{"id":133402,"date":"2026-05-01T01:14:24","date_gmt":"2026-05-01T01:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133402\/"},"modified":"2026-05-01T01:14:24","modified_gmt":"2026-05-01T01:14:24","slug":"seit-ueber-40-jahren-schnelle-hilfe-auf-knopfdruck-hinter-den-kulissen-des-hausnotrufs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/133402\/","title":{"rendered":"Seit \u00fcber 40 Jahren: Schnelle Hilfe auf Knopfdruck: Hinter den Kulissen des Hausnotrufs"},"content":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber 40 Jahren unterst\u00fctzt der Hausnotruf des Roten Kreuzes Innsbruck Menschen in Tirol in ihrem Alltag \u2013 von der schnellen Hilfe im Notfall bis zur sozialen Absicherung im eigenen Zuhause.<\/p>\n<p>Sicherheit per Knopfdruck. Der Hausnotruf des Roten Kreuzes Innsbruck ist ein etabliertes Notfallsystem, das vor allem \u00e4lteren Menschen, die alleine leben oder ein erh\u00f6htes Sicherheitsbed\u00fcrfnis haben, zus\u00e4tzliche Sicherheit bietet. Ziel ist es, im Ernstfall rasch Hilfe zu organisieren und damit auch ein l\u00e4ngeres Verbleiben in den eigenen vier W\u00e4nden zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Wie Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit und Soziale Dienste beim Roten Kreuz Innsbruck, erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>\u201eDer Hausnotruf ist ein Notfallsystem f\u00fcr Menschen, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, die alleine leben und ein erh\u00f6htes Sicherheitsbed\u00fcrfnis haben. Er bietet eine Absicherung f\u00fcr Angeh\u00f6rige und stellt sicher, dass schnell passende Hilfe zur jeweiligen Person geschickt wird.\u201c<\/p>\n<p>Das System umfasst sowohl station\u00e4re Ger\u00e4te f\u00fcr den Wohnbereich als auch mobile L\u00f6sungen f\u00fcr unterwegs.<\/p>\n<p>Ablauf eines Notrufs<\/p>\n<p>Ein eingehender Notruf wird in der Zentrale \u00fcber ein Computersystem erfasst. Disponentinnen und Disponenten \u2013 allesamt ausgebildete Rettungssanit\u00e4ter \u2013 nehmen zun\u00e4chst \u00fcber eine Gegensprechanlage Kontakt zur betroffenen Person auf.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt wird abgekl\u00e4rt, ob tats\u00e4chlich ein Notfall vorliegt. Bei Bedarf wird umgehend die Leitstelle Tirol informiert und ein entsprechendes Rettungsmittel entsandt.<\/p>\n<p>Auch Fehlalarme kommen vor, etwa wenn der Notrufknopf versehentlich ausgel\u00f6st wird. Diese m\u00fcssen im Vorfeld sorgf\u00e4ltig abgekl\u00e4rt werden, erkl\u00e4ter Tobias G\u00f6ssler, Teamleiter Hausnotruf Tirol.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Besuchs erhielt die Redaktion von MeinBezirk zudem die M\u00f6glichkeit, den Einsatzalltag in der Zentrale mitzuerleben. Eine \u00e4ltere Dame klagte \u00fcber seit mehreren Stunden anhaltende \u00dcbelkeit. W\u00e4hrend die Abfrage durch das Personal durchgef\u00fchrt wurde, wurden alle zu der Person verf\u00fcgbaren Daten angezeigt. Dies erm\u00f6glicht eine schnelle Reaktion sowie gegebenenfalls auch die Kontaktaufnahme mit Angeh\u00f6rigen. Auch dramatischere Eins\u00e4tze, die den Einsatz eines Notarztes oder eines Hubschraubers erfordern, werden von der Zentrale aus alarmiert und in enger Kooperation mit der Leitstelle abgearbeitet.<\/p>\n<p>Eine Bandbreite an Ger\u00e4ten<\/p>\n<p>Das Angebot des Hausnotrufs hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Neben klassischen station\u00e4ren Ger\u00e4ten stehen mobile Varianten zur Verf\u00fcgung, die auch au\u00dferhalb der Wohnung funktionieren.<\/p>\n<p>Neu im Sortiment ist eine Notrufuhr im Stil einer Smartwatch, die besonders f\u00fcr aktive Nutzerinnen und Nutzer konzipiert ist.<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Technik hat das System in den vergangenen Jahrzehnten deutlich flexibler und alltagstauglicher gemacht.<\/p>\n<p>Einsatzaufkommen und Entwicklung<\/p>\n<p>Der Hausnotruf ist in Tirol breit verankert. Aktuell nutzen rund 8.000 Menschen das System.<\/p>\n<p>Die Zahlen zeigen die Bedeutung des Angebots deutlich:<\/p>\n<p>    rund 70.000 Notrufe pro Jahr (Stand 2025)<br \/>\n    etwa 200 Notrufe pro Tag<br \/>\n    rund 15 % der F\u00e4lle werden an die Leitstelle Tirol weitergeleitet<br \/>\n    davon etwa 50 % mit anschlie\u00dfendem Abtransport ins Krankenhaus<\/p>\n<p>Biebel betont, dass sich sowohl die Nutzerstruktur als auch der Altersdurchschnitt in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert haben. Dies f\u00fchre auch zu einer h\u00f6heren Einsatzintensit\u00e4t.<\/p>\n<p>Mehr als nur medizinische Hilfe<\/p>\n<p>Neben klassischen medizinischen Notf\u00e4llen wie St\u00fcrzen oder akuten Schmerzen spielt zunehmend auch der soziale Aspekt eine Rolle. Einsamkeit und Unsicherheiten im Alltag f\u00fchren dazu, dass Menschen den Hausnotruf auch au\u00dferhalb akuter Notlagen kontaktieren.<\/p>\n<p>Dabei geht es nicht immer um medizinische Hilfe \u2013 manchmal auch um allt\u00e4gliche Probleme oder schlicht um Kontakt.<\/p>\n<p><img class=\"imagecontainer\" decoding=\"auto\" data-aspect-ratio=\"1.498007968\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/50265037_L.webp\"\/><\/p>\n<p>Die Mitarbeitenden versuchen, auch in solchen Situationen bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen, etwa durch die Einbindung von Angeh\u00f6rigen oder Pflegediensten. F\u00fcr Biebel und G\u00f6ssler ist klar, dass auch diese Aufgaben zur sozialen Verantwortung vom Hausnotruf geh\u00f6ren. <\/p>\n<p>    &#8220; [ &#8230; ] und das ist, glaube ich, der ganz gro\u00dfe Benefit, der den Hausnotruf auch noch mitbringt. Also es ist nicht nur medizinisch, sondern auch sozial wertvoll.&#8220;, betonen die Beiden.  <\/p>\n<p>Organisation und Ausbildung<\/p>\n<p>Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Notrufzentrale durchlaufen eine umfassende Ausbildung und werden regelm\u00e4\u00dfig geschult. Ziel ist es, auch unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Arbeit erfolgt in einem eng abgestimmten System aus Disposition, Technik und Servicepersonal, um eine durchgehend hohe Einsatzbereitschaft zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Blick in die Zukunft<\/p>\n<p>Auch in den kommenden Jahren soll sich der Hausnotruf technisch weiterentwickeln. Themen wie K\u00fcnstliche Intelligenz, Sprachsteuerung und neue Assistenzsysteme spielen dabei eine Rolle. Aktuell werden bereits Systeme getestet, bei denen ein Notruf per Sprachbefehl ausgel\u00f6st werden kann.<\/p>\n<p>Trotz aller technologischen Entwicklungen bleibt f\u00fcr das Team eines zentral:<\/p>\n<p>Der Mensch steht im Mittelpunkt \u2013 pers\u00f6nliche Betreuung und individuelle Entscheidungen sollen auch k\u00fcnftig Vorrang vor automatisierten Systemen haben.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dich auch noch interessieren:\u00a0<\/p>\n<p>Sekunden entscheiden: Von Atemnot bis Skiunfall<\/p>\n<p>Mit Blaulicht und Notfallrucksack: Eine Schicht Rettungsdienst<\/p>\n<p>Dramatischer Personalmangel, Rettungswesen in Tirol am Limit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit \u00fcber 40 Jahren unterst\u00fctzt der Hausnotruf des Roten Kreuzes Innsbruck Menschen in Tirol in ihrem Alltag \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":133403,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[46,42,193,44],"class_list":{"0":"post-133402","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-innsbruck","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-innsbruck","11":"tag-oesterreich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116496673219435704","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133402","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=133402"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/133402\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/133403"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=133402"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=133402"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=133402"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}