{"id":132629,"date":"2026-04-30T15:15:12","date_gmt":"2026-04-30T15:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132629\/"},"modified":"2026-04-30T15:15:12","modified_gmt":"2026-04-30T15:15:12","slug":"oecd-psychische-gesundheitskrise-kostet-europas-volkswirtschaften-jaehrlich-76-milliarden-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132629\/","title":{"rendered":"OECD: Psychische Gesundheitskrise kostet Europas Volkswirtschaften j\u00e4hrlich 76 Milliarden Euro"},"content":{"rendered":"<p>Schlechte psychische Gesundheit kostet die Volkswirtschaften Europas nach Sch\u00e4tzungen der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jedes Jahr rund 76 Milliarden Euro. Das entspricht etwa 6 % der gesamten Gesundheitsausgaben.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Psychische Erkrankungen geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit und die Wirtschaft. Ihre Folgen reichen weit \u00fcber die direkt Betroffenen hinaus.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfer Teil der Kosten entsteht, weil psychische Leiden andere k\u00f6rperliche Erkrankungen verschlimmern. Die Behandlungen werden komplexer und teurer, so die OECD.<\/p>\n<p>Nach den Berechnungen der Organisation werden die Folgen auch den Arbeitsmarkt stark treffen. Zwischen 2025 und 2050 droht dem Bericht zufolge ein durchschnittlicher j\u00e4hrlicher R\u00fcckgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 %.<\/p>\n<p>Diesen R\u00fcckgang treibt vor allem eine geringere Erwerbsbeteiligung und Produktivit\u00e4t an.<\/p>\n<p>Schwere depressive St\u00f6rungen, generalisierte Angstst\u00f6rungen und St\u00f6rungen durch Alkoholkonsum k\u00f6nnten die gesunde Lebenserwartung in der EU in den kommenden f\u00fcnfundzwanzig Jahren um durchschnittlich 2,5 Jahre senken. Das entspr\u00e4che rund 28 000 vorzeitigen Todesf\u00e4llen pro Jahr.<\/p>\n<p>Psychische Belastungen nehmen zu<\/p>\n<p>In den OECD-L\u00e4ndern hat die H\u00e4ufigkeit psychischer Erkrankungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten um fast 21 % zugenommen. <\/p>\n<p>Schlechte psychische Gesundheit betrifft mehr als jede f\u00fcnfte Person in den Staaten der OECD und der Europ\u00e4ischen Union. <\/p>\n<p>Am weitesten verbreitet sind Angstst\u00f6rungen. Sie machen etwa 40 % aller F\u00e4lle aus. Es folgen depressive St\u00f6rungen mit 20 % und St\u00f6rungen durch Substanzkonsum mit 17 %. <\/p>\n<p>Die Zahlen bilden laut Bericht das tats\u00e4chliche Ausma\u00df des Problems vermutlich nur unvollst\u00e4ndig ab. Viele leichtere Erkrankungen bleiben unerkannt oder werden nicht gemeldet \u2013 auch wegen anhaltender gesellschaftlicher Stigmatisierung und L\u00fccken in den Gesundheitssystemen. <\/p>\n<p>Junge Menschen leiden besonders<\/p>\n<p>Psychische Erkrankungen treffen die Bev\u00f6lkerung nicht gleichm\u00e4\u00dfig. Frauen, junge Menschen und Personen mit niedrigem sozio\u00f6konomischem Status sind besonders belastet, so der Bericht. <\/p>\n<p>Unter Kindern und jungen Erwachsenen ist die Verbreitung psychischer St\u00f6rungen hoch und steigt weiter. In den vergangenen Jahren erlebte mehr als jede vierte Person im Alter zwischen f\u00fcnfzehn und vierundzwanzig Jahren eine psychische Erkrankung, wie OECD-Daten zeigen. <\/p>\n<p>Das ist besonders besorgniserregend, weil psychische Erkrankungen, die vor dem vierundzwanzigsten Lebensjahr beginnen, unbehandelt h\u00e4ufig bis ins Erwachsenenalter fortbestehen \u2013 mit lebenslangen Folgen.<\/p>\n<p>Der Bericht nennt mehrere gesellschaftliche und \u00f6kologische Faktoren als wichtigste Treiber. Fr\u00fche Einschr\u00e4nkungen in der COVID-19-Pandemie, Kriege, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Krisen haben die psychische Gesundheit zus\u00e4tzlich belastet. <\/p>\n<p>Klimawandel-Angst habe sich zu einer gro\u00dfen Sorge der j\u00fcngeren Generation entwickelt. Weltweit berichteten 84 % der jungen Menschen von mittleren bis extremen Sorgen um die Zukunft des Planeten. <\/p>\n<p>Die Autorinnen und Autoren verweisen zudem auf problematische Social-Media-Nutzung, die vor allem bei j\u00fcngeren Menschen zunehmend Anlass zur Sorge gebe.<\/p>\n<p>Mit dem \u00dcbergang ins Erwachsenenalter verbessert sich die psychische Gesundheit im Durchschnitt. Eine Ausnahme ist ein leichter Anstieg psychischer Probleme bei Menschen ab 95 Jahren.<\/p>\n<p>Nationale Strategien reichen nicht aus<\/p>\n<p>Obwohl die meisten L\u00e4nder Rahmenstrategien f\u00fcr die psychische Gesundheit beschlossen haben, bleibt die Versorgungsl\u00fccke gro\u00df, warnt der Bericht. <\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungsweise rund 67,5 % der Menschen in EU-Staaten, die eine Behandlung ben\u00f6tigen, erhalten demnach keinen Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung.<\/p>\n<p>Der Bericht nennt mehrere H\u00fcrden, die eine rechtzeitige Behandlung verhindern. Dazu geh\u00f6ren Eigenbeteiligungen f\u00fcr bestimmte Therapien, fehlende spezialisierte Angebote in l\u00e4ndlichen Regionen und ein Mangel an Fachkr\u00e4ften. <\/p>\n<p>Ein zentraler Reformtrend ist laut OECD, die Versorgung von Kliniken in gemeindenahe Angebote zu verlagern. Dazu z\u00e4hlen die haus\u00e4rztliche Versorgung, Schulen und Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Fr\u00fche, vorbeugende Angebote au\u00dferhalb von Krankenh\u00e4usern k\u00f6nnen wirksam und zugleich kosteng\u00fcnstiger sein, betonen die Autorinnen und Autoren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schlechte psychische Gesundheit kostet die Volkswirtschaften Europas nach Sch\u00e4tzungen der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jedes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":132630,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[76,75,74,124,22166],"class_list":{"0":"post-132629","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-eu","9":"tag-europa","10":"tag-europe","11":"tag-gesundheit","12":"tag-oecd"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116494318124688467","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132629\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132630"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}