der heimische Aktienmarkt endlich wieder so richtig aufgezeigt: Der Wiener Leitindex ATX ist um gut 45 Prozent gestiegen und hat damit die US-amerikanischen und auch viele europ\u00e4ische Indizes bei Weitem in den Schatten gestellt. Heuer betrug das Plus bis dato relativ moderate acht Prozent. Die allgemeine Unsicherheit rund um den Iran-Krieg d\u00e4mpft auch hierzulande die Begeisterung. Hinzu kommt, dass einige Kurstreiber des Vorjahres weggefallen sind. Kann der Index heuer trotzdem die Schwelle von 6000 Punkten erreichen?<\/p>\n<p>Im Vorjahr kamen mehrere Faktoren zusammen, die den ATX so kr\u00e4ftig steigen lie\u00dfen, stellte Bernhard Haas, Fondsmanager des Erste Stock Vienna, bei einer Diskussion des Finanzjournalistenforums am Dienstag fest. Die Banken, die im ATX gro\u00dfe Schwergewichte darstellen, h\u00e4tten vom guten Zinsumfeld und dem Kreditwachstum profitiert, \u00d6sterreich habe den gro\u00dfen Bewertungsabschlag zu Firmen aus Deutschland oder Frankreich ein wenig abgebaut. Das lasse sich heuer nicht wiederholen. Hinzu komme der Iran-Krieg. Der Markt reagiere derzeit noch relativ wenig auf die hohen \u00d6lpreise, das k\u00f6nnte sich aber \u00e4ndern, wenn die \u00d6lpreise l\u00e4nger hoch bleiben sollten, meinte Paul Pichler, Fondsmanager des LLB Aktien \u00d6sterreich. <\/p>\n<p>So ist etwa die Aktie der OMV, befl\u00fcgelt von den hohen \u00d6lpreisen, seit Jahresbeginn um 23 Prozent gestiegen, doch gibt es F\u00f6rderr\u00fcckg\u00e4nge, und der geplante B\u00f6rsengang der Chemie-Tochter Borouge, eines Joint-Ventures mit der Adnoc aus Abu Dhabi, musste verschoben werden. Insgesamt sei das Umfeld f\u00fcr die OMV aber nicht schlecht, sagt Haas. Der Wert des Borouge-Anteils ist seiner Meinung nach derzeit nicht voll eingepreist. Pichler sieht in dem Caterer Do&amp;Co einen Turnaround-Kandidaten. Das Unternehmen ist mit einem Minus von 15 Prozent in das Jahr gestartet. Vom Kriegsausbruch wurde es h\u00e4rter getroffen als viele europ\u00e4ische Airlines. Auch Wienerberger \u2013 die Aktie des Ziegelherstellers hat seit Jahresbeginn um 17 Prozent nachgegeben \u2013 k\u00f6nnte Aufw\u00e4rtspotenzial haben, wenn die Energiepreise wieder sinken. Von einem Ende des Ukraine-Kriegs und dem dann folgenden Bauboom k\u00f6nnte Wienerberger ebenso profitieren, \u00e4hnlich wie auch der Kranhersteller Palfinger, meint Haas. <\/p>\n<p>Auch wenn das Umfeld nicht mehr so gut ist wie vor einem Jahr, schlie\u00dfen beide Fondsmanager zumindest nicht aus, dass die 6000 Punkte heuer erreicht werden. Vor 20 Jahren kannte der ATX kein Halten: 2004 \u00fcbersprang er erstmals die Marke von 2000 Punkten, 2005 erklomm er den Dreitausender, 2006 den Viertausender. Ob im Jahr 2007 die Schwelle von 5000 Punkten \u00fcbersprungen wurde, ist Ansichtssache: Auf Schlusskursbasis ist das nicht passiert, aber innerhalb des 9. Juli sprang das Wiener B\u00f6rsenbarometer einmal kurz \u00fcber diese Schwelle, um gleich wieder zur\u00fcckzufallen. Auf Schlusskursbasis sollten die 5000 Punkte erst 18 Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 2025, \u00fcbersprungen werden. <\/p>\n<p>Zuletzt notierte der Index bei 5800 Punkten. Bestperformer seit Jahresbeginn ist der Leiterplattenhersteller AT&amp;S, der sowohl vom KI-Boom als auch seiner eigenen Turnaround-Story profitiert. Die Aktie hat sich heuer fast verdreifacht. Das Unternehmen hat die Produktion in Malaysia erfolgreich gestartet und seine Kundenstruktur diversifiziert und bringt seine High-End-IC-Substrate (Verbindungselemente) besonders gut an den Kunden. Pichler glaubt, dass diese positiven Faktoren inzwischen eingepreist sind. Haas meint indes, dass der gesamte Sektor gehypt werde, AT&amp;S stehe da nicht allein da. Mit einem B\u00f6rsenwert von knapp 3,6 Milliarden Euro ist AT&amp;S aber ein Zwerg, Nvidia ist mit f\u00fcnf Billionen Dollar mehr als tausendmal so gro\u00df. Mehr als zehn Milliarden Dollar schwer sind im ATX nur Erste Group, Verbund, OMV, RBI, Bawag und Strabag.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiener B\u00f6rse. Die Euphorie des Vorjahres ist ein wenig abgeflaut. 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