{"id":132744,"date":"2026-04-30T16:31:14","date_gmt":"2026-04-30T16:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132744\/"},"modified":"2026-04-30T16:31:14","modified_gmt":"2026-04-30T16:31:14","slug":"spaniens-humane-migrationspolitik-gilt-laut-ministerin-als-vorbild-fuer-europa-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/132744\/","title":{"rendered":"Spaniens humane Migrationspolitik gilt laut Ministerin als Vorbild f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p>Spaniens Migrationspolitik gilt nach den Worten der zust\u00e4ndigen Ministerin Elma Saiz \u201efast als Staatsr\u00e4son\u201c. Im Mittelpunkt stehen Integration, ein friedliches Zusammenleben und die Anerkennung des positiven Beitrags von Migrantinnen und Migranten, sagte sie im Gespr\u00e4ch mit Euronews.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Viele Staaten in Europa versch\u00e4rfen ihren Kurs in der Migrationspolitik. Spanien geht unter Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez jedoch einen deutlich anderen Weg.<\/p>\n<p>\u201eSpanien war fr\u00fcher ein Auswanderungsland. Heute ist es ein Land der Chancen\u201c, sagte Saiz in der Euronews-Sendung 12 Minutes With. Migration sei ein zentraler Motor f\u00fcr die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes, betonte sie.<\/p>\n<p>Im Zentrum der aktuellen Migrationspolitik steht ein Regularisierungsverfahren. Es k\u00f6nnte mehr als 500 000 Menschen, die bereits im Land leben, einen legalen Aufenthaltsstatus verschaffen. Diese Ma\u00dfnahme wurde <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/28\/spanien-halbe-million-migranten-legalisieren\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Anfang dieses Jahres beschlossen<\/a>.<\/p>\n<p>\u201eDas sind Menschen, die l\u00e4ngst unter uns leben. Das Problem ist, dass sie derzeit weder Rechte noch Pflichten haben\u201c, sagte sie. Anspruch haben Personen ohne Papiere, die seit mindestens f\u00fcnf Monaten in Spanien leben oder vor Ende 2025 Asyl beantragt haben.<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Zweifel eines Teils der Bev\u00f6lkerung, ob die \u00f6ffentlichen Dienste all diese Menschen versorgen k\u00f6nnen, ohne dass das System kollabiert, sagte Saiz: \u201eEs ist enorm wichtig, dass die \u00f6ffentlichen Dienste im gleichen Tempo gest\u00e4rkt werden wie die Bev\u00f6lkerung, die sie betreuen sollen.\u201c<\/p>\n<p>Saiz hob hervor, dass das Programm, das Hunderttausenden Menschen ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis den Weg in die Legalit\u00e4t \u00f6ffnet, auf breite Unterst\u00fctzung in der Bev\u00f6lkerung st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Der Vorschlag geht auf eine von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern eingebrachte Gesetzesinitiative zur\u00fcck. Mehr als 700 000 Menschen haben unterschrieben, dazu kommen Hunderte Organisationen der Zivilgesellschaft, Arbeitgeberverb\u00e4nde und Institutionen.<\/p>\n<p>Belastet das die Beziehungen?<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission und mehrere Mitgliedstaaten haben <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/02\/10\/sanchez-legalisierung-illegaler-migranten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Vorbehalte gegen den Plan ge\u00e4u\u00dfert<\/a>, vor allem wegen m\u00f6glicher Folgen im Schengen-Raum. Eine zentrale Sorge lautet, dass legalisierte Personen ohne Erlaubnis in andere EU-Staaten weiterziehen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Saiz betonte jedoch, die Ma\u00dfnahme stehe im Einklang mit den Regeln der Europ\u00e4ischen Union, inklusive des Schengen-Systems.<\/p>\n<p>Sie erkl\u00e4rte, Regularisierungen seien Ausdruck nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t, da es um Menschen gehe, die bereits in Spanien leben und Teil der heimischen Wirtschaft sind.<\/p>\n<p>\u201eWir sprechen \u00fcber etwas, das \u2013 wie europ\u00e4ische Vertreter zu Recht betonen \u2013 in die Souver\u00e4nit\u00e4t und Entscheidungsfreiheit unseres Landes f\u00e4llt, <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/28\/faktencheck-spaniens-legalisierte-migranten-andere-eu-lander\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">denn hier werden diese Menschen leben und arbeiten<\/a>\u201c, sagte die Ministerin.<\/p>\n<p>Der Plan der spanischen Regierung bedeutet nicht, dass die neu registrierten Personen mit einer einj\u00e4hrigen Arbeitserlaubnis frei in andere EU-Staaten ziehen k\u00f6nnen. Sie d\u00fcrfen wohnen und arbeiten ausschlie\u00dflich in Spanien.<\/p>\n<p>Spanien schl\u00e4gt in Europa einen anderen Kurs ein<\/p>\n<p>Die Entscheidung \u00fcber diese weitreichende Regularisierung traf Madrid, ohne die europ\u00e4ischen Partner vorher einzubinden. Daf\u00fcr musste S\u00e1nchez viel Kritik einstecken. In Br\u00fcssel f\u00fcrchten viele, der Schritt k\u00f6nne mit der derzeitigen Linie der EU kollidieren, die Migrationsregeln zu versch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Saiz h\u00e4lt dagegen, Spanien biete ein alternatives Modell, das auf \u201eregul\u00e4rer, geordneter und sicherer\u201c Migration beruhe.<\/p>\n<p>Sie bezeichnete die spanische Politik als internationalen Referenzpunkt. Die Zahl irregul\u00e4rer Ank\u00fcnfte sei in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, insbesondere auf Routen wie zu den Kanarischen Inseln.<\/p>\n<p>Nach ihren Worten zeigt das, dass ein humanit\u00e4rer Ansatz und eine wirksame Steuerung von Migration einander nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Saiz pl\u00e4dierte daf\u00fcr, Migrationspolitik st\u00e4rker an Fakten und langfristigen Strategien auszurichten und weniger an kurzfristigem politischem Druck. Spaniens Kurs sei in einem sich wandelnden Europa zugleich pragmatisch und werteorientiert.<\/p>\n<p>\u201eIch erinnere daran, dass mehr als vierzig Prozent der seit der Arbeitsmarktreform entstandenen Jobs von ausl\u00e4ndischen Besch\u00e4ftigten \u00fcbernommen wurden\u201c, sagte die Ministerin. Immer mehr von ihnen arbeiteten in hochqualifizierten Bereichen.<\/p>\n<p>Zugleich verwies sie auf Fortschritte auf EU-Ebene, etwa auf den Migrations- und Asylpakt, der w\u00e4hrend der spanischen EU-Ratspr\u00e4sidentschaft vereinbart wurde. Er stehe f\u00fcr den gemeinsamen Willen zu abgestimmten L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Spaniens internationale Rolle<\/p>\n<p>\u00dcber die Migrationspolitik hinaus ordnete Saiz Spaniens Kurs in eine breitere Strategie ein: Das Land wolle international aktiver auftreten, den Multilateralismus st\u00e4rken und das V\u00f6lkerrecht verteidigen.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Position zielt im Kern darauf, den Werten treu zu bleiben, die wir uns gemeinsam mit gro\u00dfer Anstrengung erarbeitet haben und auf denen die Europ\u00e4ische Union beruht\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt mitunter zu Spannungen mit Staats- und Regierungschefs wie US-Pr\u00e4sident Donald Trump, vor allem bei globalen Fragen.<\/p>\n<p>Spanien hat Forderungen einiger NATO-Partner zur\u00fcckgewiesen, die Verteidigungsausgaben auf f\u00fcnf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Die Regierung h\u00e4lt ihre derzeitigen Zusagen f\u00fcr angemessen und im Einklang mit den gemeinsam vereinbarten Zielen des B\u00fcndnisses.<\/p>\n<p>Trump hat Spaniens Haltung scharf kritisiert und die Anstrengungen des Landes als unzureichend bezeichnet. Washington reagierte zudem ver\u00e4rgert auf die Kritik Madrids an den US-Angriffen auf Iran.<\/p>\n<p>Diese Spannungen f\u00fchrten dazu, dass die Regierung Trump damit drohte, die Handelsbeziehungen zu Spanien zu kappen und <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/28\/spanien-nato-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien aus der NATO auszusetzen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Ministerin betonte jedoch, dass Spanien ein \u201ezuverl\u00e4ssiger Partner\u201c bleibe und enge Beziehungen zu den USA pflege.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Spaniens Migrationspolitik gilt nach den Worten der zust\u00e4ndigen Ministerin Elma Saiz \u201efast als Staatsr\u00e4son\u201c. 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