{"id":130883,"date":"2026-04-29T18:04:14","date_gmt":"2026-04-29T18:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130883\/"},"modified":"2026-04-29T18:04:14","modified_gmt":"2026-04-29T18:04:14","slug":"gewinne-von-deutscher-bank-santander-und-ubs-steigen-trotz-marktturbulenzen-durch-iran-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/130883\/","title":{"rendered":"Gewinne von Deutscher Bank, Santander und UBS steigen trotz Marktturbulenzen durch Iran-Krieg"},"content":{"rendered":"<p>Europas gr\u00f6\u00dfte Banken und ein gro\u00dfer \u00d6lkonzern haben am Mittwoch \u00fcberwiegend starke Zahlen f\u00fcr das erste Quartal vorgelegt. Gleichzeitig warnten ihre Spitzenmanager vor wachsender Unsicherheit durch den Konflikt im Nahen Osten und dessen Folgen f\u00fcr Energiepreise, Konsumlaune und die Zinsentwicklung in Europa.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Vor allem die gro\u00dfen europ\u00e4ischen Geldh\u00e4user profitieren kurzfristig. Ihre Handelsertr\u00e4ge legen zu, weil die M\u00e4rkte wegen des Iran-Konflikts stark schwanken. Gleichzeitig nehmen jedoch die makro\u00f6konomischen Risiken auf l\u00e4ngere Sicht zu.<\/p>\n<p>Deutschlands gr\u00f6\u00dftes Geldinstitut, die Deutsche Bank, erzielte einen Rekordgewinn nach Steuern von 2,2 Milliarden Euro im Quartal. Das sind acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Vorsteuergewinn stieg um sieben Prozent auf 3 Milliarden Euro. In der Privatkundensparte schnellte der Vorsteuergewinn sogar um 39 Prozent auf 681 Millionen Euro nach oben.<\/p>\n<p>Die Ertr\u00e4ge legten um zwei Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu.<\/p>\n<p>Das verwaltete Verm\u00f6gen kletterte auf 1,8 Billionen Euro. Dazu trugen Nettozufl\u00fcsse von 22 Milliarden Euro in der Privatkunden- und der Verm\u00f6gensverwaltungssparte bei.<\/p>\n<p>Vorstandschef Christian Sewing erkl\u00e4rte: \u201eDer Rekordgewinn in diesem Quartal verschafft uns einen sehr guten Start in die n\u00e4chste Phase unserer Strategie.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir verf\u00fcgen \u00fcber eine starke Bilanz, die n\u00f6tigen F\u00e4higkeiten und eine klare strategische Positionierung, um unsere Kundschaft weltweit in einem dynamischen Umfeld zu begleiten\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Finanzvorstand Raja Akram nannte k\u00fcnstliche Intelligenz und die Neuorganisation von Prozessen als zentrale Hebel f\u00fcr mehr Kostenspielraum. Das Investmentbanking habe \u201eKunden in einem anspruchsvollen makro\u00f6konomischen Umfeld als gesch\u00e4tzter Berater zur Seite gestanden\u201c.<\/p>\n<p>Gleichzeitig erh\u00f6hte die Bank die Risikovorsorge f\u00fcr Kreditausf\u00e4lle um zehn Prozent auf 519 Millionen Euro und verwies auf eine zus\u00e4tzliche makro\u00f6konomische Reserve wegen der allgemeinen Unsicherheit.<\/p>\n<p>Die Zahlen fallen in eine Phase hoher wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit. Der Konflikt im Nahen Osten, der Ende Februar eskalierte, trieb die Inflation im Euroraum im M\u00e4rz auf 2,5 Prozent. An den M\u00e4rkten stiegen damit die Erwartungen, dass die EZB ihre Zinsen erstmals seit Jahren wieder anhebt. H\u00f6here Zinsen st\u00fctzen zwar kurzfristig die Zinsmargen der Banken, erh\u00f6hen aber mittelfristig das Kreditrisiko, weil h\u00f6here Energiekosten auf Haushalte und Unternehmen durchschlagen.<\/p>\n<p>Die Deutsche Bank best\u00e4tigte ihr Jahresziel von rund 33 Milliarden Euro an Ertr\u00e4gen und verwies auf ein laufendes Aktienr\u00fcckkaufprogramm \u00fcber 1 Milliarde Euro. Die Aktie gab in Europa nach der Ver\u00f6ffentlichung knapp drei Prozent nach.<\/p>\n<p>Banco Santander: Spanischer Bankenriese legt starke Zahlen vor<\/p>\n<p>Banco Santander, gemessen an der B\u00f6rsenbewertung der gr\u00f6\u00dfte Kreditgeber Kontinentaleuropas, legte ebenfalls Rekordzahlen vor. Der zurechenbare Gewinn stieg um 60 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, beg\u00fcnstigt durch einen Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn von 1,9 Milliarden Euro aus dem Verkauf der polnischen Tochter Santander Bank Polska.<\/p>\n<p>Ohne diesen Einmaleffekt legte der bereinigte Gewinn um etwa zw\u00f6lf Prozent auf 3,6 Milliarden Euro zu. Die Ertr\u00e4ge stiegen um vier Prozent auf 15,1 Milliarden Euro, getragen von h\u00f6heren Zins\u00fcbersch\u00fcssen und einem Zuwachs der Geb\u00fchreneinnahmen um sechs Prozent.<\/p>\n<p>Die Kosten sanken um drei Prozent, was die Effizienz verbesserte. Santander sieht sich damit auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen \u2013 darunter ein Ertragswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine Kernkapitalquote (CET1) zwischen 12,8 und 13 Prozent.<\/p>\n<p>Die Gesamtkapitalquote stieg auf 14,4 Prozent und verschafft der Bank damit sp\u00fcrbaren Puffer f\u00fcr m\u00f6gliche Belastungsszenarien.<\/p>\n<p>Auch die Aussch\u00fcttung an die Aktion\u00e4re l\u00e4uft weiter: Ein Aktienr\u00fcckkauf \u00fcber 5 Milliarden Euro ist im Gange, insgesamt peilt Santander f\u00fcr die Jahre 2025 und 2026 R\u00fcckk\u00e4ufe von mindestens 10 Milliarden Euro an.<\/p>\n<p>Die gesamte Aktion\u00e4rsverg\u00fctung auf Basis des Gesch\u00e4ftsjahres 2025 soll sich auf rund 7,1 Milliarden Euro belaufen, was etwa der H\u00e4lfte des zurechenbaren Gewinns entspricht.<\/p>\n<p>Einen D\u00e4mpfer gab es allerdings in der Digitalbank Openbank. Dort schrumpfte der bereinigte Gewinn um 38 Prozent auf 290 Millionen Euro. Grund war eine R\u00fcckstellung von 207 Millionen Euro f\u00fcr m\u00f6gliche Beschwerden im britischen Autokreditgesch\u00e4ft sowie das Auslaufen von Steueranreizen f\u00fcr Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Ohne diese R\u00fcckstellung w\u00e4re der Vorsteuergewinn nach Angaben der Bank um 15 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>UBS: Gewinn springt um 80 Prozent<\/p>\n<p>UBS meldete im ersten Quartal einen Anstieg des Nettogewinns um 80 Prozent auf 3,04 Milliarden Dollar. Haupttreiber waren das Verm\u00f6gensverwaltungsgesch\u00e4ft und starke Handelsaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Die Ertr\u00e4ge stiegen auf 13,6 Milliarden Schweizer Franken (14,7 Milliarden Euro), der bereinigte Vorsteuergewinn legte um 54 Prozent zu.<\/p>\n<p>Die Bank best\u00e4tigte ihr Aktienr\u00fcckkaufprogramm \u00fcber 3 Milliarden Dollar, das bis Ende des zweiten Quartals abgeschlossen sein soll, und berichtete eine Kernkapitalquote (CET1) von 13,8 Prozent.<\/p>\n<p>Das Management erkl\u00e4rte, die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts seien beherrschbar, sofern die Auseinandersetzung nicht zu lange dauert. Die Dauer des Konflikts bleibe der entscheidende Risikofaktor.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Zentralbank warnt, der Krieg habe die kurzfristigen Wachstumsaussichten nach unten gedr\u00fcckt. Energiepreisschocks und zunehmende Unsicherheit d\u00fcrften die Kaufkraft der Verbraucher und das Vertrauen der Unternehmen belasten. Zugleich steigen die Finanzierungskosten f\u00fcr Banken und Firmen \u00fcber h\u00f6here Anleiherenditen und schwankende Aktienkurse.<\/p>\n<p>Bislang zeigen sich die Bankgewinne robust. Analysten beobachten jedoch die Kreditqualit\u00e4t sehr genau, da sich das makro\u00f6konomische Umfeld rasch \u00e4ndern kann.<\/p>\n<p>TotalEnergies: Nettogewinn steigt um 51 Prozent<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Energiekonzern TotalEnergies steigerte seinen Nettogewinn um 51 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar (4,95 Milliarden Euro). R\u00fcckenwind gaben hohe \u00d6l- und Gaspreise sowie ein insgesamt engeres Angebot auf den Weltm\u00e4rkten.<\/p>\n<p>\u201eTotalEnergies hat sehr starke Zahlen f\u00fcr das erste Quartal vorgelegt, deutlich \u00fcber den Erwartungen\u201c, sagte Maurizio Carulli vom Verm\u00f6gensverwalter Quilter Cheviot. \u201eEin robustes organisches Produktionswachstum hilft, die Belastungen im Nahen Osten durch den anhaltenden Konflikt auszugleichen.\u201c<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung lag rund vier Prozent \u00fcber dem Vorjahreswert. F\u00fcr das zweite Quartal erwartet der Konzern ein \u00e4hnliches Wachstum, sofern es zu keinen gr\u00f6\u00dferen St\u00f6rungen kommt.<\/p>\n<p>Das Unternehmen k\u00fcndigte zudem eine Dividendenerh\u00f6hung um 5,9 Prozent und ein Aktienr\u00fcckkaufprogramm \u00fcber 1,5 Milliarden Dollar f\u00fcr das zweite Quartal 2026 an \u2013 beides am oberen Ende der zuvor ausgegebenen Spannen.<\/p>\n<p>TotalEnergies rechnet damit, dass die \u00d6lpreise bis in das zweite Quartal erh\u00f6ht bleiben, weil der Neustart von F\u00f6rderprojekten sich verz\u00f6gert. Auch die Gasm\u00e4rkte d\u00fcrften angespannt bleiben. In Europa erwartet der Konzern Preise von 14 bis 15 Dollar je MMBtu, gest\u00fctzt durch niedrige Speicherst\u00e4nde und den Wettbewerb um Fl\u00fcssiggaslieferungen zwischen Europa und Asien.<\/p>\n<p>Deutsche Autoindustrie: Mercedes-Benz mit schwachem Quartal<\/p>\n<p>Zugleich legte der Autohersteller Mercedes-Benz seine Zahlen f\u00fcr das erste Quartal vor. Der operative Gewinn brach um 17 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein, der Umsatz sank um 4,9 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Die bereinigte operative Marge im Pkw-Gesch\u00e4ft fiel von 7,3 auf 4,1 Prozent. Der \u00dcberschuss ging um 17 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Konzern ger\u00e4t von mehreren Seiten unter Druck. In China sackten die Verk\u00e4ufe um 27 Prozent ab, wo g\u00fcnstigere heimische Anbieter wie BYD und Nio verst\u00e4rkt in das Premiumsegment dr\u00e4ngen. Hinzu kommen der Zollstreit mit den USA und die kostspielige Umstellung auf Elektrofahrzeuge.<\/p>\n<p>Trotz des R\u00fcckgangs \u00fcbertrafen die Ergebnisse die Analystenerwartungen von 1,6 Milliarden Euro operativem Gewinn. Die Aktie wurde vorb\u00f6rslich 2,2 Prozent im Plus angezeigt.<\/p>\n<p>Finanzvorstand Harald Wilhelm betonte, der Konzern liege auf Kurs, den Konzern-EBIT im Gesamtjahr \u201edeutlich\u201c \u00fcber dem Vorjahreswert von 5,8 Milliarden Euro zu steigern. Er verwies auf gut gef\u00fcllte Auftragsb\u00fccher und vierzig geplante Modellneuheiten zwischen 2025 und 2027 \u2013 darunter die vollelektrische Limousine CLA und eine \u00fcberarbeitete S-Klasse-Reihe.<\/p>\n<p>Mercedes verwies zudem darauf, dass der Konflikt im Nahen Osten die Kauflaune der Verbraucher d\u00e4mpfen k\u00f6nnte \u2013 eine Sorge, die in der europ\u00e4ischen Branche weit verbreitet ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europas gr\u00f6\u00dfte Banken und ein gro\u00dfer \u00d6lkonzern haben am Mittwoch \u00fcberwiegend starke Zahlen f\u00fcr das erste Quartal vorgelegt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":130884,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,873,95,90,89,20581,91,94,10695,44,32294,7028,93,92],"class_list":{"0":"post-130883","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-banken","11":"tag-business","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutsche-bank","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-mercedes-benz","18":"tag-oesterreich","19":"tag-santander","20":"tag-ubs","21":"tag-unternehmen","22":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116489320385837167","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=130883"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/130883\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/130884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=130883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=130883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=130883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}