{"id":133376,"date":"2026-05-01T00:50:27","date_gmt":"2026-05-01T00:50:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133376\/"},"modified":"2026-05-01T00:50:27","modified_gmt":"2026-05-01T00:50:27","slug":"weil-ki-alles-veraendert-rueckt-hr-in-den-mittelpunkt-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133376\/","title":{"rendered":"Weil KI alles ver\u00e4ndert, r\u00fcckt HR in den Mittelpunkt \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Mit der digitalen Transformation und dem fl\u00e4chendeckenden Einsatz von Anwendungen k\u00fcnstlicher Intelligenz schlage wieder einmal die Stunde der HR. Das erinnere ihn, sagt Fred Mahringer, scheidender CHRO von A1 \u00d6sterreich, an den Beginn der Corona-Pandemie. Die sei Gott sei Dank vorbei, doch \u201eviele HR-Organisationen haben in dieser Zeit erlebt, dass sie im Mittelpunkt der Organisationen angekommen sind\u201c.<\/p>\n<p>So gut wie jeder Job werde sich ver\u00e4ndern, die Frage sei nur, in welchem Ausma\u00df. \u201eIm White-Collar-Bereich wird es revolution\u00e4r.\u201c Im Blue-Collar-Bereich werden, so lautet seine Vermutung, die Auswirkungen viel marginaler sp\u00fcrbar. <\/p>\n<p>Die Personalabteilungen seien daher in vielen Dom\u00e4nen gefordert: in der Organisations- und in der Skillentwicklung, in der Frage, welche Angebote Mitarbeitenden gemacht werden, bis hin zu Fragen der Ethik. Was wollen wir, was lassen wir zu? \u201eDas bedeutet viel Ver\u00e4nderung und gleichzeitig eine Riesenchance f\u00fcr uns als Personalabteilungen.\u201c<\/p>\n<p>        Drei zentrale Momente<\/p>\n<p>1. HR r\u00fcckt durch KI und Digitalisierung ins Zentrum der Unternehmen<br \/>Die Transformation der Arbeitswelt macht Personalabteilungen zu Schl\u00fcsselakteuren. Sie m\u00fcssen nicht nur organisatorische und ethische Fragen kl\u00e4ren, sondern auch aktiv den Wandel gestalten.<br \/>2. HR muss sich selbst neu aufstellen und den Wandel moderieren<br \/>Gefordert sind eigene technologische Kompetenzen, ein datengetriebenes Mindset und die F\u00e4higkeit, Innovation partnerschaftlich umzusetzen. Gleichzeitig \u00fcbernimmt HR eine Vermittlerrolle, nimmt \u00c4ngste auf und treibt den Aufbau neuer Skills in der Organisation voran.<br \/>3. Arbeitsmarkt und Karrierewege ver\u00e4ndern sich grundlegend<br \/>Jobs \u2013 vor allem im White-Collar-Bereich \u2013 werden sich stark wandeln, Einstiege f\u00fcr Junge schwieriger. Gleichzeitig droht langfristig Fachkr\u00e4ftemangel. Entscheidend werden daher Weiterbildung, Employability und der Aufbau nachhaltiger Talentpipelines statt klassischer Benefits.<\/p>\n<p>Erstens: \u201eWir m\u00fcssen selbst Kompetenzen aufbauen\u201c, sagt Mahringer. HR m\u00fcsse mit den technologischen Entwicklungen Schritt halten und unter anderem KI nutzen, um effizient arbeiten zu k\u00f6nnen. Es gehe um Technologie und Daten. \u201eDiese Kompetenz und dieses Wissen m\u00fcssen HR-Abteilungen f\u00fcr sich\u00a0selbst aufbauen.\u201c Und HR m\u00fcsse das Mindset \u00e4ndern, sagt er. \u201eHR ist traditionell. Ich habe immer gesagt: Wir leben eher so nach Gef\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"figure__image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Fred_Mahringer_A1_Telekom_HR_Person_of_the_Year_c_NicoleHeidegger.jpg\" alt=\"Fred Mahringer, 2023 als HR Person of the Year mit dem HR Inside Award ausgezeichnet.\" width=\"1000\" height=\"600\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/><\/p>\n<p>Fred Mahringer, 2023 als HR Person of the Year mit dem HR Inside Award ausgezeichnet.\u2003NicoleHeidegger<\/p>\n<p>Zweitens: HR sei gefordert, die Einf\u00fchrung von Technologien partnerschaftlich zu gestalten. \u201eIch glaube, das war immer eine St\u00e4rke von HR-Abteilungen, in Diskurs zu gehen, einen Konsens zu suchen, das Beste in der Organisation herzustellen und dabei menschenzentriert vorzugehen\u201c. Und dabei immer die Gesch\u00e4ftsleitung, die F\u00fchrungskr\u00e4fte, den Betriebsrat und die Mitarbeitenden einzubinden. \u201eJe offener man das anlegt, desto erfolgsversprechender ist die Geschichte.\u201c<\/p>\n<p>Drittens: HR muss als Vermittler den Change vorantreiben. \u201eTechnologie bietet viele Chancen, fordert aber auch neue Skills.\u201c Und erzeugt \u00c4ngste: Im Legal-Bereich sagt man, seien 70 Prozent der T\u00e4tigkeiten automatisierbar, im Recruiting sei es kaum anders.<\/p>\n<p>Im Moment schlage der Arbeitsmarkt in eine andere Richtung aus, \u201edoch wenn man jetzt drei bis f\u00fcnf Jahre nach vorne schaut, werden 150.000 Arbeitskr\u00e4fte am \u00f6sterreichischen Arbeitsmarkt fehlen.\u201c Das hei\u00dfe, Organisationen sind gefordert, in Entwicklungsprogrammen zu denken, \u201ejemanden von drau\u00dfen holen, das wird schwierig werden\u201c.<\/p>\n<p>Gleichzeitig werde \u201eder Einstieg f\u00fcr junge Menschen ins Berufsleben weit schwieriger\u201c. Wenn man fr\u00fcher die Altersstruktur in Organisationen abgebildet habe, sah sie wie eine Pyramide aus. In naher Zukunft werde sie eher einer Raute \u00e4hneln. Und einen Einstieg als Praktikant, um sich dann sukzessive nach oben zu arbeiten, werde es in dieser Form immer weniger geben \u2013 weil es keine Aufgaben f\u00fcr Praktikanten mehr gibt. Umso wichtiger werde es dennoch, junge Leute aufzubauen und in Nachwuchs-Pipelines zu investieren \u2013 allein schon, damit dem Unternehmen in der \u201eMitte der Raute\u201c \u00fcber kurz oder lang die Mitarbeitenden nicht ausgehen.<\/p>\n<p>        Zur Person<\/p>\n<p>Fred Mahringer (55) ist seit Juli 2020 HR-Chef bei A1 \u00d6sterreich. Der promovierte Betriebswirt absolvierte bei A1 eine Techniklehre und schloss danach eine HTL f\u00fcr Elektrotechnik und ein MBA-Programm ab. Die Stationen des Ober\u00f6sterreichers bei A1 reichen von technischen Bereichen im Festnetz und Mobilfunk, der Leitung Channel Marketing &amp; Customer Development in Wholesale, der Leitung Strategie Planung Festnetz, \u00fcber die Funktion des Bereichsleiters Corporate Process Management bis hin zum Director Portfolio- und Projectmanagement. 2023 wurde er als HR Person of the Year mit dem HR Inside Award ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Die Pipeline zu f\u00fcllen, sei vor f\u00fcnf, zehn Jahren noch massiv eine Frage der Benefits gewesen. Heute seien Employability und M\u00f6glichkeiten, sich weiterbilden zu k\u00f6nnen, und die Frage nach dem Sinn der Arbeit die relevanten Themen, ob Mitarbeitende bei Organisationen bleiben oder nicht: \u201eDer Obstkorb ist nicht entscheidend.\u201c<\/p>\n<p>Was Unternehmen brauchen und was (k\u00fcnftige) Mitarbeitende \u2013 sowohl im White- als auch im Blue-Collar-Bereich \u2013 mitbringen sollen, seien technologisches Verst\u00e4ndnis, fachliche F\u00e4hig- und Fertigkeiten und Social Skills. \u201eDieses Dreieck wird auch in Zukunft seine Bedeutung haben\u201c, sagt Mahringer. Und das auch im Wissen um Amaras Gesetz. Der US-amerikanische Zukunftsforscher Roy Charles Amara hatte postuliert: Wir neigen dazu, die Auswirkungen technologischer Entwicklungen kurzfristig zu \u00fcber-, langfristig aber zu untersch\u00e4tzen. Mahringer: \u201eDas muss man im Hinterkopf behalten: Was passiert heute, morgen und \u00fcbermorgen?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit der digitalen Transformation und dem fl\u00e4chendeckenden Einsatz von Anwendungen k\u00fcnstlicher Intelligenz schlage wieder einmal die Stunde der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133377,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,21335,91,94,44,93,92],"class_list":{"0":"post-133376","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-business","11":"tag-companies","12":"tag-companies-markets","13":"tag-einblick","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-oesterreich","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116496579059802981","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133376"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133376\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133377"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}