{"id":131003,"date":"2026-04-29T19:16:12","date_gmt":"2026-04-29T19:16:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/131003\/"},"modified":"2026-04-29T19:16:12","modified_gmt":"2026-04-29T19:16:12","slug":"erben-von-hendrix-bandkollegen-scheitern-mit-klage-gegen-sony","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/131003\/","title":{"rendered":"Erben von Hendrix-Bandkollegen scheitern mit Klage gegen Sony"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1775923994_698_rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/3c58aab4867e4b91942aaadad19a4378.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Ein Londoner Richter hat die Urheberrechtsanspr\u00fcche der Erben zweier ehemaliger Bandkollegen von <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/warum-jimi-hendrix-und-otis-redding-1967-die-welt-veraenderten-2718193\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Jimi Hendrix<\/a> abgewiesen und damit ihr Bem\u00fchen um Royalties aus dem Katalog des Gitarristen beendet \u2013 <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/music\/music-news\/jimi-hendrix-bandmates-heirs-lose-royalties-fight-sony-1235555283\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit Sony Music und dem Hendrix-Nachlass.<\/a><\/p>\n<p>In einem 140-seitigen Urteil, das ROLLING STONE vorliegt, stellte der britische High-Court-Richter Edwin Johnson fest, dass Jimi-Hendrix-Experience-Bassist David Noel Redding und Schlagzeuger John \u201eMitch\u201c Mitchell am 11. Oktober 1966 einen Aufnahmevertrag unterzeichnet hatten, der ihre Anspr\u00fcche auf k\u00fcnftige Royalties abtrat. Der Vertrag wurde zwischen den Bandmitgliedern Hendrix, Redding und Mitchell sowie den beiden Musikproduzenten Michael Jeffery und Bryan \u201eChas\u201c Chandler geschlossen.<\/p>\n<p>\u201eIch komme zu dem Schluss, dass die urspr\u00fcnglichen Inhaber der Urheberrechte \u2026 die Produzenten waren\u201c, schrieb der Richter. Er stellte fest, dass eine entscheidende Klausel des Vertrags den Produzenten die Rechte an \u201eallen im Rahmen dieses Vertrags erstellten Tonaufnahmen\u201c zusprach. Ein Unterabschnitt pr\u00e4zisierte, dass diese Rechte \u201edas weltweite Urheberrecht an s\u00e4mtlichen Tonaufnahmen von Darbietungen musikalischer Werke durch die K\u00fcnstler\u201c umfassten.<\/p>\n<p>Klarer und eindeutiger Vertrag<\/p>\n<p>\u201eEs ist schwer vorstellbar, wie dies noch klarer h\u00e4tte formuliert werden k\u00f6nnen\u201c, schrieb Richter Johnson. \u201eDen Produzenten stand das Urheberrecht an den Tonaufnahmen zu, die gem\u00e4\u00df den Bedingungen des Aufnahmevertrags entstanden. Dazu geh\u00f6rten eindeutig die strittigen Aufnahmen, die allesamt im Rahmen dieses Vertrags entstanden sind.\u201c<\/p>\n<p>Der Richter bezeichnete den Vertrag wiederholt als \u201eklar und unmissverst\u00e4ndlich\u201c und hielt fest, dass \u201eweder zeitliche noch territoriale Einschr\u00e4nkungen\u201c vereinbart worden seien und keine Formulierungen die Eigentums\u00fcbertragung einschr\u00e4nkten. Zudem stellte er fest, dass eine \u201eReihe von Transaktionen\u201c nach Hendrix\u2018 Tod im Jahr 1970 den Hendrix-Nachlass zum \u201eletztendlichen Rechtsnachfolger\u201c der Produzentenrechte aus dem Aufnahmevertrag gemacht habe.<\/p>\n<p>Jimis j\u00fcngere Schwester Janie Hendrix, CEO von Experience Hendrix, begr\u00fc\u00dfte das Urteil in einer Stellungnahme gegen\u00fcber ROLLING STONE. \u201eJimis Musik ist mehr als ein Katalog \u2013 sie ist ein lebendiger Teil der Seele unserer Familie, erf\u00fcllt von seinem Geist, seiner Leidenschaft und seiner Wahrheit\u201c, sagt sie. \u201eDiese Entscheidung bedeutet, dass wir dieses Erbe weiterhin mit der Liebe, Sorgfalt und Integrit\u00e4t sch\u00fctzen k\u00f6nnen, die es verdient, und sicherstellen k\u00f6nnen, dass seine Stimme noch f\u00fcr Generationen geh\u00f6rt wird.\u201c<\/p>\n<p>Versuche, Vertreter der Nachl\u00e4sse von Redding und Mitchell zu erreichen, blieben am Dienstag zun\u00e4chst ohne Erfolg.<\/p>\n<p>Milliarden Streams, Millionen Pfund<\/p>\n<p>Wie ROLLING STONE bereits berichtete, geht der Rechtsstreit auf ein Schreiben aus dem Jahr 2021 zur\u00fcck, in dem der britische Anwalt Lawrence Abramson Sony mitteilte, dass den Nachl\u00e4ssen von Mitchell und Redding Leistungsschutzrechte f\u00fcr Milliarden von Streams zust\u00fcnden. Er schrieb, die damit verbundenen Einnahmen seien \u201eauf Millionen von Pfund gesch\u00e4tzt\u201c.<\/p>\n<p>Experience Hendrix und Sony reagierten darauf mit einer Klage vor einem Bundesgericht in Manhattan, in der sie ein \u201edeklaratorisches Urteil \u00fcber Eigent\u00fcmerschaft und Nichtverletzung\u201c beantragten. Die Erben von Redding und Mitchell erhoben ihrerseits Klage in London, woraufhin das New Yorker Verfahren ausgesetzt wurde und die britischen Gerichte den Vorrang erhielten.<\/p>\n<p>Die Jimi Hendrix Experience wurde 1966 gegr\u00fcndet und zerbrach im Juni 1969, als Redding die Band verlie\u00df. Mitchell spielte bis zu Hendrix\u2018 Tod im September 1970 \u2013 er starb im Alter von 27 Jahren \u2013 immer wieder mit ihm. Redding starb im Mai 2003 und hinterlie\u00df seinen Nachlass seiner Partnerin Deborah McNaughton, deren Schwestern das Erbe nach ihrem Tod \u00fcbernahmen. Mitchells Tochter Aysha erbte seinen Nachlass, als er im November 2008 starb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Ein Londoner Richter hat die Urheberrechtsanspr\u00fcche der Erben zweier ehemaliger Bandkollegen von Jimi Hendrix abgewiesen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":131004,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[46,42,147,9059,44550,9058,153,154,44,148],"class_list":{"0":"post-131003","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-entertainment","11":"tag-gerichte-und-kriminalitaet","12":"tag-jimi-hendrix","13":"tag-kontroverse","14":"tag-music","15":"tag-musik","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116489603437437057","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131003","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=131003"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131003\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/131004"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131003"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131003"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=131003"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}