{"id":130253,"date":"2026-04-29T11:43:07","date_gmt":"2026-04-29T11:43:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130253\/"},"modified":"2026-04-29T11:43:07","modified_gmt":"2026-04-29T11:43:07","slug":"heiliges-land-sorge-um-ueberleben-des-christentums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130253\/","title":{"rendered":"Heiliges Land: Sorge um \u00dcberleben des Christentums"},"content":{"rendered":"<p>Der Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Benediktinerpater Nikodemus Schnabel, sorgt sich um die Pr\u00e4senz und Zukunft des Christentums im Heiligen Land. <\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/pizzaballa-patriarch-heiliges-land-jerusalem-krieg-nahost-israel.html\" title=\"Pizzaballa: Kirche im Heiligen Land erlebt Paradigmenwechsel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/02\/28\/10\/1772269583929.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Pizzaballa: Kirche im Heiligen Land erlebt Paradigmenwechsel\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, sieht die Massaker vom 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Gaza-Krieg als globalen Paradigmenwechsel. Darauf &#8230;\n     <\/p>\n<p>In einer Ansprache vor Vertretern des weltweiten katholischen Hilfswerks \u201eKirche in Not\u201c sagte er: \u201eMeine Sorge ist, dass das Heilige Land zu einer Art ,christliches Disneyland\u2018 werden k\u00f6nnte\u201c, Zwar blieben die Heiligen St\u00e4tten bestehen, doch es k\u00f6nne zuk\u00fcnftig m\u00f6glicherweise keine christlichen Familien und kein regul\u00e4res christliches Leben mehr geben. \u201eDer Ort, an dem die wichtigsten Ereignisse unseres Glaubens stattgefunden haben, l\u00e4uft Gefahr, seine einheimischen Christen zu verlieren.\u201c<\/p>\n<p>Laut Abt Nikodemus machen Christen aller Konfessionen weniger als zwei Prozent der Bev\u00f6lkerung aus. In Jerusalem gibt es 13 Kirchen, darunter sechs katholische. Hinter dieser historischen und liturgischen Vielfalt stehe jedoch eine zahlenm\u00e4\u00dfig sehr kleine Gemeinschaft.\u00a0<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/heiliges-land-jerusalem-orthodoxie-ostern-feuer-feier.html\" title=\"Tausende feiern orthodoxe Feuer-Liturgie in Jerusalem\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/04\/11\/21\/1775934410960.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Tausende feiern orthodoxe Feuer-Liturgie in Jerusalem\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Nach der Aufhebung der Versammlungsbeschr\u00e4nkungen, die zuvor nur eine stark reduzierte Feier von Ramadan, Pessach und dem katholischen Osterfest erlaubt hatten, feiern orthodoxe &#8230;\n      <\/p>\n<p> <br \/>\nWeniger als zwei Prozent Christen <\/p>\n<p>Mit Blick auf die lateinische Kirche, die innerhalb dieser Vielfalt eine Minderheit ist, unterschied der Abt drei Hauptgruppen. Die erste bestehe demnach aus den arabischsprachigen pal\u00e4stinensischen Katholiken. Dazu z\u00e4hlt er jene, die in Israel mit Staatsb\u00fcrgerschaft leben, die Einwohner Jerusalems ohne politische Rechte, Christen im Westjordanland mit ihren Bewegungsbeschr\u00e4nkungen und die Gemeinschaft im Gazastreifen. F\u00fcr P. Nikodemus ist die Letztgenannte besonders gef\u00e4hrdet, weil sie unter einer \u201edoppelten Besatzung\u201c lebe: einerseits unter dem Druck von Krieg und Blockade und anderseits unter der Unterdr\u00fcckung durch die Hamas.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe bilden f\u00fcr den Dormitio-Abt die hebr\u00e4ischsprachigen Katholiken. Das sei eine kleine, aber wachsende Gemeinschaft, die aus gemischten Familien bestehe und in der israelischen Gemeinde integriert sei. \u201eEs ist ein neues Ph\u00e4nomen\u201c, sagte er und stellte die Frage, was es bedeute, zugleich Israeli und Katholik zu sein.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/heiliges-land-ostern-feiern-im-luftschutzkeller.html\" title=\"Heiliges Land: Ostern feiern im Luftschutzkeller\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/aprile\/06\/Holy-Land_01.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Heiliges Land: Ostern feiern im Luftschutzkeller\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Katholische Kinder und Jugendliche in Israel haben Ostern unter au\u00dfergew\u00f6hnlichen Bedingungen gefeiert \u2013 und dabei Halt im Glauben gefunden. Das erz\u00e4hlt im Gespr\u00e4ch mit Vatican &#8230;\n      <\/p>\n<p> <br \/>\nUnmenschliche Bedingungen f\u00fcr christliche Arbeitsmigranten <\/p>\n<p>Die dritte und gr\u00f6\u00dfte Gruppe sei die der Migranten und Asylsuchenden, nach Schnabels Sch\u00e4tzungen mehr als 100.000 Menschen. Viele von ihnen stammen von den Philippinen, aus Indien, Sri Lanka sowie aus Afrika, Osteuropa und Lateinamerika und arbeiten vor allem in der Pflege, im Baugewerbe und in der Landwirtschaft. Ihre Situation beschrieb Pater Nikodemus als \u201eeine Form moderner Sklaverei\u201c.<\/p>\n<p>Besonders prangerte er die unmenschlichen Bedingungen an, denen viele christliche Arbeitsmigranten in Israel ausgesetzt seien: eingezogene P\u00e4sse, eingeschr\u00e4nkte M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen Arbeitgeberwechsel, Familientrennung und ein rechtlicher Rahmen, der in der Praxis die Mutterschaft mancher ausl\u00e4ndischen Arbeitnehmerinnen bestrafe. \u201eIn den Augen des Systems kann die ,kriminellste\u2018 Handlung darin bestehen, Ja zum Leben zu sagen\u201c, sagte er mit Blick auf die Frauen, die sich gegen eine Abtreibung entscheiden und dadurch riskieren, gemeinsam mit ihren Kindern in eine irregul\u00e4re Situation zu geraten.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-04\/turiner-grabtuch-dna-forschung-reise-naher-osten-barcaccia.html\" title=\"Grabtuch: Neue DNA-Forschung deutet auf Reise durch Nahost hin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2020\/04\/05\/17\/1586098946160.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Grabtuch: Neue DNA-Forschung deutet auf Reise durch Nahost hin\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Neu nachgewiesene DNA-Spuren auf dem Turiner Grabtuch deuten darauf hin, dass sich das Tuch einst im Nahen Osten befand. Ein wissenschaftlicher Artikel dazu liegt als Preprint vor &#8230;\n      <\/p>\n<p>F\u00fcr die einheimischen Christen geht es laut Pater Nikodemus vor allem ums wirtschaftliche \u00dcberleben. Etwa 60 Prozent der arabischsprachigen Christen lebten vom Tourismus. \u201eDas letzte gute Jahr f\u00fcr sie war 2019\u201c, so Schnabel. Danach h\u00e4tten Krisen den Tourismussektor schwer getroffen: die Covid-19-Pandemie, Konflikte und Instabilit\u00e4t. Der Pilgertourismus sei eingebrochen, sodass viele Familien ohne Einkommen bleiben.<\/p>\n<p>F\u00fcr christliche Familien geht es ums wirtschaftliche \u00dcberleben <\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sei, dass Menschen weggehen, weil sie keine Zukunft sehen. Damit christliche Familien im Heiligen Land blieben, seien Wohnraum und die Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen n\u00f6tig. Ohne konkrete Zukunftsperspektiven w\u00fcrden die Gemeinschaften verschwinden, warnte Pater Nikodemus. Er verwies auch auf die Erfahrung vieler Christen, dass sie weder in der israelischen noch in der pal\u00e4stinensischen nationalen Erz\u00e4hlung als dazugeh\u00f6rig wahrgenommen w\u00fcrden. \u201eSie haben oft das Gef\u00fchl, dass es keine Rolle spielt, ob sie da sind oder nicht\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund wachsender Polarisierung bekr\u00e4ftigte der Abt die Haltung der Ortskirche: \u201eWir sind weder pro-israelisch noch pro-pal\u00e4stinensisch, sondern pro-Mensch.\u201c<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-03\/kardinal-parolin-israel-botschafter-bedauern-grabenskirche.html\" title=\"Parolin trifft Israels Botschafter: Bedauern \u00fcber Vorfall an Grabeskirche\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>         <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/multimedia\/2026\/marzo\/30\/50.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Parolin trifft Israels Botschafter: Bedauern \u00fcber Vorfall an Grabeskirche\"\/><\/p>\n<p>       <\/a><\/p>\n<p>\n       Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin und der Sekret\u00e4r f\u00fcr die Beziehungen zu den Staaten und Internationalen Organisationen, Paul Richard Gallagher, haben am heutigen Montag den &#8230;\n      <\/p>\n<p> <br \/>\nWachsende Feindseligkeit gegen\u00fcber Christen <\/p>\n<p>Schnabel berichtete von einer wachsenden Feindseligkeit gegen\u00fcber Christen seitens extremistischer j\u00fcdischer Gruppen. Es g\u00e4be Anspucken auf offener Stra\u00dfe, Vandalismus, Brandstiftung, Sch\u00e4ndung und Hassgraffiti. Er verurteilte diese Umst\u00e4nde und sagte, dass man diese Vorkommnisse nicht l\u00e4nger als marginal bezeichnen k\u00f6nnte. Er kritisierte Personen in der israelischen Regierung, die solche Haltungen seiner Meinung nach legitimiert oder beg\u00fcnstigt h\u00e4tten. Zugleich betonte er aber, dass dies nicht die allgemeine Haltung widerspiegele. Er erinnerte daran, dass es auch j\u00fcdische Gruppen gebe, die christliche Gemeinschaften verteidigten und \u00dcbergriffe verurteilten.<\/p>\n<p>Auch wenn die Zahl der Christen im Heiligen Land klein sei, so seien sie Zeugen eines wichtigen Erbes. \u201eEs gibt keine Verk\u00fcndigung ohne Nazareth, kein Weihnachten ohne Bethlehem, kein Ostern ohne Jerusalem\u201c, so Pater Nikodemus. \u201eBetet, dass es im Heiligen Land eine Zukunft f\u00fcr Christen gibt!\u201c<\/p>\n<p>(acn \u2013 sk)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem, Benediktinerpater Nikodemus Schnabel, sorgt sich um die Pr\u00e4senz und Zukunft des Christentums&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":130254,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[7577,9520,26008,750,4699,8544,40,41,7507,17826,39,66,65,64],"class_list":{"0":"post-130253","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-christen","9":"tag-glaube","10":"tag-heiliges-land","11":"tag-israel","12":"tag-katholische-kirche","13":"tag-migranten-und-fluechtlinge","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-palaestina","17":"tag-religioese-orden","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-welt","20":"tag-world","21":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116487821982756656","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=130253"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130253\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130254"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130253"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130253"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}