{"id":131907,"date":"2026-04-30T07:50:07","date_gmt":"2026-04-30T07:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/131907\/"},"modified":"2026-04-30T07:50:07","modified_gmt":"2026-04-30T07:50:07","slug":"treibstoffe-und-heizoel-treiben-inflation-im-april-auf-33-prozent-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/131907\/","title":{"rendered":"Treibstoffe und Heiz\u00f6l treiben Inflation im April auf 3,3 Prozent \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Der Ausbruch des Iran-Krieges machte das Zwei-Prozent-Ziel zunichte. F\u00fcr die KV-Lohnrunden k\u00fcndigten die Gewerkschaften bereits an, keine Lohnzur\u00fcckhaltung mehr zeigen zu wollen.<\/p>\n<p>Laut Schnellsch\u00e4tzung der Statistik Austria liegt die Inflation im April bei 3,3 Prozent in \u00d6sterreich. Im M\u00e4rz lag der Wert bei 3,2 Prozent. \u201eDabei beeinflusst die geopolitische Lage die Teuerung weiterhin merklich. Das zeigt sich vor allem bei Treibstoffen und Heiz\u00f6l\u201c, sagt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. <\/p>\n<p>Insgesamt lagen die Energiepreise um 10,7 Prozent \u00fcber dem Niveau vom April 2025, im M\u00e4rz hatten sie sich im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent erh\u00f6ht. Preisd\u00e4mpfend wirkte die im April 2026 eingef\u00fchrte Spritpreisbremse. Sie senkte die Preise f\u00fcr Benzin und Diesel um bis zu 10 Cent pro Liter. \u201eDadurch fiel die Inflation um bis zu 0,2 Prozentpunkte niedriger aus. Der im Vergleich zum Vorjahr um zwei Wochen fr\u00fchere Ostertermin wirkte in \u00e4hnlichem Ausma\u00df preisd\u00e4mpfend auf Pauschalreisen\u201c, sagt Lenk.<\/p>\n<p>Auch aus diesem Grund stiegen die Dienstleistungspreise als wichtigster Inflationstreiber mit 3,9 Prozent deutlich schw\u00e4cher als im M\u00e4rz, als noch ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnet worden war. Die Preise f\u00fcr Lebensmittel, Tabak und Alkohol wurden um 2,7 Prozent angehoben, etwas kr\u00e4ftiger als im M\u00e4rz mit einem Plus von 2,4 Prozent, hei\u00dft es.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/20624892\/die-inflation-lag-in-oesterreich-nun-wirklich-bei-zwei-prozent\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Inflation war Anfang des Jahres auf das Ziel von zwei Prozent zur\u00fcckgekehrt.<\/a> Der Iran-Krieg machte dieses Zwei-Prozent-Ziel aber wieder zunichte und wirft die Frage auf: Wie stark wird die Teuerung steigen? So erwartet das IHS nach dem Ausbruch des Krieges f\u00fcr das heurige Jahr einen Anstieg auf 2,9 Prozent, das Wifo 2,7 Prozent. In einem pessimistischeren Szenario k\u00f6nnte die Teuerung wieder um bis zu 4,1 Prozent zulegen.<\/p>\n<p>Wenige Tage nach dem Ausbruch des Konflikts schnellten die Treibstoffpreise in \u00d6sterreich und dem Rest von Europa nach oben. Den derzeitigen Spitzenwert, laut Zahlen der E-Control, erreichten Diesel und Benzin Anfang April. So lag der Preis am Anfang des Monats f\u00fcr einen Liter Benzin bei 1,787 Euro und f\u00fcr einen Liter Diesel bei 2,084 Euro. Zwar ist der Preis laut dem IHS-Preismonitor in den vergangenen Tagen wieder gesunken, liegt aber noch immer 20 bis 40 Cent \u00fcber dem Niveau vor dem Ausbruch des Krieges.<\/p>\n<p>Im J\u00e4nner und Februar wirkten die Energiepreise auf die Gesamtinflation d\u00e4mpfend. <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/20728131\/maerz-inflation-bei-3-1-prozent-0-9-prozentpunkte-hoeher-als-im-februar\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Das \u00e4nderte sich im M\u00e4rz.<\/a><\/p>\n<p>Die Wirtschaftsforscher betonen, dass nicht nur die Treibstoffpreise Einfluss auf die Inflation haben, sondern sich die Preise auch \u00fcber die Produktionskette nachgelagert in Waren niederschlagen. \u201eSomit werden sich z. B. D\u00fcngemittel (und damit auch Nahrungsmittel), Chemikalien und Pharmazeutika verteuern\u201c, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Was also tun? Wifo-Chef Gabriel Felbermayr h\u00e4lt es f\u00fcr wichtig, das System der Indexierungen mit dem Verbraucherpreisindex zu \u00fcberdenken. Stattdessen k\u00f6nnte auch der BIP-Deflator (der aber revisionsanf\u00e4llig ist) oder die Kerninflation (ohne volatile Bestandteile wie Energie und Lebensmittel) als Basis herangezogen werden. Dies m\u00fcsse aber alle Bereiche betreffen, die indexiert werden \u2013 also neben L\u00f6hnen, Pensionen und Sozialleistungen auch Mieten, Versicherungsvertr\u00e4ge oder \u00f6ffentliche Geb\u00fchren.<\/p>\n<p>Die h\u00f6here Inflation f\u00fchrt auch dazu, dass die realen Nettol\u00f6hne laut Wifo neuerlich um 0,5 Prozent sinken werden, nachdem sie sich auch 2025 bereits um 0,4 Prozent verringert haben.<\/p>\n<p>Auf die bevorstehenden Lohnrunden wird das einen Effekt haben. Die Gewerkschaften k\u00fcndigten bereits an, keine Lohnzur\u00fcckhaltung mehr praktizieren zu wollen. Gleichzeitig sind die starken Lohnerh\u00f6hungen der Jahre 2022 und 2023 ein wichtiger Grund, dass sich die Inflation bei den Energiepreisen durch den Ukrainekrieg in \u00d6sterreich so dauerhaft verfestigt hat und heute noch sp\u00fcrbar ist.<\/p>\n<p>Die stark gestiegenen \u00d6lpreise infolge des Iran-Kriegs haben die deutsche\u00a0Inflation\u00a0im April weiter nach oben getrieben. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt um 2,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, nachdem die Teuerungsrate im M\u00e4rz noch bei 2,7 Prozent gelegen hatte und im Februar bei 1,9 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in einer ersten Sch\u00e4tzung mit. Das ist der h\u00f6chste Wert seit Anfang 2024. Auf Monatsbasis zogen die Preise um 0,6 Prozent an.<\/p>\n<p>\u201eDer Iran-Krieg und die damit einhergehenden Energiepreise lassen die\u00a0Inflation\u00a0in Deutschland steigen\u201c, sagte \u00d6konom Felix Schmidt von der Berenberg Bank. Diesel verteuerte sich etwa in Nordrhein-Westfalen um 36,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Benzin um 18,8 Prozent. F\u00fcr Heiz\u00f6l mussten 27,3 Prozent mehr bezahlt werden, f\u00fcr Fernw\u00e4rme 2,0 Prozent mehr. \u201eBisher scheint sich der Preisdruck kaum \u00fcber die Energiepreise hinweg ausgeweitet zu haben\u201c, sagte Schmidt. (klug\/ag.)<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Ausbruch des Iran-Krieges machte das Zwei-Prozent-Ziel zunichte. F\u00fcr die KV-Lohnrunden k\u00fcndigten die Gewerkschaften bereits an, keine Lohnzur\u00fcckhaltung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":131908,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[40,41,39,6303,38],"class_list":{"0":"post-131907","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-nachrichten","9":"tag-news","10":"tag-schlagzeilen","11":"tag-teuerung","12":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116492568047978136","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131907","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=131907"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/131907\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/131908"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=131907"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=131907"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=131907"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}