{"id":130222,"date":"2026-04-29T11:25:13","date_gmt":"2026-04-29T11:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130222\/"},"modified":"2026-04-29T11:25:13","modified_gmt":"2026-04-29T11:25:13","slug":"drogen-schutzzone-verbote-streetwork-mi-29-04-2026-1300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130222\/","title":{"rendered":"Drogen: Schutzzone, Verbote, Streetwork | MI | 29 04 2026 | 13:00"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleDate\">29. April 2026, 13:00<\/p>\n<p>Mit einer neuen Schutzzone will die Stadt Wien den Drogenhandel rund um die U-Bahn-Station Gumpendorfer Stra\u00dfe bek\u00e4mpfen, auch eine gro\u00dffl\u00e4chigere Alkoholverbotszone in der Gegend ist geplant. Das Gebiet um die U-Bahn-Station war in den vergangenen Monaten in Verruf geraten. Anrainer:innen und Passant:innen waren beunruhigt, weil sich dort die Dealerszene verfestigt hatte, in der N\u00e4he einer Einrichtung der Suchthilfe Wien, in der suchterkrankte Menschen Unterst\u00fctzung bekommen: Sie werden dort sozialarbeiterisch und medizinisch versorgt, k\u00f6nnen Spritzen tauschen, sich \u00fcber Therapiem\u00f6glichkeiten informieren und in der Notschlafstelle \u00fcbernachten.<\/p>\n<p>Dieses Angebot bleibt f\u00fcr die Klient:innen trotz Schutzzone zug\u00e4nglich, die am 8. Mai eingef\u00fchrt wird und zun\u00e4chst f\u00fcr sechs Monate gilt. Die Polizei kann aus dieser Zone jedoch leichter Personen wegweisen. Die Ma\u00dfnahmen sollen das &#8222;subjektive Sicherheitsgef\u00fchl&#8220; der Menschen st\u00e4rken, so der Wiener B\u00fcrgermeister Michael Ludwig (SP\u00d6). Die Polizei und der Sicherheitsdienst der Wiener Linien werden jeweils mit fixen Standposten in der Station vor Ort sein. Zus\u00e4tzlich soll die mobile Suchthilfe ausgebaut werden, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>In der Stadt Salzburg wird rund um den Hauptbahnhof das Streetwork-Angebot aufgestockt &#8211; eine Reaktion auf Berichte, wonach eine Gruppe von M\u00e4nnern gezielt minderj\u00e4hrige M\u00e4dchen mit Kokain, teils auch Heroin, angesprochen hatte. Ende M\u00e4rz nahm die Polizei einen 44-J\u00e4hrigen fest, der M\u00e4dchen zwischen zw\u00f6lf und 17 Jahren in seine Wohnung gelockt haben soll. Eine 14-J\u00e4hrige schilderte gegen\u00fcber den Salzburger Nachrichten, dass es ein Dutzend solcher Wohnungen gab, in denen es zu sexuellem Missbrauch gekommen sein soll. Teilweise lie\u00dfen sich die M\u00e4dchen auch \u00fcberreden nach Wien mitzufahren, wo ihnen mehr Drogen versprochen wurden.<\/p>\n<p>Der Drogenkonsum wird risikoreicher und die Zahl der jungen Opfer steigt, l\u00e4sst sich aus dem aktuellen &#8222;Bericht zur Drogensituation 2025&#8220; ableiten, der am Montag pr\u00e4sentiert wurde. Gef\u00e4hrlich ist nicht nur die Dosis, sondern auch, dass mehrere Suchtmittel gemischt werden &#8211; mit t\u00f6dlichen Folgen, wie im Fall von drei M\u00e4dchen in Tirol, die erst 13, 14 und 16 Jahre alt waren.<\/p>\n<p>Was tun St\u00e4dte gegen diese Entwicklungen? Wie gehen sie mit Orten um, die aufgrund von Drogendelikten in den Fokus geraten? Warum sind es oft Verkehrsknotenpunkte, Bahnh\u00f6fe oder andere \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze, wie Parks? Was bringen Alkoholverbote? Welche Versorgung brauchen Menschen mit Suchterkrankungen? Was kann pr\u00e4ventiv getan werden? Wie wirken sich Budgetk\u00fcrzungen auf die Drogenarbeit aus?<\/p>\n<p>Dar\u00fcber diskutiert Marina Wetzlmaier mit Harald Steer, Betriebsratsvorsitzender und diplomierter psychiatrischer Krankenpfleger in der Suchtklinik Anton Proksch Institut in Wien, und Eckhart Falkensteiner, diplomierter Sozialarbeiter in der Drogenberatung Salzburg sowie Pr\u00e4ventionsbeauftragter bei der Suchthilfe Salzburg.<\/p>\n<p>Reden Sie mit! Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at<\/p>\n<p>Sendereihe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"29. 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