{"id":132436,"date":"2026-04-30T13:16:22","date_gmt":"2026-04-30T13:16:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132436\/"},"modified":"2026-04-30T13:16:22","modified_gmt":"2026-04-30T13:16:22","slug":"precisis-easee-epilepsie-therapie-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132436\/","title":{"rendered":"Precisis EASEE Epilepsie Therapie im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Precisis entwickelt mit EASEE eine neue Epilepsie Therapie, die gezielt Anf\u00e4lle im Gehirn unterdr\u00fcckt und Patienten nachhaltig entlastet<\/p>\n<p>Wie ist Precisis entstanden und was war der Ausgangspunkt f\u00fcr die Entwicklung einer neuen Therapie f\u00fcr Epilepsie?<\/p>\n<p>PRECISIS hat ein kleines, intelligentes medizinisches Ger\u00e4t erfunden, mit dem epileptische Anf\u00e4lle gestoppt werden k\u00f6nnen. D\u00fcnne Elektrodenpl\u00e4ttchen werden unter die Kopfhaut gelegt. Diese senden elektrische Pulse, um die Anf\u00e4lle punktgenau an ihrem Ursprungsort im Gehirn zu unterdr\u00fccken. Die Wirkung h\u00e4lt dauerhaft an, die Patienten f\u00fchlen sich im Alltag frei und gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Was hat Sie pers\u00f6nlich dazu bewegt, mit Precisis in einem so forschungsintensiven Bereich zu gr\u00fcnden?<\/p>\n<p>Es gibt eine traurige Statistik, die trotz duzender neuer Pillen im Markt bis heute nicht besser geworden ist: Jeder dritte Epilepsie Patient bekommt seine Anf\u00e4lle nicht los, obwohl er starke und viele Medikamente im Cocktail einnimmt. Im Schnitt leiden solche Patienten \u00fcber 22 Jahre (!) lang, bis sie eine andere, individuellere Methode (chirurgisch oder technisch) zur Unterbrechung ihrer Anf\u00e4lle vorgestellt bekommen. Wir bei Precisis sind angetreten, diesen Missstand aufzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Mit dem Neuroimplantat EASEE\u00ae hat Precisis eine neue Therapieoption geschaffen. Was steckt hinter dieser Technologie?<\/p>\n<p>Das Neue an unserer Erfindung ist der Kunstgriff, dass die elektrischen Pulse den Kopfknochen durchdringen k\u00f6nnen und das definierte Gebiet im Gehirn gezielt beruhigen. Damit wird die H\u00fcrde f\u00fcr Patienten klein, sich ein Implantat unter die Haut legen zu lassen. Wir nennen das eine minimalinvasive Methode. Das Gehirn bleibt bei der Prozedur vollkommen unber\u00fchrt.<br \/>Mit der konsequenten Fokussierung unserer technologischen Erfindung auf das Patientenwohl lagen wir von Anfang an richtig. Das Ger\u00e4t hei\u00dft EASEE (Anspielung auf easy), weil es das Leben mit Epilepsie leichter macht. Inzwischen tragen Hunderte von Patienten das EASEE Ger\u00e4t und wollen es nicht mehr missen.<\/p>\n<p>Welche Vision verfolgen Sie mit Precisis im Bereich der Behandlung neurologischer Erkrankungen?<\/p>\n<p>Da es sich bei der EASEE Technologie um eine individuelle, intelligente Stimulationsmethode handelt, ist sehr gut vorstellbar, dass auch andere neurologische Erkrankungen, deren Ursprung in einem abgegrenzten Areal des Gehirns liegt, davon profitieren k\u00f6nnen. Derzeit denken wir hier vor allem an Patienten mit schwerer Depression, die allein mit Medikamenten nicht zurechtkommen.<\/p>\n<p>Wie m\u00f6chten Sie diese Vision in den kommenden Jahren konkret umsetzen?<\/p>\n<p>Wir haben in den kommenden Jahres Gro\u00dfes vor. Zun\u00e4chst werden wir den Zugang zur EASEE Therapie f\u00fcr erwachsene Patienten in ganz Europa erleichtern. Dar\u00fcber hinaus rechnen wir damit, dass wir ab ca. in einem Jahr auch Teenagern im Alter ab 12 Jahren die EASEE Methode anbieten k\u00f6nnen. Parallel dazu werden wir den Sprung auf den amerikanischen Markt wagen. Wichtig ist uns bei allen Vorhaben, dass Patienten, ihre Angeh\u00f6rigen und nat\u00fcrlich \u00c4rzte \u00fcber unsere neue Methode gut informiert werden. Bis dato pr\u00e4gt die Pharmaindustrie mit ihrer enormen Marktmacht sowohl die \u00f6ffentliche Kommunikation als auch die Ausbildung der \u00c4rzte. Im umk\u00e4mpften Markt der neurologischen Erkrankungen Fu\u00df zu fassen, erfordert Kraft und Ausdauer.<\/p>\n<p>Welche Patientengruppen sprechen Sie mit Ihrer L\u00f6sung an und welche Probleme l\u00f6sen Sie im Alltag der Betroffenen?<\/p>\n<p>Es geht darum, die lange Leidensdauer solcher Epilepsie Patienten zu verk\u00fcrzen, die trotz der regelm\u00e4\u00dfigen Einnahme von Medikamenten nicht anfallsfrei geworden sind.<\/p>\n<p>Was unterscheidet Precisis und das EASEE\u00ae System von klassischen Therapieans\u00e4tzen bei Epilepsie?<\/p>\n<p>Bisher galt die Regel, dass alle technischen oder chirurgischen Methoden in der Epilepsie Therapie als Ultima Ratio angesehen wurden. Mit dem neuen effektiven EASEE Konzept kann den Patienten nun viel fr\u00fcher ein minimal invasives System angeboten werden. Vor allem junge Leute, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, sch\u00e4tzen daran, dass EASEE \u2013 wenn denn gew\u00fcnscht \u2013 auch wieder entfernt werden kann. Anders als bei Gehirnoperationen, bei denen das kranke Areal herausgeschnitten oder ver\u00f6det wird, hinterl\u00e4sst EASEE keinerlei Sch\u00e4den am Gewebe.<\/p>\n<p>Welche Herausforderungen sind Ihnen beim Aufbau von Precisis im MedTech Bereich besonders begegnet?<\/p>\n<p>Die Zulassungsbedingungen und die Erstattungsregeln sind intelligenten, digitalen Therapie Methoden gegen\u00fcber nicht ad\u00e4quat, weil sie viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Patienten, die an schweren neurologischen Erkrankungen leiden, haben hingegen einen Anspruch darauf, m\u00f6glichst rasch mehr qualifizierte Lebenszeit zu gewinnen.<\/p>\n<p>Wie erleben Sie die Startup Szene als Gr\u00fcnderin in einer technologiegetriebenen Branche?<\/p>\n<p>Wir bei Precisis haben das Gl\u00fcck, dass unser Gesch\u00e4ftsmodell leicht verst\u00e4ndlich ist. Der Sinn unseres Handelns ist f\u00fcr potenzielle Mitarbeiter schnell eing\u00e4ngig und so gewinnen wir einfacher als andere Firmen hochmotivierte Teammitglieder.<\/p>\n<p>Welche n\u00e4chsten Schritte und Entwicklungen planen Sie f\u00fcr Precisis?<\/p>\n<p>Precisis m\u00f6chte innerhalb kurzer Zeit auf dem amerikanischen Markt aktiv sein.<\/p>\n<p>Wo sehen Sie Precisis in f\u00fcnf bis zehn Jahren?<\/p>\n<p>In f\u00fcnf bis zehn Jahren wird unsere Plattformtechnologie EASEE auch f\u00fcr andere neurologische Krankheiten einsetzbar sein.<\/p>\n<p>Welche drei Ratschl\u00e4ge w\u00fcrden Sie anderen Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcndern mit auf den Weg geben?<\/p>\n<p>Schnell sein. Eine starke Markenbotschaft pr\u00e4gen. Nur die Besten ins Team holen.<\/p>\n<p>Bild Bildcredits @Precisis<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/angela-liedler-039078106\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Angela Liedler<\/a>\u00a0f\u00fcr das Interview<\/p>\n<p>Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Precisis entwickelt mit EASEE eine neue Epilepsie Therapie, die gezielt Anf\u00e4lle im Gehirn unterdr\u00fcckt und Patienten nachhaltig entlastet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":132437,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[44782,46,42,44783,13180,129,124,123,44784,44785,44,13705,44786,10823,7551],"class_list":{"0":"post-132436","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-anfaelle","9":"tag-at","10":"tag-austria","11":"tag-easee","12":"tag-epilepsie","13":"tag-gehirn","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-medtech","17":"tag-neuroimplantat","18":"tag-oesterreich","19":"tag-patienten","20":"tag-precisis","21":"tag-stimulation","22":"tag-therapie"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116493850281258313","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132436"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132436\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}